Zombie Strippers

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OT:Zombie Strippers

ca. 90 Minuten

USA 2008

Regie

  • Jay Lee
Darsteller

  • Jenna Jameson
  • Robert Englund
  • Roxy Saint
  • Joey Medina
  • u.a.

Zombie Strippers

Story

Die Erde in ein paar Jahren: Da die USA beinahe jedem Land der Welt den Krieg erklärt haben, sieht sich die Bush-Regierung langsam aber sicher einem gewissen Soldatenmangel gegenüber. Abhilfe soll ein eigens entwickeltes Virus schaffen, das die Soldaten auch nach deren Tod noch nützlich macht und sie in fleischfressende Untote verwandelt. Bei der Entwicklung des Virus kommt es aber zu einer Zombie-Epidemie in den Laboren, was ein spezielles Einsatzkommando auf den Plan ruft, das unter den Untoten aufräumen soll. Bei der nicht gerade unblutigen Säuberungsaktion wird einer der Söldner gebissen und flüchtet sich anschließend in einen nahegelegenen Stripclub, wo er zuerst langsam vor sich hin verwest und anschließend die pralle Sexbombe Kat (Jenna Jameson) anfällt und ebenfalls mit dem Virus infiziert. Es dauert nicht lange, bis ein Großteil der Stripperinnen aus Zombies besteht und den Gästen fortan eine extraheiße Show bieten. Dass ab und zu vereinzelt Besucher ausgeweidet werden, stört den Besitzer (Robert Englund) des Stripschuppens bei den plötzlichen Gewinnen wenig…

Kritik

Wie geht es ein Regisseur bestmöglich an, der sein B-Movie in Horrorkreisen möglichst in alle Munde bringen möchte? Regel 1: In den Cast gehört zumindest eine Horrorikone á la Englund, Todd oder Bradley, die die gemeinen Horrorfans seit Jahren zur Kasse ziehen wie die Motte ans Licht, obwohl sie nie über den Status ihrer Genre-Prominenz herausgekommen sind. Weiterhin ist es für ein solides Marketing von Vorteil, dem Leitspruch "Sex sells" treu zu bleiben und eine bekannte Porno-Darstellerin an Bord zu holen, die ihre Reize dann natürlich schon bereitwillig auf dem Cover präsentiert. Wenn dies abgehakt ist, orientiere man sich nach Möglichkeit noch an einem Konzept, das in der jüngsten Vergangenheit bereits die Kassen klingeln ließ, in der Zwischenzeit aber noch nicht gänzlich ausgelutscht ist. Jay Lee’s Wahl fiel dabei auf Rob Rod’s und Quentin Tarantino’s Trash-Projekt "Grindhouse", das eindeutig Pate für seine dritte Regiearbeit "Zombie Strippers" stand. Mit viel nackter Haut und einer vernünftigen Portion Gore stellt der Streifen die Hoffnung auf einen großartigen Funsplatter in Aussicht und dürfte die Erwartungen der meisten letztendlich auch erfüllen. Dass man bei einem Film des Titels "Zombie Strippers" nicht mit sonderlich viel anspruchsvoller Kost rechnen sollte, versteht sich im Grunde von selbst. In dieser Hinsicht macht sich Jay Lee’s trashige Splatterkomödie dann auch alle Ehre. Während auf dem Bildschirm haufenweise Hirne zu Brei geschossen werden, sollte auch der Zuschauer seinen Verstand bestmöglich über Bord werfen, um bei diesem geballten Aufeinandertreffen von bewusst-debilem Blödsinn gut unterhalten zu werden. "Zombie Strippers" hat seinen Spaß in der Position des sinnfreien Trash-Spektakels und macht auch kein Geheimnis daraus, dass er als solches und nichts anderes verstanden werden möchte. Wer einen ernsthaften Zombiefilm oder spannenden Horror sucht, ist hier definitiv an der falschen Adresse. Die Story ist so simpel gestrickt, wie es sich für ein Werk dieses Kalibers gehört, ohne dabei den einen oder anderen tollen Einfall vermissen zu lassen. Der Ausgangspunkt für die Herkunft des Zombie-Virus ist so beispielsweise die Idee der Vereinigten Staaten, um ihren Soldaten auch nach ihrem Tod einen Nutzen zu geben und so den gravierenden Mangel an jungen Soldaten auszugleichen, was natürlich schnell in die Hose geht. Eine Hintergrundgeschichte ist bei einem Film wie "Zombie Strippers" aber ohnehin nicht großartig von Belang, beinahe der komplette Streifen spielt sich in dem selben Stripschuppen ab. Anfangs wird man dabei insbesondere von nackter Haut bei Laune gehalten. Viele Damen ziehen blank und zeigen, was sie haben, wobei natürlich vor allen Dingen Porno-Aktresse Jenna Jameson hervorstechen kann und mit ihren zwei riesigen Argumenten beim männlichen Zuschauer keine Langeweile entstehen lässt. Der Plot ist dabei so vorhersehbar wie unterhaltsam. Die Damen werden durch einen infizierten Soldaten der Reihe nach zombiefiziert und kommen dadurch bei ihrer Kundschaft noch wesentlich besser an, die natürlich keine Ahnung hat, auf was sie sich einlässt. Immer mehr Männer landen zwischen den Zähnen der knapp bekleideten Silikonwunder und werden anschließend, selbst zu Zombies verwandelt, von dem Clubbesitzer in den Keller gesperrt. Bevor sie aus diesem wieder ausbrechen und das vielzählige Ableben weiterer Menschen verursachen, wird man weiterhin von nackter Haut, Gore und zickenden Zombie-Damen unterhalten, die sich, wenn sie sich keine Beleidigungen zuwerfen, auch mal gegenseitig mit Billardbällen aus ihren Vaginas beschießen. "Zombie Strippers" bietet ein super aufgelegtes Schauspieler-Ensemble, allen voran Robert "Freddy" Englund, der hier anscheinend voll in seinem Element war und den leicht verrückten Stripclubleiter voller Einsatz verkörpert. Jenna Jameson macht derweil durch ihre optischen Reize über jedwedes Fehlen schauspielerischen Talents vergessen, während auch die anderen Damen hübsch anzusehen sind. Tits & Asses gibt es hier der Erwartung gemäß reichlich, es gibt nur selten Sequenzen, in denen nicht irgendwer nackt durchs Bild spaziert. Auch an blutigen Goreszenen wurde nicht gespart und überraschenderweise fielen diese zum Teil überaus extrem aus. Leider ist der CGI-Einsatz in vielen Splatterszenen unverkennbar, doch die enorme Masse an Blut und Eingeweiden tröstet den geneigten Fan schnell über dieses Manko hinweg.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Trash – und Splatterfans hier genau das geboten bekommen, was sie erwarten. Eine sinnfreie Splatterkomödie, die sich an Vorbildern wie "Grindhouse" und "From Dusk Till Dawn" orientiert und dabei zwar nie deren Klasse erreicht, für einen unterhaltsamen Abend aber die beste Wahl darstellt. Gerade mit einer handvoll Kollegen zusammen dürfte es wohl nur wenige bessere Stimmungsmacher als "Zombie Strippers" geben. Titten, Gekröse, dumme Sprüche und jede Menge Schwachsinn zeichnen ein Werk aus, das in dieser Form zwar nicht einzigartig, bei den Trashfans aber immer wieder gerne gesehen ist. Alle anderen machen um dieses Werk natürlich einen großen Bogen.

