Woodoo – Die Schreckensinsel der Zombies

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OT:Gli ultimi Zombi

ca.88 Minuten

Italien 1979

Regie

  • Lucio Fulci
Darsteller

  • Ian McCulloch
  • Richard Johnson
  • Auretta Gay
  • u.a.

Woodoo - Die Schreckensinsel der Zombies

Story

Zwei New Yorker Polizisten, werden auf dem Hudson-River auf ein verlassenes Schiff aufmerksam. Einer meint zu wissen, dass führerlose Beförderungsmittel dem Finder gehören, und deswegen machen sie sich schleunigst an Bord. Die beiden müssen allerdings nach kurzer Zeit feststellen, dass es zwar menschenleer aber nicht ohne Besatzung ist. Ein paar Zombies machen sich über die zwei verdutzten her und bringen einen der Beamten um.

Die Ermittler finden heraus, dass dieses Schiff einem gewissen Bowles gehört, dessen Tochter Anne nicht unbedingt erfreut von dieser Nachricht ist. Abends macht sie sich auf, um das ungesicherte Schiff nach Beweisen zu durchsuchen, was anders verläuft, als sie sich dachte. Sie lernt dort nämlich Peter, einen recherchierenden Reporter, kennen und beschließt, mit ihm zusammen der Sache auf den Grund zu gehen.

Die beiden finden heraus, dass sich der Vermisste zuletzt irgendwo auf den Antillen aufgehalten hat, und machen sich umgehend, zusammen mit einem reisenden Pärchen, das die gleiche Route hat, auf den Weg dorthin. Bereits auf der Fahrt machen die vier einen unschönen Kontakt, mit einem Untoten , und als sie auf der Insel ankommen, auf der sich Annes Vater aufhält, treffen sie noch auf viel mehr dieser Kreaturen. Die Reisenden hätte nie gedacht, dass sie in diesem Südseeparadies um ihr Leben fürchten müssten…

Kritik

Fulci und die Zombies … nachdem er sie mehrfach als „Beilage“ in Streifen einbaute, die einen mystischen Hintergrund hatten, gab er ihnen dieses Mal sozusagen die Hauptrolle und knüpfte somit an die typischen Genrestreifen an, die George A. Romero damals mit seinem „Zombie – Dawn of the dead“ ins Rollen brachte.

Es gibt in „Woodoo – Die Schreckensinsel der Zombies“ weder irgendwelche Tore zur Hölle oder sonstige übersinnliche Sachen, nein es gibt eine ganz einfache Story, die erklärt, warum sich Menschen in wandelnde Tote verwandeln. Dazu nutzte der bereits verstorbene Altmeister des Italo-Horror wunderschön zu betrachtende Spielorte, die von der Skyline New Yorks bis zu einem Tropenparadies reichen.

Dass die Story flach und abgedroschen wirkt, überrascht keinen, der sich in diesem Subgenre des Horrorfilms auskennt, allerdings unterhält sie und kommt mit einwandfreien und spektakulären Spezialeffekten daher, sodass die Gesamtspielzeit, die ungeschnitten stolze 88 Minuten dauert, im Nu vorüber ist. Besonders zu erwähnen wäre die erste der insgesamt nicht übermäßig vielen „richtig“ blutigen Szene, in der es um einen Holzsplitter und ein Auge geht. Details erspare ich mir und überlasse somit der Phantasie des Lesers, der den Film nicht kennt. Diejenigen, die den Film schon gesehen haben, werden sich sicherlich an eine unvergessliche Szene erinnern.

Das einzige Manko des Films ist, dass die Handlung etwas schleppend vorankommt, der Film einige Zeit braucht, um dorthin zu kommen, wo Splatterfans ihn erwarten. Es gibt zwar eine schwungvolle und blutige Anfangssequenz mit einem fettleibigen Untoten. Danach verläuft die Story zunächst etwas zähflüssig. Nicht uninteressant, für Horrorfans, die sich auf den Anblick von Zombies freuen, aber etwas langatmig. Im Laufe der Reise der vier Suchenden kommt es dann auch noch zu einer Szene, über die einfach geschmunzelt werden muss. Als Anne einen Tauchgang macht um Unterwasserfotos zu schießen, macht sie Kontakt mit einem Hai und einem Unterwasserzombie. Die beiden liefern sich dann einen Kampf, während Anne die Flucht gelingt. Es mag zwar sein, dass der ein oder andere Zuschauer diese Szene als aufregend empfindet, für mich ist es aber reiner Trash, der so schlecht ist, dass er schon wieder gut ist!

Die Kamera ist wirklich gut in Szene gesetzt, da sie stets da ist, wo etwas los ist und bringt somit einen nicht zu verachtenden Schwung in die Geschichte. Es gibt zum Beispiel einige Nahaufnahmen von Zombies, die wirklich gelungen sind und natürlich werden auch die Spezialeffekte sehr gut eingefangen. Die Atmosphäre des Film schwankt zwar stark, aber das ist auch vom Drehbuch so gewollt gewesen. Zum einen gibt es diese Wohlfühlatmosphäre, in der man intensiv die Vorzüge der schönen Inselwelt erleben kann und zum anderen gibt es natürlich auch eine Endzeitatomsphäre, die dann einsetzt, als es auf der Insel „los geht“.

Insgesamt ist „Woodoo – Die Schreckensinsel der Zombies“ ein Film der etwas an Spannung spart und auch nicht gerade allerbeste Schauspielkunst zeigt. Für einen Film seiner Art ist das allerdings auch nicht so wichtig. Die Atmosphäre passt, die Story ist recht interessant und auch vom Splatteranteil her gibt es absolut gar nichts zu meckern. Somit zählt „Woodoo“ sicherlich zu Fulci´s besten Filmen und auch zu einem der besten des Horrorgenres. Die Version die ich betrachten durfte stammt von Dragon, die ja etwas unter dem Verdacht stehen, billige Bootlegs zu vertreiben, ich bin mit dem Tape aber sehr zufrieden, da Bild und Ton gut sind und der Film, wie gesagt, ungeschnitten ist.

Bewertung

Splatter 4_5.gif
Spannung 3_5.gif
Story 5.gif
Ekelfaktor 5.gif
Atmosphäre 4_5.gif
Gesamt 4_5.gif

Ähnlicher Film:

Strippers Vs. Zombies

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OT:Zombies! Zombies! Zombies!

ca.82 Minuten

USA 2008

Regie

  • Jason Murphy
Darsteller

  • Jessica Barton
  • Hollie Winnard
  • Lyanna Tumaneng
  • Sean Harriman
  • u.a.