Bewertung

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Spannung 3.gif
Story 3.gif
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Ähnlicher Film:

Zombie Killer

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OT:Onêchanbara: The Movie

ca.83 Minuten

Japan 2008

Regie

  • Yôhei Fukuda
Darsteller

  • Eri Otoguro
  • Chise Nakamura
  • Tomohiro Waki
  • Satoshi Hakuzen
  • u.a.

Zombie Killer

Story

Wer rettet die Welt, wenn selbige von Untoten übersäht ist? Genau! Das schwertschwingende Bikinigirl mit Cowboyhut Aya, die schießwütige Bikerin samt Lederoutfit namens Reiko und deren treuer, essfreudiger und von daher auch etwas dickerer Freund Katsuji.So sieht es aus in unserer düsteren Zukunft, genauer gesagt dem Jahre 2020, nachdem der äußerst böse Doktor Sugita mit einem selbstentwickelten Serum die bereits Verstorbenen wieder ins „Leben“ zurückholt und aus ihnen eine ihm ergebene Armee der Untoten aufstellte.Es liegt nun also an diesen drei Helden den Doktor zu stoppen – nicht nur um die Welt zu retten, nein, jeder von ihnen hat auch noch eigene Rechnungen mit dem Doktor und seiner Anhängerin Saki offen, die es zu begleichen gilt…

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Kritik

Eines der ersten Stichwörter die einem zu Japan einfallen, wird wohl „Ninjas“ sein. Genau um diese Künste geht es in diesem Film, da die Hauptdarstellerin eine Kriegerin aus einer alten Ninja-Dynastie ist und mit ihrer Katana Zombies abschlachtet. Lediglich die Kleidung scheint sich im Laufe der Zeit geändert zu haben: Aya kämpft in einem Bikini gegen Zombies. Und warum kämpft eine sexy Frau im Bikini gegen Zombies? Genau! Weil das ganze eine Computerspielverfilmung ist und man a lá „Tomb Raider“ mit sexy Girls trumpfen kann! Von daher hinterfragen wir das fragwürdige Outfit nicht weiter.Bewegungen wie wir sie aus der Matrix Trilogie oder den X-Men Sequels kennen gibt es auch mehr als genug, wenn Aya den Zuschauern zum Beispiel kundtut, dass sie nichts von den Gesetzen Newtons hält und sich ganz einfach der Schwerkraft widersetzt. Mit diesen Bewegungen und Superhelden-Eigenschaften gehen Specialeffects Hand in Hand und im Film kommen grade diese nicht zu knapp. An manchen Stellen des Films entwickelt sich von daher ein Specialeffect-Feuerwerk der feinsten sowie übertriebensten Art, wie man es in einem HD-Videospiel nicht besser schaffen kann.Seien es nun ein Feuerball aus Ayas Schwert oder einfach ganz viele verschiedenfarbige magische Explosionen, wie in Fantasyspielen oder –filmen.Der auffälligste Effekt jedoch kommt zum Vorschein als Aya Zombies abschlachtet und auch auf der Kamera Blutflecken landen, welches ein Gefühl erweckt, als wäre man selbst mitten drin, bei der blutigen Schlachterei. Manche von den Zombies sind sogar zum logischen Denken fähig und können geplante Angriffe vollziehen. Die meisten aber sind so, wie wir alle sie kennen: dumm und hungrig! Allerdings sind letztere dann auch mit allerhand Gartengeräten wie Sensen bewaffnet. Die Story ist größtenteils von der jeweiligen Geschichte der Personen geprägt und wird somit durch Erzählungen zwischen den Schlachten oder Flashbacks vermittelt, die auch mal während eines Kampfes als Erinnerung gezeigt werden. Von daher ist die Geschichte auch sehr, sehr actionlastig und die Handlung rückt stellenweise eher in den Hintergrund, man wartet lieber darauf, welche Kunsttückchen Aya als nächstes mit ihrer Katana vollbringen wird oder welche ungeschickten Sachen Katsuji passieren. Da es sich um eine Verfilmung handelt und Fans wissen was passieren wird, sollte der Story keine zu große Wichtigkeit zuteil werden.

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Bewertung

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Spannung 4.gif
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Gesamt 4.gif

Ähnlicher Film:

Zombie Night – Keiner wird entkommen

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OT:Zombie Night

ca. 88 Minuten

Kanada 2003

Regie

  • David J. Francis
Darsteller

  • Danny Ticknovich
  • Sandra Segovic
  • Dwayne Moniz
  • Steve Curtis
  • u.a.

Zombie Night - Keiner wird entkommen

Story

Ein nuklearer Krieg hat ungeahnt schreckliche Folgen für die Menschheit: Die Toten erheben sich aus ihren Gräbern und gieren nach dem Fleisch der Lebenden. Die Epidemie verbreitet sich weltweit und es scheint keine Möglichkeit zu geben, das drohende Ende der Menschheit abzuwenden. Das gerade erst zusammengekommene Paar Mark (Johnny Cole) und Shelley (Sandra Segovic) hat von diesen Vorgängen noch keine Ahnung. Nach einem gemeinsamen Urlaub mit Mark’s Tochter Emily (Deanna Wales) in einer Waldhütte fernab der Zivilisation, fahren sie nun wieder Richtung Heimat, als ihr Wagen plötzlich von einer Horde Untoter attackiert wird. Panisch flüchten sich die drei in das nächstbeste Gebäude, wo sich bereits einige andere Menschen verbarrikadieren. Notgedrungen tut man sich zusammen, um der drohenden Gefahr stand zu halten, doch dieses Vorhaben wird nicht nur von einer allgemeinen Panik, sondern auch von dem verrückten Derek (Dwayne Moniz) erheblich erschwert…

Kritik

Vor mittlerweile 40 Jahren schuf George A. Romero mit "Night of the Living Dead" einen wegweisenden Klassiker des Zombiefilms, der im Laufe der Zeit vielfach neu interpretiert wurde und zahlreiche andere Filmemacher inspirierte. Nachdem mittlerweile schon zwei offizielle Remakes zu dem nur 114,000 Dollar teuren Schwarzweiß-Film entstanden, erblickte im Jahr 2003 ein Amateurfilm mit dem Titel "Zombie Night" das Licht der Welt, der sich zwar nicht direkt auf "Night of the Living Dead" beruft, hinsichtlich der Story aber eindeutig von diesem abgekupfert wurde. Der kanadischen Produktion, mit der David J. Francis sein Filmdebüt ablieferte, gelingt es jedoch nicht einmal ansatzweise, auch nur in die selbe Liga eines Romero zu blicken, vielmehr handelt es sich hier um kostengünstigsten Mumpitz, der ganz danach aussieht, als hätte sich der Verantwortliche übers Wochenende eine Kamera geliehen, ein paar Freunde geschnappt, diese in einen Keller gesperrt und sie schließlich dazu gezwungen, über die nächsten zwei Tage einen Zombiefilm zu drehen. Die Story von "Zombie Night" ist sehr schwach, scheitert aber insbesondere an der stümperhaften Umsetzung. Schon "Night of the Living Dead" hatte nicht die komplexeste Handlung zu bieten, doch während Romero diese damals wenigstens noch effektiv umzusetzen wusste, will im Fall dieses kanadischen Amateurfilms einfach keine brauchbare Stimmung aufkommen. Dies beginnt schon damit, dass scheinbar die komplette Welt von Zombies überrannt wird und im Chaos untergeht, der Zuschauer davon aber nie etwas zu sehen bekommt. Stattdessen spielt "Zombie Night" die meiste Zeit über in ein und denselben Haus, speziell in dessen Keller. Das Werk versucht sich also im Grunde als klassische Verhaltensstudie über Menschen in Extremsituationen und legt demzufolge auch einen gewissen Wert auf die Charaktere, was ihm aber nicht einmal im Ansatz gelingt. Die Hauptprotagonisten dieses Films sind derart blass und belanglos gezeichnet, dass man schnell das Interesse an ihnen verliert und sich der nicht vorhandenen Spannung nur noch schneller bewusst wird. Diese sucht man über die Lauflänge von 88 Minuten beinahe immer vergebens, nur in ganz wenigen Augenblicken macht sie sich in Ansätzen bemerkbar, um dann gleich wieder das Weite zu suchen. Die Story tritt derweil immer auf der Stelle. Mal gibt es einen Zombie-Angriff, dann wiederum entsteht ein Streit mit Derek, der daraufhin aus dem Haus geworfen wird, bevor man ihn wieder aufnimmt. Ehe es sich der Zuschauer versieht, vergeht auf diese Weise gut eine Stunde, ohne dass bislang etwas Interessantes geschehen wäre. Auf den einen oder anderen blutigen Effekt wurde zwar nicht verzichtet, doch auch diese fallen nicht besonders spektakulär aus und wirken wie der restliche Filme öde und belanglos. "Zombie Night" ist seine Amateur-Herkunft in jedem Frame anzusehen. Die Aufgaben am Set wurden scheinbar willkürlich vergeben, es durfte jeder da einspringen, wo gerade eine Stelle frei war. Das Resultat hat absolut nichts mit professionellem Filmemachen gemeinsam, der Streifen wirkt in jeder Hinsicht einfach nur unbeholfen. Das Bild macht durchgehend einen unsauberen und grauen Eindruck, einfach trist, woran auch die schäbigen und notdürftigen Kulissen nichts ändern können. Seine Schauspieler holte sich David J. Francis letztendlich großteils aus dem eigenen Bekanntenkreis, was im Grunde schon genug über deren Talent aussagen dürfte. Die Akteure agieren so lustlos und unglaubwürdig, dass zwischen den Zombies und den menschlichen Überlebenden kaum ein Unterschied festzumachen ist. "Zombie Night" weist alle negativen Aspekte des Amateurfilmens auf. Das Gezeigte ist eine hilflos vor sich herdümpelnde Hommage an "Night of the Living Dead", die dem Klassiker aber in keiner Weise zur Ehre gereicht und die keinerlei nennenswerte Qualitäten vorzuweisen hat. Spannung und Atmosphäre sucht man dank der langweiligen Wiederholung der immer gleichen Ereignisse vergebens, auch die vereinzelten, blutigen Effekte können dem Gesamtwerk leider nichts positives mehr hinzufügen. Da sich diese Auflistung noch lange fortführen ließe, wirkt die Tatsache, dass "Zombie Night" ein offenes Ende hat, welches den Zuschauer mit vielen Fragen zurücklässt, beinahe schon unbedeutend. Letztendlich bleibt somit nur, von diesem Werk dringend abzuraten.

Bewertung

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Spannung 1.gif
Story 2.gif
Ekelfaktor 1.gif
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Ähnlicher Film:

  • Zombie Night II

Zombie Honeymoon

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OT:Zombie Honeymoon

ca. 80 Minuten

USA 2004

Regie

  • David Gebroe
Darsteller

  • Tracy Coogan
  • Graham Sibley
  • Tonya Cornelisse
  • David M. Wallace
  • u.a.

Zombie Honeymoon

Story

Danny (Graham Sibley) und Denise (Tracy Coogan) schweben auf Wolke 7: Das frisch vermählte Traumpaar macht sich auf den Weg in die Flitterwochen, welche sie in einem traumhaften Haus am Strand von New Jersey verbringen wollen. Dort angekommen legen sich die Beiden an den Strand, um ein Sonnenbad zu nehmen und den schönen Seiten des Lebens zu frönen. Diese Idylle wird aber jäh unterbrochen, als am Horizont plötzlich ein Mann aus den tosenden Wellen hervorsteigt und unablässig auf das frisch getraute Paar zusteuert. Ehe sich Danny und Denise wehren können, erbricht der mysteriöse Fremde eine ekelerregende Flüssigkeit auf Danny’s Gesicht und stirbt anschließend.

Danny wird daraufhin ohnmächtig, wird aber gleich in ein Krankenhaus überliefert. Dort können die Ärzte nur noch den Tod des jungen Mannes feststellen. Wie durch ein Wunder steht Danny allerdings nach über 10 Minuten wieder auf und benimmt sich fast schon so, als sei nichts geschehen. Die Ärzte entlassen ihn deshalb wieder, doch Danny’s Verhalten verändert sich immer mehr ins Unerklärliche. Eigentlich ein Vegetarier, entwickelt Danny plötzlich Heißhunger auf Fleisch. Zuerst denkt sich Denise nichts weiter dabei, bis die Eigenart ihres Mannes immer Extremere Züge annimmt. Als sie ihn eines Tages dabei ertappt, wie er von einem eigenhändig getöteten Mann isst, gerät sie in einen Gewissenskonflikt und muss sich zwischen Liebe und Vernunft entscheiden…

Kritik

Bei dem Begriff "Zombie" denkt man sogleich an die von Lucio Fulci und George Romero geprägten, äußerst langsam durch die Gegend taumelnden Gestalten, die ihren Gräbern entsteigen um den Menschen nach ihrem Fleisch zu trachten. Besonders in den 70ern und 80ern waren diese untoten Gesellen durchaus beliebt und sorgten ein ums andere Mal ebenso für volle Lichtspielhäuser, wie auch für ein reges Treiben bei den deutschen Behörden, die sich mit dem Genre wohl nie so ganz anfreunden konnten. Nachdem es dann erst einmal still um den Zombiefilm wurde, fand das Genre seine wortwörtliche Wiederaufstehung sowohl im Mainstream ("Land of the Dead", "Dawn of the Dead" Remake), wie auch im Independentsektor. Zählen gerade in letztgenanntem meist nur die blutigen Effekte, so dachte sich Regie-Neuling David Gebroe, dass er mit "Return of the Living Dead 3" als Vorbild eine Abwandlung des hinlänglich bekannten Zombiefilms auf die Beine stellen könnte. Genau wie in Brian Yuzna’s Werk aus dem Jahr 1993 versucht "Zombie Honeymoon" dem Zombie-Aspekt einen romantischen Anstrich zu verleihen.

Dass das dann aber nicht umwerfend gut klappte, ist sicher nicht dem Ursprung aus dem Low-Budget Sektor anzudichten. Der Streifen holt viel aus seinen Möglichkeiten heraus und präsentiert sich als stimmige, schlüssige Geschichte, die zwar anhand des mangelnden Inhalts ab und an etwas ins Taumeln gerät und durchaus noch hätte gekürzt werden können, aber alles in allem gut unterhält. Im Fall von "Zombie Honeymoon" muss man einfach genau wissen, was einen erwartet, um nicht enttäuscht zu werden. Wer hier mit einem Film à la "Grossangriff der Zombies" oder "Woodoo" rechnet, der dürfte enttäuscht werden. Hier geht es nicht darum, dass sich zahlreiche Untote aus ihren Gräbern erheben, um dann möglichst viel Menschenfleisch zu fressen, vielmehr stellt der Streifen die langsame Verwandlung eines Mannes in einen Zombie in den Vordergrund. Das Interessante dabei ist, dass dieser Mann frisch verheiratet ist und seine Braut in das ganze Schlamassel mit hineinzieht.