Strippers Vs. Zombies

Story

Auf der Suche nach einem Wundermittel gegen Krebs entwickelte ein übereifriger Wissenschaftler einen Stoff, der tatsächlich in der Lage war, dieser Krankheit für immer den Garaus zu machen. Unglücklicherweise treten bei der Einnahme des Stoffes einige beunruhigende Nebenerscheinungen auf, wie alsbald am lebenden Objekt festzustellen ist. Ein Junkie vermengt das Zeug eines Tages unwissend mit Crack und bringt es unter die Leute, woraufhin es an die Prostituierten des selbstverliebten Zuhälters Johnny ‚BackHand‘ Vegas (Anthony Headen) gerät. Diese verwandeln sich nach der Einnahme in mordlüsterne Zombies und tragen rasch zu einer Verbreitung der Epidemie bei. Die Einzigen, die das drohende Unheil jetzt noch verhindern können, sind die scharfen Tänzerinnen eines örtlichen Stripclubs, die den Untoten kurz darauf mit aller Entschlossenheit entgegentreten…

Kritik

Zugegeben, sonderlich einfallsreich oder von markanten Innovationen geprägt war das Genre des Horrorfilms, im Speziellen des Zombiefilms, in seiner langen Laufbahn noch nie. Stilrichtungen kamen ebenso, wie sie wieder verschwanden, nur um dem nächstbesten Trend den Platz zu räumen. Während noch vor wenigen Jahren alle Indizien darauf deuteten, dass man sich wieder auf die Stärken der Vergangenheit besinnen würde und Unterhaltung im Stil von "Dawn of the Dead" auf dem Vormarsch war, machte das Genre mit "Shaun of the Dead" plötzlich eine Kehrtwendung und setzte seitdem beinahe ausschließlich auf bissige Horrorkomödien und Persiflagen. Dem ist grundsätzlich nichts entgegenzusetzen, allerdings laufen die Filmemacher auch hier recht schnell Gefahr, irgendwann nur noch bereits bekannte Ideen neu zu verwerten. Zwei aktuelle Zombiefilme sind hierfür ein gutes Beispiel, denn mit "Strippers vs. Zombies" erschien nun unlängst ein Streifen, der beinahe die selbe Grundidee wie der nur wenige Monate zuvor auf den Markt gebrachte "Zombie Strippers" aufgreift und sich daher zwangsweise einem direkten Vergleich mit diesem Werk stellen muss. Bereits Jay Lee’s "Zombie Strippers" war ein nicht all zu hoch budgetiertes B-Movie, das aber dank einem gewissen Spaßfaktor, nackter Haut und etwas Splatter, außerdem den Auftritten von Robert Englund und Jenna Jameson durchaus gut unterhalten konnte. "Strippers vs. Zombies" hingegen musste ohne bekannte Namen und mit noch weniger finanziellen Mitteln auskommen. Nicht aus diesen Gründen alleine wurde Jason Murphy’s Regie-Debut aber eine Enttäuschung, vielmehr schafft es das Werk nicht, die Prämisse eines soliden Funsplatters zu erfüllen. Zwar ist hier von allem das Nötigste vorhanden, doch in der Summe reicht es nicht für einen wirklich unterhaltsamen Genre-Beitrag. So manche Genre-Freaks würden sicherlich ihre Hand dafür ins Feuer legen, dass ein Film, der nackte Haut, Trash, debile Dialoge und etwas Splatter in sich vereint gar nicht langweilig sein kann, doch "Strippers vs. Zombies" gelingt es, das Gegenteil zu beweisen. Filme dieser Machart sind nur selten mit brauchbaren Drehbüchern ausgestattet und etwas anderes sollte man auch von "Strippers vs. Zombies" nicht erwarten. In der gut 30 Minuten langen Aufwärmphase muss sich der Zuschauer durch langweilige Dialoge kämpfen und unbrauchbare Charaktere ertragen, was nicht unbedingt zur Unterhaltung beiträgt. Von Action oder Zombie-Treiben fehlt bis dato jedwede Spur, was bei einem Film von 82 Minuten Laufzeit definitiv anders aussehen sollte. Auch das Budget wirkt sich nicht gerade positiv auf diese erste halbe Stunde aus, hat man doch das Gefühl, sich einen überzeichneten Amateurfilm über das Leben von Prostituierten und Strippern anzusehen. Natürlich darf dabei auch der klischeebeladene Zuhälter nicht fehlen, der hier aber derart konstruiert erscheint, dass er nur wenige Lacher für sich verbuchen kann. Ganz allgemein ist diese Fahrtrichtung ohnehin nicht die Stärke dieses Films, da die meisten Gags einfach nicht zünden wollen und bestenfalls für ein ermüdetes Schmunzeln sorgen. Das Geschehen verläuft derweil natürlich streng nach den Erwartungen des Publikums. Mehrere Stripperinnen und ein paar beliebige andere Charaktere verschanzen sich panisch in dem Nachtclub, während außerhalb immer mehr Menschen Opfer von Zombieattacken werden. Über diesen Inhalt kommt "Strippers vs. Zombies" dann auch nicht hinaus, da keinerlei Überraschungen oder unerwartete Wendungen den Plot ausschmücken und sich beinahe alles in besagtem Club abspielt. Auf solch engem Raum fallen die Charaktere schnell auf die Nerven und wirkt so manch unlogisches Handeln noch ärgerlicher, was auch nicht mehr von einem Showdown gerettet wird, in dem einmal eine etwas andere Art der Zombievernichtung vorgeführt wird. Der Blutgehalt des Films ist derweil annehmbar, wenn auch hinter seinen Möglichkeiten. Derb geht es dann und wann zwar schon zur Sache, dennoch hätte sich der gestandene Gorehound wohl noch den einen oder anderen Effekt mehr gewünscht. Absolut inakzeptabel in dieser Hinsicht sind die zahlreich und mies verwendeten CGI-Effekte, die wieder einmal verdeutlichen, wieso Filmemacher lieber dem handgemachten Gore treu bleiben sollten. Im Grunde fällt es schwer, einen eindeutigen Fingerzeig auf das zu liefern, was "Strippers vs. Zombies" letztendlich in die unteren Bewertungsebenen befördert. Die von den Machern geplante Funsplatter-Stimmung will einfach zu keinem Zeitpunkt auf das Publikum übergreifen, was zu einem an der billigen Optik, zum anderen an den peinlichen, aber nie zündenden Witzen liegt. Mit seinem CGI-Gore erbeutet sich der Film des weiteren auch nicht die Sympathien der Genre-Fans, während auch in Sachen Tits & Asses deutlich gespart wurde. "Strippers vs. Zombies" ist aus diesen Gründen deshalb weder für Anhänger von Zombiefilmen interessant, noch für jene, die schon an "Zombie Strippers" ihre Freude hatten, denn an diesen reicht dieses Werk nicht heran.

Bewertung

Splatter 3.gif
Spannung 2.gif
Story 2_5.gif
Ekelfaktor 1_5.gif
Atmosphäre 2.gif
Gesamt 2.gif

Ähnlicher Film:

Die Rückkehr der Zombies

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OT:A notte del Terrore

ca.81 Minuten

Italien 1980

Regie

  • Andrea Bianchi
Darsteller

  • Roberto Caporali
  • Peter Bark
  • Maria Angela Giordan
  • u.a.