Moralisch vertritt "Zombie Honeymoon" also keine klare Aussage. Während Danny nur frisst, um seinem Trieb gerecht zu werden, steht ihm Denise aus Liebe bei und hilft ihm sogar ab und an bei seinen Taten. Bis es aber soweit ist, kommt "Zombie Honeymoon" erst sehr gemächlich in Fahrt und dürfte für all jene, die auf Spannung und Gore hoffen, eine herbe Enttäuschung darstellen. Zu Beginn erhält man nämlich den Eindruck, sich einen typischen Liebesfilm anzusehen. Dabei rutscht "Zombie Honeymoon" aber nicht ins Kitschige ab, sondern zeigt seinem Publikum einfach das Zusammenleben eines frisch verheirateten Paares. Auf blankpolierte Hollywood-Schnulzendialoge und regenbogenfarbene Zuckerwatte-Tralalamomente muss man dabei aber verzichten. Richtig interessant wird es allerdings erst, wenn langsam die Verwandlung eintritt. Anfangs kaum sichtbar, aber immer bedrohlicher kündigt sie sich an. Zuerst wird Danny nur beim Sex wesentlich aggressiver, später fällt er auf offener Straße über Menschen her.

Die Splattereffekte fallen alles in allem spärlich aus, können sich für ein 16er Werk aber sehen lassen. Danny geht nicht unbedingt zaghaft mit seinen Opfern um, sondern reißt ihnen ohne Vorwarnung große Fleischstücke aus den Körpern, was von der FX-Crew ansehlich umgesetzt wurde. Wenn man bedenkt, dass es sich um einen Independentfilm handelt, dann kann man wirklich nicht meckern, wenn wieder mal Gedärme frei liegen oder Danny an Leichen rumknabbert. Das hat man alles schon schlechter gesehen. Und auch, wenn der Hauptprotagonist großteils sein menschliches Antlitz behält, verwandelt er sich gegen Ende auch immer mehr äußerlich in einen Zombie, was ebenfalls ordentlich inszeniert wurde.

Das größte Problem des Films ist, dass er dem Konsumenten nichts volles und nichts halbes bieten kann. Wer mal wieder Lust auf einen romantischen Filmabend mit seiner Freundin hat, für den ist das Werk ebenso wenig geeignet wie für all jene, denen mal wieder nach anspruchsloser Blutspritzunterhaltung der Sinn steht. Dennoch dürfen sich alle, die schon "Return of the Living Dead 3" dank seines dramatischen Untertons mochten, auch mal an "Zombie Honeymoon" heranwagen. Der Film ist wirklich sauber inszeniert, daran gibt es nichts auszusetzen. Vor allem gegen Ende wird er sogar noch einmal ungemein atmosphärisch, wenn Danny in dem dunklen Haus eine Leiche nach der anderen zerlegt und Denise mit diesem Wahnsinn nicht mehr klarkommt. Erwähnenswert ist auch, dass Tracy Coogan und Graham Sibley die Hauptrollen glaubhaft verkörpern können, obwohl sie beide kaum Schauspielerfahrung besitzen.

Einen klassischen Zombiefilm hat David Gebroe mit "Zombie Honeymoon" nicht abgeliefert, und so sollte man auch noch einmal seine Erwartungshaltung überdenken, um sich mit dem Werk anfreunden zu können. Der Streifen schlägt in etwa die Richtung von "Return of the Living Dead 3" ein, ist dabei aber nicht ganz so blutig, sondern setzt auch auf eine Handlung, die dagegen eher gemächlich und ruhig geschildert wird. Aus technischer Sicht ist der Streifen für sein Budget top, doch leider schleichen sich einige Längen in das Werk ein, die den Sehgenuss etwas trüben. Dennoch ist "Zombie Honeymoon" für alle, die auch neuen Ideen gegenüber offen sind, sicher keine Fehlinvestition.

Bewertung

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Spannung 3_5.gif
Story 3_5.gif
Ekelfaktor 2_5.gif
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Gesamt 3_5.gif

Ähnlicher Film:

The Zombie Diaries

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OT:The Zombie Diaries

ca. 88 Minuten

GB 2006

Regie

  • Michael Bartlett
  • Kevin Gates
Darsteller

  • Russell Jones
  • Craig Stovin
  • Jonnie Hurn
  • James Fisher
  • u.a.

The Zombie Diaries

Story

Die Weltbevölkerung wird von einem neuartigen Virus überschwemmt, dem selbst die besten Forscher und Ärzte ratlos gegenüberstehen. Was sich zuerst nur in Asien ausbreitet, greift kurz darauf auf die die gesamte Welt über: Menschen geraten in eine Art Wachkoma und fallen, offensichtlich nicht mehr Herr ihrer Sinne, über ihre Mitmenschen her um sich an deren Fleisch zu sättigen. "The Zombie Diaries" erzählt die Geschichten dreier verschiedener Gruppierungen, die, jeweils mit Handkameras ausgestattet, zu unterschiedlichen Zeitpunkten Zeugen des Ausbruchs werden und die Geschehnisse festhalten. – Zu Beginn der Epidemie reist eine Crew junger Dokumentarfilmer in eine ländliche Gegend, um dort den Fortschritt des Ausbruchs festzuhalten und die Bevölkerung zu interviewen. Dabei stoßen sie alsbald auf die ersten Untoten. – Einen Monat später begeben sich ein paar Überlebende in eine Provinz, um dort ihren Proviant aufzustocken. Dabei werden sie von zahlreichen Zombies überrascht. – Der letzte Mitschnitt verfolgt den verzweifelten Überlebenskampf einer Gruppe Menschen, die sich auf einem Bauernhof zu verbarrikadieren versucht.

Kritik

Als "The Blair Witch Project" im Jahr 1999 erschien, hätte zum damaligen Zeitpunkt wohl niemand damit gerechnet, dass der Film beinahe ein Jahrzehnt später als großes Vorbild einer vollkommen neuen Kategorie des Horrorfilms dienen würde. Realismus ist neuerdings angesagt, denn was schon bei der Suche dreier Studenten nach einer Hexe in den Wäldern Marylands funktionierte, muss doch auch bei größeren Produktionen machbar sein. So setzen unter anderem die aktuellen Streifen "Cloverfield", "[Rec]" und "Diary of the Dead" auf Handkameras, scheinbare Amateur-Verhältnisse und Authentizität. Das Resultat ist dabei nicht immer jedermanns Sache, doch auf alle Fälle hat man damit eine weitere Nische des Horrorfilms entdeckt, die mit Sicherheit vor allem in der nahen Zukunft von vielen weiteren Filmemachern erkundet wird. Den Anfang machen dabei einige Low-Budget-Filmer aus Großbritannien, deren erstes Projekt, "The Zombie Diaries", nicht nur zufällig an George Romero’s neusten Teil der "Dead"-Reihe erinnert. Genau wie in "Diary of the Dead" schicken Kevin Gates und Michael Bartlett, die hierbei Regie führten, das Drehbuch schrieben, als Produzenten in Erscheinung traten und sich für den Schnitt verantwortlich zeichnen, ein paar junge Leute mit Handkameras bewaffnet gegen eine Horde Untoter, wobei das Resultat ein Höchstmaß an Realismus garantieren soll. Den Verantwortlichen darf dabei sicherlich ein sehr gute Idee attestiert werden, da man gerade bei dieser Art von "Fake-Doku-Horror" vieles in den Kasten bringen kann, was bei einer herkömmlichen Methode undenkbar wäre. Defizite, wie etwa schlechte Schauspieler oder fehlende Effekte, lassen sich im Problemfall einfach unter dem Deckmantel des Realismus verhüllen. Schließlich und letztendlich soll der Zuschauer das Gefühl erhalten, das alles, was in "The Zombie Diaries" zu sehen ist, die Aufnahmen von Amateurfilmern sind, denen diese Mitschnitte während einer Zombie-Epidemie gelangen. An und für sich ist das Resultat, gemessen an dem kleinen Budget der Crew, nicht einmal zu verachten. "The Zombie Diaries" könnte sicherlich vielen anderen Low-Budget-Regisseuren als Vorlage für eine ordentliche Erstproduktion dienen, auch wenn das Werk einem Vergleich mit "Diary of the Dead" natürlich nicht standhalten wird. Wenn man bedenkt, dass Romero bereits mit wenig finanziellen Mitteln filmte, dann darf "The Zombie Diaries" quasi als die noch günstigere Low-Budget-Kopie eines Low-Budget Films betrachtet werden. Das Problem des Film ist allerdings nicht einmal die Finanzierung oder die Inszenierung an sich, sondern vielmehr die höchst seichte Story. Die Idee, das Ganze zu einem Episodenfilm, bestehend aus drei unterschiedlichen Storys, die sich dann am Ende überkreuzen, werden zu lassen, war dabei nicht einmal die schlechteste. Blöderweise bringen die einzelnen Geschichten jedoch nicht genügend Abwechslung mit, so dass sich das Geschehen oftmals wiederholt, zudem muss sich der Zuschauer im Verlauf des Films einfach mit zu vielen Charakteren anfreunden, die sich allesamt nicht großartig voneinander unterscheiden, worunter schnell der allgemeine Überblick leidet. "The Zombie Diaries" verspricht durch drei unterschiedliche Geschichten zwar Kurzweiligkeit, kann diese aber dadurch, dass stets etwas Ähnliches passiert, nicht wirklich einhalten. Für hollywoodverwöhnte Horrorfans ist "The Zombie Diaries" ungeeignet, wer jedoch bereits Erfahrungen im Low-Budget Bereich sammeln durfte, wird von diesem Werk sehr passabel unterhalten werden. Die Zombie-Masken sehen überraschend gut aus, die großteils unbekannten Darsteller agieren überzeugend und die Inszenierung via Handkamera tut ihr Übrigens, dass man dem Film seinen Realismus abkaufen kann. Als enttäuschend muss dafür der Gore-Level betrachtet werden, denn bis auf einige blutige Erschießungen und eine altbekannte Fress-Szene hat "The Zombie Diaries" kaum etwas zu bieten. "The Zombie Diaries" bietet vor allem für Low-Budget-Sympathisanten und Zombie-Allesseher eine ordentliche Alternative zum derzeit um sich greifenden Einheitsbrei. Der Film, der den Fußstapfen von "Diary of the Dead" und "The Blair Witch Project" folgt, schafft es, eine einigermaßen glaubhafte Atmosphäre entstehen zu lassen, auch wenn man in diesem Bereich definitiv schon spannenderes sehen durfte. Auch der geringe Gore-Anteil, die wenig überraschende Story und die unüberschaubare Anzahl von Charakteren ändern nichts an der Tatsache, dass man "The Zombie Diaries" Low-Budget-geneigten Genrefans durchaus ans Herz legen kann. Von einem Kauf ist allerdings abzuraten, ein einmaliges Ansehen ist hierbei ausreichend.

Bewertung

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Spannung 3.gif
Story 3_5.gif
Ekelfaktor 1_5.gif
Atmosphäre 4.gif
Gesamt 3.gif

Ähnlicher Film:

Zombie 90 – Extreme Pestilence

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Informationen

OT:Zombie 90 – Extreme Pestilence

ca. 75 Minuten

Deutschland 1990

Regie

  • Andreas Schnaas
Darsteller

  • Matthias Kerl
  • Ralf Hess
  • Mathias Abbes
  • u.a.

Zombie 90 – Extreme Pestilence

Story

In der Nähe von einer großen deutschen Stadt (Hamburg?) stürzt ein Flugzeug der Bundeswehr ab, beladen mit chemischen Kampfstoffen. Der Austritt des Kampfstoffes hat zur Folge, dass sämtliche Tote in der Umgebung wieder ins Leben zurückkommen, um sich von den Lebenden zu ernähren. Zunächst nur im Krankenhaus wütend, scheinen die Zombies sich bald über das ganze Land zu verteilen.

Zwei Ärzte wollen dies verhindern und machen sich daran, herauszufinden, wie es zu dem Unglück kommen konnte. Sie stellen fest, dass der Kampfstoff eine Krankheit namens „Extreme Pestilence“ auslöst und die Toten so zu Zombies mutieren lässt. Bei weiteren Nachforschungen in der freien Natur kommt einer der beiden Ärzte um. Der andere Forscher versucht, sich mit allen Mittel gegen die zahlenmäßig weit überlegenen Zombies zu wehren. Seine Situation scheint aber hoffnungslos.

Er kann die Zombies nur töten, indem er ihre Gehirne zerstört. Und das macht er immer. Immer und immer wieder …

Kritik

Dass es sich bei „Zombie 90 – Extreme Pestilence“ um einen billig produzierten Amateurfilm handelt, wird einem sofort klar. Im Operationssaal kommt ein Oszilloskop zum Einsatz, um die Lebensfunktionen eines Menschen zu beobachten. Für die Messung der Radioaktivität wird ein Vielfachmessinstrument benutzt, natürlich mit den Messstrippen. Das sind aber nur zwei lustige Sachen die mir aufgefallen sind. Es gibt da noch viel mehr, und es ist schon lustig mit anzusehen, wie die Macher des Films improvisiert haben.

Die Story des Films ist schlicht und ergreifend schlecht und einfallslos. Man bemerkt schnell das Andreas Schnaas sich nicht mal ansatzweise die Mühe gemacht hat, ein ordentliches Drehbuch zu schreiben. Er bedient sich vielmehr altbekannter klassischer Vorlagen. Im Film wird eigentlich nur gemetzelt, wobei in nicht gerade mit Kunstblut gespart wird. Es gibt viele verschiedene Spezialeffekte, die mal mehr und mal weniger gut gelungen sind. Einige Effekte sind wirklich so schlecht, dass ich mir zutrauen würde einige von ihnen in wenigen Minuten nachzumachen. Allerdings ist mir mein Ketchup da etwas zu schade für.

Besonders schlecht ist die Synchronisation der Astro DVD. Sie bietet zwar die deutsche und die englische Tonspur allerdings sind beide kaum auszuhalten. In der Deutschen hört man andauernd Regieanweisungen und Nebengeräusche, während sich in der Englischen alle Stimmen gleich anhören und absolut unecht klingen. Die Extras der DVD können sich aber sehen lassen.

„Zombie 90 – Extreme Pestilence“ ist also nur etwas für Fans von Amateurfilmen. Alle anderen würden sich bei und nach dem Betrachten nur ärgern.

Bewertung

Splatter 4.gif
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Story 1.gif
Ekelfaktor 4.gif
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Ähnlicher Film:

Zombie 3

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OT:Zombie 3

ca. 88 Minuten

Italien 1988

Regie

  • Lucio Fulci
  • Bruno Mattei
Darsteller

  • Deran Sarafian
  • Beatrice Ring
  • Ottaviano Dell’Acqua
  • u.a.