Die Rückkehr der Zombies

Story

Als erstes muss man wohl erwähnen, dass die Story eigentlich keine richtige ist. Es scheint als ob der Regisseur einfach drauf los gedreht hat ohne irgendetwas bestimmtes vorzuhaben. Ich versuche jetzt aber trotzdem das „wichtigste“ zu beschreiben.

Eine Gruppe Menschen trifft sich in einem abgelegenen Haus eines Industriellen ( das steht auf dem Cover, man kann im Film aber nicht drauf schließen das es so ist ) um dort ein Wochenende zu verbringen. Sie wissen allerdings nicht das ein das ein Professor die Toten geweckt hat, indem er ihre Ruhestätte betreten hat. Er wird daraufhin getötet und eine Horde Zombies macht sich auf, ihren Hunger zu stillen.

Von nun an beginnt der Überlebenskampf der Besuchergruppe gegen einen zahlenmäßig überlegenen Gegner, der wohl nicht gut ausgehen wird…

Kritik

Am Anfang des Films traten bei mir zwar ein paar Logikprobleme auf, doch als der Film einige Zeit lief akzeptierte ich die laue Story und konzentrierte mich eher auf das, was der Film rüberbringen will, nämlich Unterhaltung durch Splatterszenen.

„Die Rückkehr der Zombies“ ist eine Zombiegeschichte, die eine akzeptable Atmosphäre aufbaut und durch gute Splatterszenen, die gegen Ende zunehmen, unterhält. Es gibt eine ganze Menge Blut und auch die Masken der Zombies haben mir sehr gut gefallen, da sie durch einen steinernen Touch, gepaart mit ekeligen Maden, wirklich gut gelungen sind und mal etwas anderes sind als die „typischen“ Zombiegesichter.

Negativ aufgefallen sind mir die Musik, die andauernd mit hochfrequenten Tönen aus den Boxen rauscht, sodass man sie eigentlich gar nicht Musik nennen dürfte, die ständigen Schreie der Protagonisten, die immer noch in meinem Schädel dröhnen und die Dialoge, die wenn sie mal vorkamen leicht unsinnig waren. Dazu kommt noch die mangelhaften Fähigkeiten der Schauspieler aber irgendwie gehört das ja zu einem guten Zombiefilm dazu.

„Die Rückkehr der Zombies“ unterscheidet sich im Gegensatz zu anderen Filmen darin, dass die Zombies wohl eine gewisse Intelligenz besitzen. Es gibt da zum Beispiel einen Messerwerfer, einen der mit einer Axt umgehen kann und sogar ein Sensenmann in Zombiegestalt, der mit seinem Arbeitsgerät so geschickt umgeht das er einen Menschen enthaupten kann. Ob die Zombiefans das allerdings sehen wollen, will ich nicht beurteilen.

Ich kann nicht behaupten das dieser Film grottenschlecht ist aber an Filme wie „Zombie – Dawn of the Dead“ oder „Day of the Dead“ kommt er mit Sicherheit nicht heran, da die Story einfach nicht interessant genug ist um diesen Film des öfteren zu sehen. Splattertechnisch kann er allerdings mithalten.

Bewertung

Splatter 4_5.gif
Spannung 2.gif
Story 1.gif
Ekelfaktor 3_5.gif
Atmosphäre 4.gif
Gesamt 3_5.gif

Ähnlicher Film:

Redneck Zombies

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OT:Redneck Zombies

ca.89 Minuten

USA 1987

Regie

  • Pericles Lewnes
Darsteller

  • Stan Morrow
  • Brent Thurston-Rogers
  • Lisa M. DeHaven
  • Tyrone Taylor
  • u.a.

Redneck Zombies

Story

Als ein kiffender G.I. ein Giftmüllfass auf der Ladefläche seines Jeeps durch das US-Outback fährt, kommt es zu einem folgeschweren Zwischenfall. In einer holprigen Kurve kommt der Wagen ins Schleudern und das Faß fliegt in hohem Bogen davon. Es gerät ausgerechnet in die Wurstfinger eines fetten, grenzdebilen Hinterwäldlers, der nicht so recht weiß, mit was er es hier zu tun hat und das Zeug an Jed Clemson (William E. Benson) weitergibt, der mit seinen vertrottelten Söhnen ganz in der Nähe lebt. Die hirnlose Sippe hält den Giftmüll für Destille und benutzt ihn für ihre Schnapsherstellung. Dies soll schon bald ungeahnte Nachwirkungen haben, denn kurz darauf verwandeln sich die Redneck in gefährliche Zombies. Gerade in diese Gegend verschlägt es dann auch noch ein paar junge Camper, die natürlich nichts von dem Unheil ahnen, aber bald schon einer nach dem anderen von den Zombies getötet werden…

Kritik

"Redneck Zombies" befindet sich schon seit beinahe zwei Jahren in meiner Sammlung und gehört somit den ersten Splatterfilmen, die ich damals mein eigen nennen konnte. Allerdings muss ich zugeben, dass mir der Streifen, als ich ihn zum ersten Mal gesehen habe, ganz und gar nicht gefallen hat. Mittlerweile ist aber wieder viel Zeit ins Land gezogen, und mein Filmgeschmack hat in diesem Zeitabstand eine deutliche Veränderung erfahren. So bin ich heute dem Trash-Film nämlich um einiges aufgeschlossener, als ich es damals war und muss unter diesen Gesichtspunkten auch klipp und klar sagen, dass ich mich damals geirrt habe. "Redneck Zombies" ist das beste Beispiel für ein strohdoofe und blödsinnige Trash-Unterhaltung, die in dieser Form einfach Spaß macht.

Der Film wird in den USA von Troma vertrieben, was für sich sprechen sollte. Zwar hat sich Llyod Kaufman dann und wann auch schon mal einen Fehlgriff geleistet, doch eigentlich ist der Trashfreund mit dem meisten, worauf der Name der Independentschmiede steht, gut bedient. So auch hier. Regisseur Pericles Lewnes hat mit "Redneck Zombies" einen Low-Budget Film gedreht und war danach, bis auf einen Kurzfilm, nie wieder als Regisseur tätig. Es ist schon erstaunlich, was der Gute aus seinem Erstlingswerk noch herausholen konnte, denn obwohl Lewnes in seinen Möglichkeiten sehr eingeschränkt war, stört diese Tatsache beim Schauen kaum.