Zombie 3

Story

In einem geheimen Militärstützpunkt wird von einigen Forschern ein Virus gezüchtet, das den Namen „Death One“ trägt. Eines Tages soll es übergeben werden, doch bevor dies geschieht, kommt es zum Gau. Es ist scheinbar ein Mitarbeiter, der dem Beauftragtem den Koffer mit „Death One“ entreißt und flüchtet. Zwar hat das bereitstehende Militär den Terroristen gleich unter Beschuss genommen, doch ihm gelingt die Flucht in ein nahegelegenes Waldstück. Ein schwer bewaffneter Hubschrauber wir losgeschickt, um dem Entflohenen den Garaus zu machen, bevor er Schlimmeres anstellen kann. Er wird auch getroffen, allerdings geht dabei das Behältnis, das den Virus schützt, kaputt. Der Mann infiziert sich.

Der Flüchtende sollte eigentlich an der Wunde sterben, die ihm das Geschoss aus dem Helikopter beigebracht hat, doch irgendwie hat er es geschafft sich in ein Hotel zu schleppen, wo er sich in ein Zimmer zurückzieht. Er merkt, dass er sich physisch und auch psychisch verändert. Es wachsen ihm schleimige Pusteln und er bekommt Appetit auf Menschenfleisch. Er hat zwar noch versucht, die Wandlung zu stoppen, in dem er sich einen Arm abhackte, aber das brachte nichts. Bevor die ihn suchenden Schutztruppen einrücken, kann er noch menschliche Beute machen, gegen das Militär hat er aber keine Chance.

Die Leiche des Mannes wird dann ins Labor gebracht, wo sie unter Anleitung des kommandierenden Offiziers verbrannt wird. Als die Forscher herbeieilen können sie nur die Hände vors Gesicht schlagen, denn sie wissen, dass mit der Verbreitung der Asche sich auch das Virus verteilt. Und in der Tat ist es auch so. Erst wird ein infizierter Vogelschwarm entdeckt, der Menschen angreift, und dann gibt es auch die ersten humanoiden Zombies, die sich in einer rasenden Geschwindigkeit vermehren. Das Militär sperrt den Bereich großräumig ab und muss nun versuchen, Herr der Lage zu werden, indem es alles Leben in diesem Bereich tötet…

Kritik

Eines vorweg: „Zombie 3“ ist kein direkter Nachfolger von „Zombie – Day of the Dead“ und auch kein Nachfolger von „Woodoo – Schreckensinsel der Zombies“. Es ist ein eigenständiger Streifen, der von zwei recht bekannten Regisseuren des Genres gedreht wurde. Warum es gleich zwei waren hat einen Grund: Eigentlich sollte Lucio Fulci Regie führen. Doch dieser erkrankte, als circa 40 Minuten des Films im Kasten waren. So trat Bruno Mattei („Hölle der lebenden Toten“, „The Riffs III“) an, um das Werk zu vollenden. Man sieht es dem Film leider auch etwas an, dass keine klare Linie vorhanden ist, was sich vor allem bei der Darstellung der Zombies bemerkbar macht.

Einige verhalten sich im Gegensatz zu ihren Artgenossen nämlich recht eigenartig. Es gibt zwar einige der blauen, etwas träge wirkenden Zombies, allerdings gibt es auch Vertreter, die spurten, springen und sich zu wilden Kampfszenen hinreißen lassen, was ja nicht unbedingt üblich für die lebenden Toten ist. Weniger unüblich ist dafür aber die Story, die sich wie bei etlichen anderen Beiträgen des Subgenre durch den Film zieht. Ein Virus ist ausgebrochen, der die Menschen zu Zombies werden lässt. Diese werden dann von Spezialeinheiten gekillt. Im Sperrgebiet gibt es dann noch ein paar Zivilisten, die um ihr Leben kämpfen, und Freunde der Zombietrilogie werden sich sogar über einen Hubschrauber freuen…

Splattertechnisch bekommt man auch höchstens Durchschnittskost geboten. Es gibt zwar hier und da einen Hacker, einen Beißer oder auch das ein oder andere Schüsschen, insgesamt können die FX aber nicht überzeugen. Ekeliger wird es da schon, wenn man einige Zombies aus der Nähe betrachtet. Gerade bei dem Erstinfizierten sind die eiternden Pusteln ganz schön fies… Ebenfalls ekelig ist die deutsche Synchronisation, die mit unpassenden Stimmen daherkommt und Sinnloskommentaren, wie sie sicherlich nicht im Original vorgekommen sind. Hier wäre zum Beispiel die Szene zu nennen, in der die Leiche verbrannt wird. Der Forscher sagt dem Militär, dass sich die Staubpartikel verbreiten können. Dieser meint daraufhin, dass das alles Unsinn wäre. Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass die beiden in der Originalfassung über den Virus gesprochen haben… Aber eines muss man sagen, und zwar, dass die Synchronisation ganz gut zu den (darf man sie überhaupt so nennen?) Schauspielern passt. Was hier stellenweise geboten wird, ist unter aller Schuhsohle!

Insgesamt gesehen bleibt „Zombie 3“ nur ein Durchschnittsfilm. Annehmbar, aber wirklich nicht auf gleicher Stufe wie „Woodoo“, „Day of the Dead“ oder auch „Dawn of the Dead“…

Bewertung

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Zombie 2 – Day of the Dead

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Informationen

Originaltitel Day of the Dead
Länge 97 Minuten
Drehjahr 1985
Drehland USA
Regie George A. Romero
Schauspieler
  • Lori Cardille
  • Terry Alexander
  • Joe Pilato
Zombie 2 - Day of the Dead

Story & Kritik

Die Zeit das die Menschen die Erde beherrscht haben ist lange vorbei. Horden von Untoten haben das Zepter der Macht an sich gegriffen und sind nun im Begriff die letzten Überlebenden zu fressen, um ihre Triebe zu stillen. Es gibt nur noch vereinzelte Gruppen von Menschen, die bis unter die Haare bewaffnet durch die Gegend ziehen und nach irgendeiner Lösung des Problems suchen.

In einem unterirdischen Tunnelsystem versucht ein Forscher die wilden Zombies zu zähmen und hat auch einschlägige Erfolge mit seiner Arbeit. Allerdings denkt das Militär, dass den gleichen Zufluchtsort hat, dass die Forschungen nur Zeitverschwendung seien und das man den Zombies lieber direkt den Gar ausmachen sollte. Als dann auch noch Zivilisten, die mit einem Hubschrauber in dem Gebiet landen, dass Tunnelsystem als Zufluchtsort für sich beanspruchen ist eine Eskalation der Lage nur eine Frage der Zeit.

Der Forscher arbeitet fleißig weiter und ist davon überzeugt das er den Zombies so eine Art Intelligenz antrainieren kann. Sein bevorzugtes Forschungsprojekt macht Fortschritte, die man nicht erwarten konnte. Der Zombie ist in der Lage von dem Forscher zu lernen und es entwickelt sich sogar eine Freundschaft. Weniger freundlich geht es derweil zwischen den Zivilisten und dem Militär zu. Sie vertreten zwei verschiedene Meinungen und der Anführer der Soldaten will seine mit Gewalt und Waffen durchsetzen.

Das führt zwangsweise dazu das es die ersten Toten unter den Menschen gibt. Als einer der Zivilisten dann die Untoten in die Anlage lässt, scheint der Überlebenskampf verloren…

Der Nachfolger von „Zombie – Dawn of the Dead“ ist meiner Meinung nach genauso gelungen wie das Original. Sicherlich muss man die Filme anders betrachten da „Zombie“ ja der Film schlechthin war und „Zombie 2“ etwas abgekupfert aussieht. Als alleinstehender Film ist er aber wirklich klasse und er weist auch deutlich bessere Spezialeffekte auf, als die Zombiefilme, die vor ihm gedreht wurden. Tom Savini, welcher der ungekrönte Splatterpapst ist, hat mit den Jahren sichtlich dazugelernt und in „Zombie 2“ das erschaffen was wohl kein anderer hinbekommen hätte. Der Film ist ein Festival des Splatters und deshalb auch unbedingt sehenswert.

Der Film ist zwar weniger spannend, dafür besitzt er eine beeindruckende Atmosphäre die sich von der ersten bis zur letzten Minute hält. Der Regisseur Romero wollte wahrscheinlich zeigen welche Ängste Menschen entwickeln, wenn sie eingesperrt und in einer absolut aussichtslosen Situation sind. Die Menschen verändern sich zusehends, bis alles im Übel endet. Die unbekannten Schauspieler haben dies perfekt in Szene gesetzt auch wenn die zu spielenden Szenen nicht immer einfach gewesen sein müssen.

Weiterhin wird gezeigt wer die eigentlichen Bösewichte sind. Nicht die Zombies, die ja für ihren Zustand nichts können, nein die Menschen sind es die das eigentliche Übel in die Gesellschaft bringen und das geht soweit bis sich jeder gegenseitig zerfleischt! Im Film wird das natürlich symbolisch von den blau angelaufenen Menschenfressern übernommen.

Ähnlich wie die Spezialeffekte sind auch die Masken der Untoten gelungen. Es wurde jeder Zombie individuell mit einer Maske versehen, die extra für ihn hergestellt wurde. So gibt es eine spezielle Vielfalt, die den Film eindeutig aufwertet. Auch die Kulissen sind sehr passend für diese Handlung. Der Hauptspielplatz ist ein unterirdisches Tunnelsystem, dass über einige große Hallen und Räume verfügt. Die Außenaufnahmen sind ehr rar, sie beiendruckend aber mit einer Vielzahl von Nebendarstellern, welche die Zombies spielen. Äußerst interessant fand ich das die Nebendarsteller lediglich einen Dollar Gage bekommen haben. Diese Dollarnote ist jeweils mit einem Autogramm von Tom Savini versehen und müsste heute richtig teuer sein, sodass sich das Auftreten im Film auf finanziell gelohnt hat.

Bewertung

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Atmosphäre 5_5.gif
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Zombie – Dawn of the Dead

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Informationen

Originaltitel Dawn of Dead
Länge 116 Minuten
Drehjahr 1978
Drehland USA/Italien
Regie George A. Romero
Schauspieler
  • David Emge
  • Ken Foree
  • Gaylen Ross
Zombie - Dawn of the Dead

Story & Kritik

In den USA herrscht nationaler Notstand. Eine bislang unbekannte

Seuche lässt die Körper soeben Verstorbener Wiederauferstehen.

Die Zombies sind ständig auf der Suche nach neuen Opfern um sie zu

verspeisen. Eine Reporterin, ein Helikopterpilot und zwei "SWAT"

Mitglieder verschanzen sich in einen Einkaufszentrum.

Zombie ist ein apokalyptischer Horrorstreifen der von brutalster

Gewalt übersehen ist. George A. Romero hat einen Film geschaffen,

der sich zurecht als bester Zombie Film in der Geschichte des

Film nennen darf. Auch die Presse war begeistert;

"Eine schwarze Satire über den amerikanischen Kapitalismus"

(DIE ZEIT) Die Idee, die Massaker in einem Einkaufszentrum

stattfinden zu lassen und dabei die Konsumgeilheit aller

(menschlichen) Beteiligten zu karikieren, ist schlicht genial.

Eben "Amerika aus der Sicht des Teufels" (Chicago Times)

George A. Romero zeigt hier einmal Typisch seine Machart

und erklärt erst gar nicht warum die Zombies herumwandeln.

Einer der ganz wenigen Filme, die von der 1. Minute an (bis zum Ende)

voll durch Powern.

Zombie gilt auch 22 Jahre nach bestehen als einer der

Härtesten Filme der Filmgeschichte, doch ist es nicht nur die

harten Spezial Effekts die den Film so schön düster,

sondern auch die hervorragende Atmosphäre und die sehr gut

gemachten Charaktere.

Von Dawn of the Dead existieren zwei unterschiedliche Versionen.

(Euro + USA)

Bewertung

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Atmosphäre 5_5.gif
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Ein Zombie hing am Glockenseil

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Informationen

Originaltitel Paura
Länge 79 Minuten
Drehjahr 1980
Drehland Italien
Regie Lucio Fulci
Schauspieler
  • Catriona McCall
  • Christopher George
  • Janet Agren
  • Carlo de Majo
Ein Zombie hing am Glockenseil

Story & Kritik

Nachdem die Namen und der Titel des Films gekommen ist, sehen wir einen nebligen Friedhof, auf dem Gerade ein Priester rumläuft. Wir befinden uns gerade in Dunvich einer kleinen Stadt irgendwo in der USA. Der Priester macht ein Glockenseil an einen Baum und erhängt sich damit. Warum er das macht erfahren wir nicht, ist aber nicht weiter wichtig. Zur gleichen Zeit, irgendwo in New York, machen 4 Leute darunter die junge Mary, ein Spirituelle Sitzung. Dabei kann Mary mit ansehen wie sich der Priester, Pater Thomas, sich erhängt und wie die Toten daraufhin wieder aus den Gräbern kommen. Durch diese Vision wurde Mary so stark geschockt, dass sie sofort tot um fiel. Die Polizei glaub das alles natürlich nicht, so wie es immer der Fall ist.

Merkwürdigerweise gibt es bei der Bestattung von Mary gar keine Zeremonie, sie wird einfach so begraben; wahrscheinlich kleiner Logikfehler, der mir gestern aber zum ersten mal auffiel. Ein Reporter, der herausfinden will wie Mary gestorben ist, ist zufällig an dem Grab und hört sie auf einmal schreien. Sie war gar nicht tot, wurde aber lebendig begraben und der Reporter rettete ihr das Leben indem er sie mit einem Pickel wieder befreit. Zur gleichen Zeit passieren in Dunvich aber immer mehr und mehr seltsame Dinge und vor allem grausame Morde. Der Selbstmord von Pater Thomas hat anscheinend Unglück über Dunvich gebracht und jetzt kommen die Toten wieder aus den Gräbern und fallen über die Lebenden her. Mary und der Reporter machen sich auf den Weg nach Dunvich um das Tor zur Hölle, dass durch den Tod von Pater Thomas aufgestoßen wurde, wieder zu schließen. Sie haben aber nur noch 3 Tage oder so bis Allerseelen und wenn sie es bis dahin nicht schaffen kommen überall auf der ganzen Welt die Toten wieder zurück und fallen über die Lebenden her. Es beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit, weil weder Mary noch der Reporter weiß, wo dieses Dunvich überhaupt liegt.