Was mich sehr erfreut hat, war, dass die Crew offenbar den Dreh raus hatte und nicht, wie dies bei anderen Low-Budget-Projekten der Fall ist, ausschließlich auf Effekte setzten. Der blutrünstigste Film macht keinen Spaß, wenn er todernst und ohne einen Funken Humor daherkommt. "Redneck Zombies" bietet da eine erfrischende Abwechslung. In manchen Passagen kommt man aus dem Lachen kaum mehr raus, etwa wenn sich der Hinterwäldler-Daddy wieder einmal ärgert und seinem Sohn mitteilt, dass er ihn damals eigenhändig aus seiner Mutter herausgezogen habe und ihn dort auch wieder hineinstecken könnte. Derartige Dialoge sind natürlich absolut sinnentfreit, doch sie machen Spaß, und das insbesondere aufgrund der Darsteller, von denen sie vorgetragen werden. Manchmal möchte man seinen Augen kaum trauen, bei den Schauspielern, die Lewnes für sein Filmchen auftreiben konnte. Alle sehen so aus, wie man sich typische, vertrottelte, amerikanische Hinterwäldler vorstellen würde. Respekt. Auch klasse sind die immer wieder vorkommenden Running Gags im Film, wie der Tabak-Mann, oder einer der Camper, der in jeder Situation ein T-Shirt mit einem passenden Spruch trägt. Mein persönliches Highlight ist jedoch der seltsame Fettsack, der irgendwie auch zu den Campern gehört, allerdings nie ein Wort spricht, sondern immer irgendwo im Hintergrund steht und sich zusäuft. Selbst wenn Gedärme herumfliegen greift er noch lässig zu seiner Pulle und trinkt was das Zeug hält. Göttlich!

Lobend hervorheben muss man auch die Gore-Effekte, die wohl schleimiger nicht hätten ausfallen können. Wirklich realistisch sieht kein einziger Effekt aus, dafür spritzt die rote Soße reichlich, und es verabschieden sich die Innereien, dass es eine wahre Freude ist.

Etwas, worüber man sich ärgern kann, gibt es aber doch und zwar waren das die Sequenzen, in denen sich die Hauptprotagonisten in einem Drogenrausch befinden. Über Minuten hinweg spielt die Kamera verrückt, werden die wildesten Farbspiele ins Geschehen gebracht. Mich haben diese Drogenflashs sehr genervt, die viel zu langgezogen waren. Ansonsten gibt es wenig zu meckern, auch wenn der Film seinen Funfaktor nicht andauernd halten kann und insbesondere kurz vor dem Finale noch einmal etwas Langeweile aufkommt.

"Redneck Zombies" gehört zu einer Sorte Film, die nicht für die breite Masse gedreht werden, sondern einzig und allein auf die Unterhaltung eines Publikums abzielen, die etwas mit derartigen Streifen anfangen können. Deshalb ist es dringend erforderlich, etwas für billigstes Entertainment übrig zu haben, um "Redneck Zombies" mögen zu können. Wenn dies der Fall ist, dann erwartet einen hier ein spaßiges Machwerk, von einer Crew, die ihr Handwerk offenbar verstand und den Streifen sehr, sehr unterhaltsam gerieten ließ. Tolle Gore-FX, annehmbare Schauspieler, viele verrückte Charaktere, und Dialoge, die allemal ein Schmunzeln wert sind, machen diesen Streifen zu einem empfehlenswerten Filmvergnügen. Ein besonderes Schmankerl sind dann noch die Country-Songs, die dem Ganzen das richtige Flair verleihen.

Bewertung

Splatter 4.gif
Spannung 2.gif
Story 2.gif
Ekelfaktor 3.gif
Atmosphäre 2_5.gif
Gesamt 3.gif

Ähnlicher Film:

  • Toxic Zombies

Oase der Zombies

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Informationen

OT:La Tumba de los Muertos Vivientes

ca.81 Minuten

Frankreich, Spanien 1983

Regie

  • Jess Franco
Darsteller

  • Manuel Gelin
  • Eduardo Fajardo
  • Lina Romay
  • u.a.

Oase der Zombies

Story

Zwei junge Mädchen machen auf ihrer Fahrt durch eine afrikanische Wüste Rast in einer Oase. Erstaunt über die Schönheit der Natur durchforsten sie die Gegend etwas intensiver, bis sie auf seltsame Dinge stoßen: Im dichten Gebüsch finden die Frauen Militäruniformen, die offensichtlich aus dem ehemaligen Nazi-Deutschland stammen. Als eine der beiden Damen in Panik gerät und wegläuft, wird sie plötzlich von zwei Händen, die aus dem Erdreich ragen, festgehalten…

Unterdessen haben der Sohn eines ehemaligen deutschen Soldaten und ein Geldgeier Wind davon bekommen, dass im Krieg deutsche Kampftruppen in einer Oase einen erbitterten Kampf geführt haben, bei dem es um 6.000.000 Dollar ging. Der Geldschatz gilt seitdem als verschollen. Beide Parteien vermuten, dass das Geld immer noch in der Oase zu finden ist. Während sich die Schatzsuche für den Geldgeier schnell erledigt hat, macht sich der Soldatensohn zusammen mit einigen Leuten aus seinem Bekanntenkreis auf, das verschollene Geld zu bergen. Ein Himmelfahrtskommando: Es kursieren nämlich Gerüchte, dass die toten Soldaten von damals immer noch leben…

Kritik

Yes!!!! ähhhh Jess Franco heißt der Verantwortliche, der sich diesen Mist hat einfallen lassen. Der Kult- und Vielfilmer ist ja eher dafür bekannt, dass er vor keinem Drehbuch zurückschreckt. Somit kommt der Betrachter denn auch zu dem zweifelhaften Vergnügen, sich von billig maskierten Ex-Nazis (da tot) und Neuzeit-Schatzsuchern unterhalten zu lassen. Unterhalten ist vielleicht doch die falsche Wortwahl, da "Die Oase der Zombies" eigentlich nur wenig unterhält. Der Plot, der sich ja eventuell noch etwas interessant anhört, sticht durch Nichtssagen hervor, dass durch ewig lang gezogene Szenen hervorgerufen wird, in denen so gut wie nichts passiert. Hier und da gibt es zwar mal Erklärungsversuche, um das Ganze etwas interessanter zu gestallten, die meiste Zeit sind aber irgendwelche Bilder zu sehen, die die Geschichte nur künstlich aufblähen.

Man könnte jetzt meinen, dass, wenn der Film an sich schon nicht sonderlich unterhaltsam ist, wenigstens der Trash-Gehalt stimmen müsste, um zumindest für ein klein wenig Unterhaltung zu sorgen. Dieses ist hier jedoch nur bedingt der Fall.