Wenn man sich die Story so durchließ, oder sich den Film ansieht, wird jeder der sich mit Fulci Filmen auskennt, sofort an den Film „The Beyond“/“Die Geisterstadt der Zombies“ erinnert fühlen. Von der Geschichte her sind beide auch irgendwie ähnlich, bei „Ein Zombie hing am Glockenseil“ ist es der Selbstmord des Priesters der die Toten wieder auferstehen lässt und bei „The Beyond“ ist es das Hotel das auf einem der Sieben Tore zur Hölle gebaut wurde. Vom Handlungsverlauf sind auch beide Filme sehr ähnlich, am Anfang ist nur ein, oder zwei Zombies unterwegs, sorgen für Morde und niemand weiß was los ist und am Schluss ist dann die ganze Stadt voller Zombies. Aber beide Filme gehen verschieden aus, was ich aber nicht verraten will. Das Ende von „The Beyond“ hat mir ehrlich gesagt aber besser gefallen. Auf jedenfall hat „Ein Zombie hing am Glockenseil“ eine ganz gute Geschichte, die meines Wissens nach, auf eine Geschichte von H.P. Lovercraft basiert.

„Ein Zombie hing am Glockenseil“ hat mir ehrlich gesagt ganz gut gefallen, da er schon von Anfang an spannend ist und man wissen will wie es weiter geht. Man kann sagen, ab dem Punkt wo sich der Priester erhängt ist man schon gezwungen weiter zu schauen, wenn man auf solche Filme steht. Nach und nach baut der Film dann zusätzlich zur Spannung auch noch eine richtig gute Atmosphäre auf. Es gibt teilweise auch richtig spannende Szenen, wie zum Beispiel die, in der der Junge seine tote Schwester wieder sieht und sie ihn holen will. Oder als Sandra und der Psychiater in dem Haus sind und ein Zombie herumgeistert. Besonders gut fand ich dann auch noch das Finale in den letzten 15 Minuten, als Mary, der Reporter und der Psychiater in der Gruft sind um dieses Tor zur Hölle wieder zu schließen. Hier wird eine sehr hohe Spannung a la „The Beyond“ geboten.

Der Film hat auch noch ein paar interessante Splatterszene, die ich wie immer auch kurz ansprechen will. Er hat zwar nicht so viele, aber dafür wirkungsvolle und vor allem brutale. Hier sind mal 2 Beispiele:

1) Die Eingeweide Kotzszene: Eine junge Frau und ihr Freund sind im Auto und machen zusammen herum. Plötzlich sieht die Frau den toten Priester Hängen, der sie irgendwie hypnotisiert. Sie fängt an Blut zu weinen und spuckt blut. Auf einmal kommen dann alle Eingeweide und Innereien nach oben und sie Kotzt diese aus dem Mund heraus, dabei können wir alles sehr detailreich mit ansehen.

2) Die Bohrerszene: Ein junger vertrottelter Mann namens Bob (spielt auch bei „Cannibal Ferox“ mit (Mike)) wird von einem ?verrückten? Vater grausam umgebracht. Und zwar wird er mit dem Kopf auf eine Drehbank gedrückt und durch den Kopf gebohrt. Dabei können wir sehr genau mit ansehen, wie der Bohrer langsam näher kommt, in den Kopf rein bohrt und langsam aus der anderen Seite wieder aus tritt.

Das sind mal die 2 Hauptsplatterszenen, die sogar sehr realistisch aussehen und nicht irgendwie billig. Es gibt noch ein paar andere nette Sachen wie zum Beispiel, mit der bloßen Hand das Gehirn herausreisen, oder zumindest zerquetschen, Oder Fleisch aus dem Arm rausfressen und so. Die Splattereffekte sind zwar recht heftig halten sind aber nicht so oft vertreten. Es gibt aber noch ein paar andere Eklige Szenen. Einmal sehen wir wie einer Frau Würmer und so Zeug in im Gesicht rumgerieben wird und in einer anderen Szene, wie unsere 4 Hauptcharaktere ganz viele Leichenwürmer massenhaft ins Gesicht bekommen. Ich denke, jeder Splatterfan sollte diesen Film zumindest mal gesehen haben, da manche Szene echt lecker sind.

Die Schauspielerischen Leistungen sind natürlich nicht meisterhaft, aber wenn man weiß was man für einen Film anschaut ist doch alles noch recht passabel. Bekannt ist mir ehrlich gesagt nur Catriona MacColl, die ich in anderen Fulci Filmen wie „The Beyond“ oder „Das Haus an der Friedhofsmauer“ schon gesehen hab. Wahrscheinlich ist sie ein bekannte von Lucio Fulci gewesen. Sie spielt ihre Rolle eigentlich ganz okay und wirk keinesfalls unglaubwürdig. Ansonsten kenne ich ehrlich gesagt niemanden mehr, aber alle spielen einigermaßen okay, bis auf die ältere Hellseherin, die irgendwie gelangweilt wirkt, aber da ist nicht wichtig. Zwei Schauspieler hab ich sogar schon in „Cannibal Ferox“ gesehen (Bob und der Typ am Friedhof) und einen auch in „Cannibal Holocaust“ (auch der Typ am Friedhof). Der Film stammt von Lucio Fulci, den ich jetzt aber nicht weiter vorstellen will, da ich das schon mal gemacht habe. Er ist ein großer Freund von H.P. Lovercraft gewesen und deshalb beruhen fast all seine Werke auf einer Geschichte von Lovercraft.

Nebenbei noch zu erwähnen ist, dass die Filmmusik von Fabio Frizzi auch sehr gelungen ist und gut zur Atmosphäre beiträgt. Besonders am Ende, als unsere Hauptdarsteller in der Gruft unten sind ertönt eine echt coole Musik, die man nach dem Film auch noch im Kopf hat.

Ich habe die DVD von der Astro/Laser Paradise Blood Edition für 19 Euro gekauft. Die DVD muss ich jetzt mal echt loben, da sie ein super Bild hat, wenn man mal bedenkt, dass der Film 1980 erschien. Auch der Ton kann sich sehen lassen und einige Menüs sind sogar so leicht animiert. Der Film ist in 2 Sprachen anschaubar, deutsch und englisch und ist in 8 Kapitel aufgeteilt. Das Bild ist sogar in Widescreen. Die DVD selber geht 89 Minuten und ist ungeprüft, deshalb auch ungeschnitten. Ich kann die DVD jedem empfehlen, sie ist die beste deutsche Fassung, die es von diesem Film überhaupt gibt. Ich glaube sie ist aber beschlagnahmt worden, hierbei bin ich mir aber nicht ganz sicher. Auf jedenfall empfehle ich jedem Interessierten diese DVD von der Astro/Laser Paradise Blood Edition. Ihr findet die DVD unter dem Titel „City of the living dead“.

Ansonsten gibt es noch eine ungeschnittene Astro DVD von der Kultklassiker ungeschnitten Edition, unter dem Titel „Gates of Hell“. Diese DVD hat aber ein schlechtes Bild und angeblich in der 85. Minuten einen fehler, der das Bild für ein paar Sekunden anhält und das Ton weiterläuft. Ansonsten gibt es noch ein ungeschnittene Astro VHS. Die alte Videofassung wurde um 10 Minuten gekürzt (aber nur Handlung) und beschlagnahmt. Ansonsten gibt es noch 2 schwer gekürzte Fassungen, die ich euch abrate. Welch das sind weiß ich leider nicht, wenn jemand mehr wissen will, einfach kurz bescheid sagen.

Der Film ist zwar nicht so gut wie „The Beyond“, aber trotzdem noch super! Wer jedoch kein Blut sehen kann, soll die Finger von „Ein Zombie hing am Glockenseil“ lassen.

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Bewertung

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