Wenn man zum Beispiel die schlechten Masken der Untoten sieht, muss man sich schon zusammenreißen um nicht lauthals loszulachen, aufgrund der billigen Machart können einem als Filmfan aber auch die Tränen in die Augen schießen. Auch die Dialoge haben dieses "ganz besondere" Niveau. Zusammen mit der "Unter-aller-Sau-Porno-Synchronisation" könnten sie einem durchaus den einen oder anderen Lacher entlocken. Im Gesamteindruck ist jedoch alles eher langweilig, weniger trashig oder gar witzig. Zudem wäre noch negativ zu erwähnen, dass Franco wieder auf sein altbewährtes Stilmittel, die Handkamera, zurückgegriffen hat. Ziemlich nervend und nicht gerade schonend für die Augen…

Und was gibt es Positives zu vermelden? Nun ja… zum einen wäre da die relativ kurze Lauflänge des Films. Zum Glück hat der Zuschauer nach nur knapp 80 Minuten alles überstanden. Des weiteren gibt es wirklich schöne Landschaftsaufnahmen von idyllischen nordafrikanischen Kleinstädten und der Oase. Diese Aufnahmen sind meist mit exotisch anmutender Musik gespickt, was wenigstens eine Wohltat für die Ohren ist. Das alles entschädigt aber nicht für einen durch und durch uninteressanten und völlig überflüssigen Film, der eigentlich nicht mehr als Zeitverschwendung ist – es sei den man ist absoluter Franco-Fan. Dann sollte man aber auch so sehr Fan sein, dass man sich die deutsche Synchronisation schenkt…

Bewertung

Splatter 1.gif
Spannung 1.gif
Story 1_5.gif
Ekelfaktor 2.gif
Atmosphäre 1_5.gif
Gesamt 1_5.gif

Ähnlicher Film:

In der Gewalt der Zombies

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Informationen

OT:Le Notti Erotiche die Morti Viventi

ca.103 Minuten

Italien 1980

Regie

  • Joe D’Amato
Darsteller

  • Laura Gemser
  • George Eastman
  • Dirce Funari
  • Mark Shanon
  • u.a.

In der Gewalt der Zombies

Story

Eine internationale Hotelkette will auf einer fast unbewohnten Insel eine große Hotelkette und ein Ferienparadies eröffnen. Der Architekt John Wilson soll die Insel erst einmal auskundschaften. Trotz Aberglaube und bösen Warnungen mietet der Architekt ein kleines Boot, mit dem er, seine neue Hotelbekanntschaft und Bootsverleiher Larry in Richtung Insel segeln. Bevor sie dort ankommen finden diverse Sexspielchen in der Kajüte statt.Jetzt beginnen die ersten unheimlichen Anzeichen : Merkwürdige Springfluten, ein Toter im Wasser, der sich dann doch als lebendig herausstellt und ein alter Mann mit einer jungen exotischen Schönheit (Laura Gemser). Auch diese beiden bitten die Besucher die Insel doch zu verlassen. Da man aber natürlich nicht auf das angebliche Geschwätz hört, müssen die beiden Inselbewohner zu anderen Mitteln greifen. Und so steigen alle Toten auf der Insel als Zombies aus den Gräbern. Der Architekt wird in der einzigen erstzunehmenden Splatterszene kastriert und anschließend angefressen, die anderen beiden können nach einem kurzen Kampf fliehen.

Kritik

folgt in Kürze

Bewertung

Splatter 1_5.gif
Spannung 1.gif
Story 1.gif
Ekelfaktor 3.gif
Atmosphäre 1.gif
Gesamt 1_5.gif

Ähnlicher Film:

Im Blutrausch der Zombies

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Informationen

OT:La Rebellion de las Muertas

ca.85 Minuten

Italien, Spanien 1972

Regie

  • Leon Klimovsky
Darsteller

  • Paul Naschy
  • Vic Winner
  • Mirta Miller
  • u.a.

Im Blutrausch der Zombies

Story

Die junge Engländerin Elvira wird seit einem Indienaufenthalt von schlimmen Alpträumen heimgesucht. Sie leidet natürlich unter diesen mysteriösen Träumen und will sich von einem bekannten Guru namens Krishna helfen lassen. Elvira denkt das die Träume ihre Ursprünge in dem asiatischen Land haben und das ihr wohl nur dort geholfen werden kann.

Gegen den Willen ihres Freundes bittet sie Krishna, ihr zu helfen und der willigt freundlicherweise ein. Doch während der Therapie passieren merkwürdige Sachen. Immer wieder tauchen seltsame Zombies auf, die in Elviras Bekanntenkreis herummorden. Die Polizei verdächtig natürlich als erstes den indischen Heiler, da der immer wieder mit schmerzenden Selbstzüchtigungen auf sich aufmerksam macht. Allerdings verliebt sich Elvira in den Guru und macht trotz der Rückschläge Fortschritte. Elvira erfährt, bei den immer intimer werdenden Sitzungen, das ihre Alpträume tatsächlich aus der Zeit stammen, als sie in Indien lebte.

Allerdings geht das Morden ohne Pause weiter. Ein maskierter Mann dringt in Leichensäle ein um die dort liegenden Leichen zu reaktivieren. Bald wird Elvira selbst an der Reihe sein, um den Löffel abzugeben, aber dies gilt es zu verhindern. Doch die Frage, wer dieser Maskierte ist, steht immer noch offen. Ist es ihr geliebter Guru oder kommt noch jemand anders in Frage?

Kritik

Wie sich wahrscheinlich schon an der Geschichte erkennen lässt, ist „Im Blutrausch der Zombies“ einer dieser Zombiefilme, die kein Mensch braucht. Wer sich im Subgenre etwas auskennt und von Zombies hört, der denkt wohl als erstes an die Ausnahmefilme von George A. Romero. Aber leider gibt es zwischen den alten Schätzchen und diesem Werk keinerlei Parallelen, allerdings muss man diesem Film eingestehen das er ganze sechs Jahre vor „Zombie – Dawn of the Dead“ erschien.

Die Story ist wirklich blöd und an den Haaren herbeigezogen. Da wohl auch eine Menge Kleingeld fehlte, wurde „Im Blutrausch der Zombies“ auch nicht sonderlich gut umgesetzt. Die Effekte sind schlecht und auch nicht sonderlich häufig vertreten, sodass die langweilige Story nicht mal durch eine ordentliche Portion Splatter aufgewertet wird. Abgelenkt wird man lediglich von der nervtötenden Filmmusik und der lächerlichen Zombiemasken.

Der einzige Lichtblick soll Paul Naschy sein, der aus vielen Horrorproduktionen der früheren Jahren bekannt wurde. Soll sage ich weil ich das nicht ganz nachvollziehen kann was einige Schreiben und das sogar auf der Rückseite des Astro-Tapes steht. Naschy spielt meiner Meinung nach wirklich nicht überragend sondern durchschnittlich, wie die übrigen Schauspieler auch. Naschy hat in „Im Blutrausch der Zombies“ drei Rollen, die alle unterschiedlich sind, mich aber doch irgendwie an seine Rolle in „Im Blutrausch des Satans“ erinnert, den ich seit einiger Zeit auf DVD besitze. Ob als Guru, der Bruder des Guru oder in Traumsequenzen der Teufel, Naschy spielt irgendwie wie Naschy …

Also mir hat der Film nicht wirklich gefallen, ich habe allerdings schon schlechtere gesehen und die Asto-Tapes machen sich immer ganz gut in meiner Sammlung. Daher kann ich diesen Film auch nur denen empfehlen, die alle Zombiefilme gesehen haben wollen oder denen, die diese umstrittenen blauen Kassetten der Firma Astro Sammeln.

Im übrigen gibt es auch noch eine DVD, ebenfalls von Astro, die etwas länger dauert. Allerdings sollen die zusätzlichen Szenen nur Nacktaufnahmen beinhalten und bei der Qualität des Film spar ich mir die lieber. Wer weiß? Vielleicht gibt es ja ein paar nackte Zombies zu sehen…

Bewertung

Splatter 2.gif
Spannung 2.gif
Story 1_5.gif
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Gesamt 2.gif

Ähnlicher Film:

  • Im Blutrausch des Satans

Hexenhaus – Blut für die Zombies

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OT:Dead Dudes In The House

ca. 95 Minuten

USA 1991

Regie

  • James Riffel
Darsteller

  • Douglas Gibson
  • Victor Verhaeghe
  • Sarah Newhouse
  • James Griffith
  • Naomi Kooker
  • u.a.

Hexenhaus - Blut für die Zombies

Story

Frohen Mutes machen sich sechs Teenager auf, ihrem Freund Mark bei der Renovierung eines gerade gekauften heruntergekommenen Landhauses zu helfen. Bei der Ankunft stolpern sie im Garten über einen Grabstein. Der Draufgänger und Hobbyhandwerker Bob ("Hey, wisst Ihr nicht, dass die Werkzeuge des Zimmermanns Hammer, Nägel und Bier sind?") hat natürlich nichts besseres zu tun als das Denkmal zu zerstören. Ein verhängnisvoller Fehler. Kurz nachdem die Gruppe das Haus betritt, geschehen merkwürdige Dinge. Fenster und Türen scheinen wie von Geisterhand verbarrikadiert zu sein. Eine alte unheimliche Frau wandelt durch das Haus. Diese hatte einst im Blutrausch ihren Nachbarn ermordet und war kurz darauf gestorben. Wenig erbaut über die Ruhestörung verwandelt sie einen Teenager nach dem anderen in blutrünstige dämonische Wesen. Es gibt kein Entrinnen aus dem HEXENHAUS…

Kritik

Die Firma TROMA macht ja schon seit jeher keinen Hehl daraus, sich für ihre Produktionen ziemlich dreist bekannter Vorlagen zu bedienen, um deren Themen dann in unvergleichbar trashiger Weise nach eigenen Vorstellungen neu umzusetzen. Die Resultate sind neben ernsthaften Beiträgen, wie dem unglaublich harten Vietnam-Veteranen-Drama "Combat Shock", in der Vielzahl rasante (Horror-) Komödien mit oftmals enormen Splattergehalt. Bekanntestes Kind der "Schmiede des trashigen Geschmacks" ist sicherlich der inzwischen schon mit drei Filmen vertretene verstrahlte Hausmeister "Toxic Avenger", kurz "Toxie". Bei ihren Ankündigungen ist TROMA mit augenzwinkerndem Humor auch nicht gerade bescheiden. So heißt es auf dem Cover / im Trailer des gorigen Kriegsspektakels "Troma’s War": "Gegen DIESEN Film wirkt Rambo wie Lassie…" Dem 1991 erschienenen HEXENHAUS ist schon nach kurzer Zeit anzusehen, an welchem großen Original er sich anlehnt. Ein einsames Haus / Hütte im Wald, ein paar unbedarfte Teenies, ein Fluch, Dämonen, Blut… Na? Klingelt’s? Richtig: Da war doch mal ein Film namens "Tanz der Teufel", der eine ähnliche Konstellation besaß… Nun läßt sich Hexenhaus als Semi-Amateurproduktion qualitativ nicht mit einem "Tanz der Teufel" vergleichen, schon gar nicht degradiert er jenes Meisterwerk zum "Ringelreigen der Glücksbärchis", allerdings macht er als Partyfilm (am besten als Abschluss einer langen Filmnacht, wenn die Aufmerksamkeit aufgrund Alkoholkonsums oder Müdigkeit allmählich etwas nachlässt) ähnlich viel Spaß wie das Original, vorausgesetzt, die eigenen Ansprüche sind wirklich nicht ZU hoch gesteckt. Von der Handlung her bietet Hexenhaus nun wirklich absolut nichts neues. Auch die unterschiedlichen Charaktere können 1 zu 1 in jedem zweitklassigen Teeniehorror angetroffen werden. Das Drehbuch (wahrscheinlich von Toxie persönlich mit seinem blutigen Wischmob hingeschmiert) weist eklatante logische Fehler und hanebüchene Ideen auf. Dass die Schauspieler auch nicht gerade als Hamlet-Darsteller die großen Theater der Welt füllen können, dürfte bei TROMA ebenfalls klar sein. Die deutsche Synchronisation trägt natürlich ihr übriges dazu bei, dass der Film Nicht-Vorgewarnten Normalsehern die Augen in Propellergeschwindigkeit verdrehen lassen dürfte. Recht witzig ist allerdings Victor Verhaeghe als Bob. Mit verwegenem Piratenkopftuch gibt er den vorlauten Proll, der alles können will, aber nichts schafft und die unbekannte alte Oma mal eben mit einem "Wenn sie nicht aufhört zu glotzen, werde ich hingehen und ihr eine knallen" begrüßt. Irgendwie erinnert er dabei ein wenig an den jungen Eric Idle von Monty Python… Die blutigen Spezialeffekte bei den Mordsequenzen sind wirklich gut gelungen und weisen in ihrer Härte Parallelen zu Tromas "Rabid Grannies" auf, zudem sind sie in der deutschen Fassung ungeschnitten. Leider sind jedoch die Masken ähnlich wie bei besagtem Großmütter-Splatter auch hier nicht gerade das Gelbe vom Ei. Über aufgeklebte Narben bei den wiederbelebten Opfern kann man noch getrost hinweg sehen. Warum allerdings die teeniekillende Großmutter von einem Mann (nämlich dem "Mark"- Darsteller Douglas Gibson) gespielt wird und mit umgeschnallten Getreidekissen-Buckel und Plastikmaske aussieht, wie ein zu groß gewachsener Leprechaun, bleibt wohl ein Geheimnis von TROMA. Vielleicht eine Art künstlerische Note der Firma? Warum nun, fällt der Film trotz besagter Mängel nicht vollends durch? Tja, dass mag wohl eines der Mysterien der TROMABILIA sein. TROMA schafft es nämlich einmal mehr, mit minimalistischer Qualität 95 Minuten amüsant zu unterhalten. Hexenhaus besitzt den Charme der frühen 80er Jahre mit ihrer Welle von splättrigen Teenie-Schnellschüssen. Anspruchslos, aber kurzweilig. Ideal für "mal eben zwischendurch". Splatter without any great matter… Fazit: TROMA- Horror in altbewährter Manier: Altbekannte Story, flache Charaktere, dafür aber umso tiefere Blutlachen… Ein Partyfilm für die Splatterfraktion!!

Bewertung

Splatter 5.gif
Spannung 3_5.gif
Story 3.gif
Ekelfaktor 5.gif
Atmosphäre 4.gif
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Ähnlicher Film:

Friedhof der Zombies

0

Informationen

OT:Cementerio del terror

ca.86 Minuten

Mexiko 1985

Regie

  • Rubén Galindo Jr.
Darsteller

  • Hugo Stiglitz
  • Usi Velasco
  • Erika Buenfil
  • Edna Bolkan
  • u.a.

Friedhof der Zombies

Story

Dr. Cardan (Hugo Stiglitz) träumt eines Nachts, dass der gefährliche Serienmörder Devlon (José Gómez Parcero) wieder zuschlägt und erneut seinem blutigen Handwerk nachgeht. Praktisch gesehen ist dies jedoch gar nicht möglich, da Devlon vor einiger Zeit gestorben ist. Dennoch ist Dr. Cardan alarmiert und möchte sofort eine Verbrennung der Leiche Devlon’s veranlassen.

Derweil haben sechs Jugendliche, drei Jungs und drei Mädchen, die bahnbrechende Idee, eine Party in einem abgeschiedenen und leerstehenden Haus in der nähe eines Friedhofs zu feiern. Die Mädels sind von dieser Idee natürlich ganz und gar nicht begeistert, doch da es der männlichen Geleitschaft ohnehin nur um Sex geht, sind die Herren von dieser Idee nicht abzubringen. Um die Stimmung allerdings noch etwas in Fahrt zu bringen, beschließen die Jugendlichen kurzerhand, auf dem Friedhof eine schwarze Messe inklusive Satansbeschwörung abzuhalten. Passend dazu findet sich in dem Haus, in dem sie sich niedergelassen haben, ein kleines schwarzes Buch, und eine Leiche ist ebenso schnell aufgetrieben. Natürlich haben die Jugendlichen keine Ahnung, dass die Leiche, die sie da gestohlen haben, die des toten Devlon ist, und dass sie ihn durch die Sprüche in dem Buch geradewegs wieder zum Leben erwecken.

Während kurz darauf einer nach dem anderen von dem wiederauferstandenen Zombie getötet wird, begeben sich zu der gleichen Zeit noch sechs Kinder auf den Friedhof, da am selben Tag zufälligerweise Halloween ist. Plötzlich steigen duzende verweste Zombies aus ihren Gräbern und starten eine gnadenlose Jagd auf die Kinder…

Kritik

Was bitte soll man von einem Film halten, der in Deutschland unter drei, beinahe identischen, Titeln unterwegs ist? Da hätten wir "Friedhof des Satans", "Friedhof der Zombies" und "Friedhof des Teufels". Entweder dies liegt an einem äußerst unentschlossenen Verleiher, oder eben doch einfach an der Tatsache, dass das Werk den 80ern entstammt, einer Zeit, in der es innerhalb des Genres noch anders ablief als heute. Diese mexikanische Produktion wurde von dem recht unbekannten Regisseur Rubén Galindo Jr. ins Leben gerufen und tut genau das, was viele andere Genreproduktionen damals auch taten. Es klaut sich die bekanntesten Horror-Versatzstücke zusammen und präsentiert sie in unterdurschnittlicher B-Movie Manier.

Für all jene, die sich schon zu sehr an den heutigen Horror à la "The Hills Have Eyes" von Alexandre Aja oder "Saw" gewöhnt haben, ist "Friedhof der Zombies" nicht geeignet, wie die meisten dieser 80er-Machwerke. Damals war das Minimum für einen passablen Genrefilm eben noch anders angelegt als heute, zudem sollte eines in Betracht gezogen werden: Wer einen Film wie "Friedhof der Zombies" ersteht, der tut dies nicht in der Hoffnung auf einen schweißtreibenden und adrenalinkitzelnden Terrorfilm, sondern weil er auf den typischen Charme der 80er hofft: Dumme Teenager, Brüste und viele nett anzusehende Morde. Und obwohl "Friedhof der Zombies" von allem etwas bietet, will es ihm dennoch nicht gelingen zu überzeugen.

In der ersten Linie liegt dies sicherlich an der total an den Haaren herbeigezogenen Story. Horrorfilme waren ja noch nie dafür bekannt, ein Quell des Tiefsinns zu sein, doch was einem bei dieser mexikanischen Produktion geboten wird, ist wirklich allerhand. Vielleicht war es ja vor 20 Jahren in Mode, dass man als Mann eine Leiche stehlen und eine schwarze Messe veranstalten musste, um sein Mädchen zu beeindrucken, anders kann ich mir diesen schwachsinnigen Prototyp einer Handlung wirklich nicht erklären. Dass es sich bei der gestohlenen Leiche natürlich ausgerechnet um die eines gefährlichen Serienmörders handeln muss, der daraufhin selbstverständlich wieder ins Leben zurückgerufen wird, ist abwegig in jeder Hinsicht und nur ein Aufhänger für ein paar blutige Szenen. So strohdoof wie hier sind selbst Zombiestreifen der 80er nur selten, doch das Erstaunliche dabei ist, dass "Friedhof der Zombies" sich anfangs selbst vom Trash distanziert.

Natürlich wird hier nicht alles todernst genommen, und dem Ganzen liegt zudem ein erhebliches Maß an unfreiwilligem Humor zugrunde, doch das Bestreben des Regisseurs, eine Art "Tanz der Teufel" Verschnitt erschaffen zu wollen, zeichnet sich stets ab. Dabei versucht Galindo, auf eine spannende und dunkle Atmosphäre zu setzen, was ihm dank des schlechten Drehbuchs und seiner mangelnden Regie-Erfahrung aber nicht gelingen wollte. Das Einzige, was einem von diesem Film lange in Erinnerung bleiben wird, ist, dass er über weite Strecken einfach sehr langweilig inszeniert wurde. Die schwarze Messe, das Eindringen in das Haus des Toten, das alles ist nicht gerade spektakulär erzählt und strotzt nur so von gähnend leeren Passagen. Selbst die Auferstehung Devlons und das Abschlachten der Teenager bereitet nur geringfügig Freude. Der Streifen kann mit einer netten, musikalischen Untermalung aufwarten, hat einige wenige Spannungsmomente, doch das war es dann auch schon wieder.

Richtig in Fahrt kommt "Friedhof der Zombies" erst in den letzten 20 Minuten, als die kleinen Kinder als Mutprobe auf den Friedhof gehen und sogleich von zahlreichen Zombies gejagt werden. Es ist eine fast schon trashige Pracht, zu sehen, wie plötzlich zahlreiche Untote aus seltsam grün-gelblich leuchtenden, Nebelschwaden entlassenen Särgen springen und den schreienden Kids langsam hinterher schlürfen. Es ist fast so, als würde der Film von 0 auf 100 von einer lahmen Gurke zu einem vergnüglichen Horrormovie mutieren. Während sich der Großteil des Films langweilig vor sich her quält, sind diese letzten 20 Minuten wieder eine kleine Rechtfertigung für den Kauf, auch wenn sie es nicht schaffen, den Streifen in eine höhere Bewertungsskala zu ziehen. Zugegeben: Zum Ende hin macht der Film immer mehr Spaß (seit wann lassen sich zum Beispiel Zombies mithilfe von Kreuzen vertreiben? Und wieso fürchten sich die Untoten vor einem kleinen Kreuz, das Dr. Cardan schützend in der Hand hält, haben aber keinerlei Furcht vor den duzenden kreuzförmigen Grabsteinen auf dem Friedhof?) Doch der beste Schluß kann einen Film nicht sehenswert machen, wenn man sich zuvor lediglich langweilt. Bis es endlich mal aufwärts geht, müssen wir dem Film dabei folgen, wie ein paar Jugendliche eine Leiche klauen, sie zum Leben erwecken und anschließend von ihr getötet werden. Diese Handlung nimmt den Großteil des Films ein und ist bis auf einige wenige Szenen nicht sehr spannend geraten. Gore-Effekte gibt es durchaus zu bewundern, doch nicht in derartigen Ausmaßen, dass sich ein Splatterfan "Friedhof der Zombies" auf der Stelle beschaffen müsste. Hier und da werden mal Gedärme herausgerissen, oder eine Axt findet zielsicher ihren Weg in einen menschlichen Schädel, aber alles in allem sind die wenigen, blutigen Szenen nicht nennenswert genug, als dass sie das Werk noch aufpeppen könnten.

Bis auf wenige Ausnahmen entsprechen die Schauspieler den typischen Horrorfilm-Teenagern, die nur Sex haben wollen, bis sie dann kreischend getötet werden. Dazu braucht es nicht viel Talent, über welches die zahlreichen Darsteller demzufolge auch nicht verfügen. Ebenso sind die Kinderschauspieler recht nervend, was insbesondere an ihren hohen, penetranten Synchronstimmen liegt. Einziger kleiner Lichtpunkt ist Hugo Stiglitz als Dr. Cardan, denn zumindest er verfügt noch über so etwas wie schauspielerisches Talent.

"Friedhof der Zombies" ist eine Genreproduktion aus den 80ern, die den hartgesottensten Horrorfans vielleicht noch gefallen könnte, die aber letztendlich viel zu langweilig daherkommt, als dass sie einen 90 Minuten lang gut unterhalten kann. Die Schauspieler sind gewohnt schlecht und die Story in diesem Fall schon so abwegig, dass es fast schon wehtut. Es gibt einige nette kleine Goreszenen zu bewundern, sowie ein spannendes Finale, doch das kann nicht über die vorangegangenen, langweiligen 70 Minuten hinwegtäuschen. Es gibt so viele andere gute Zombiestreifen, dass eigentlich nichts dafür spricht, sich dieses Werk zuzulegen.

Bewertung

Splatter 3.gif
Spannung 2.gif
Story 2.gif
Ekelfaktor 2_5.gif
Atmosphäre 3_5.gif
Gesamt 2.gif

Ähnlicher Film:

Dead And Deader – Invasion der Zombies

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Informationen

OT:Dead & Deader

ca. 85 Minuten

USA 2006

Regie

  • Patrick Dinhut
Darsteller

  • Dean Cain
  • Guy Torry
  • Susan Ward
  • Colleen Camp
  • u.a.

Dead And Deader - Invasion der Zombies

Story

Eine in Kambodscha stationierte Militäreinheit unter der Leitung von Lt. Quinn (Dean Cain) fällt dort einem seltsamen Virus zum Opfer, ihre Leichen werden anschließend nach Kalifornien überstellt. Dort staunt der Pathologe nicht schlecht, als Quinn auf dem Obduktionstisch plötzlich zu sprechen beginnt und trotz den Vitalfunktionen eines Toten überraschend lebendig scheint. Natürlich soll der Leutnant sofort diversen Tests unterzogen werden, doch das lässt Quinn, der seine gefallenen Kameraden wittert, nicht über sich ergehen. Auch diese sind zwischenzeitlich von den Toten auferstanden, allerdings ist ihr Zustand weit weniger beruhigend als der von Quinn, da sie sich mittlerweile zu Zombies verwandelt haben, denen der Sinn nach saftigem Menschenfleisch steht. Zusammen mit dem redseligen Koch Judson (Guy Torry) erledigt Quinn einige seiner untoten Kameraden und macht sich anschließend auf die Flucht vor der Polizei, die seiner Geschichte natürlich keinen Glauben schenken würde. Quinn’s Ziel ist es, alle seine ins Leben zurückgekehrten Kameraden aufzuspüren und zu vernichten, um so eine drohende Epidemie zu verhindern. Unterstützung erhalten er und Judson dabei noch von der Bardame Holly (Susan Ward), die sich bestens mit Horrorfilmen auskennt und daher weiß, wie mit den Zombies zu verfahren ist. Unglücklicherweise gerät das Trio alsbald in die Fänge des verrückten Arztes Dr. Scott (Peter Greene), der in dem Zombievirus den Schlüssel zum ewigen Leben wittert und an Quinn’s Resistenz gegen das Virus äußerst interessiert ist…

Kritik

Nachdem Zack Snyder’s "Dawn of the Dead" Remake das Zombie-Genre wieder salonfähig und dem Mainstream zugängig machte, sind die Untoten seitdem wieder gehäuft auf der großen Leinwand oder in der Videothek anzufinden. Egal ob Low-Budget, gehobenes B-Movie oder vom Altmeister George Romero persönlich, die verwesten Zombies finden langsam wieder Gefallen daran, ihre Gier nach Menschenfleisch vor laufenden Kameras zu stillen. Dass man sich dieser Thematik auch durchaus humoristisch annähern kann, bewies vor inzwischen 4 Jahren Edgar Wright’s mittlerweile zum Beinahe-Kult avancierte Komödie "Shaun of the Dead", welche die Untoten mal zum Ziel zahlreicher satirischer Seitenhiebe machte und zeigte, dass es selbst im Horror-Genre nicht immer todernst zugehen muss. "Dead and Deader" ist ein fürs TV gedrehtes B-Movie, das zwei Jahre nach Wright’s blutiger Persiflage in dessen Fußstapfen zu treten versuchte und dabei zwar nicht ganz erfolgreich war, im Endeffekt aber zumindest für Genre-Allesseher ein kleiner Leckerbissen darstellt. Wie immer ist die Story dabei allerdings das Letzte, auf das der geneigte Konsument sein Hauptaugenmerk richten sollte. Diese ist in diesem Fall mal wieder Platt wie eine Flunder und lediglich in ihrer Funktion vertreten, als Aufhänger für jede Menge Blut und Komik zu dienen. Vor allem letzteres ist in diesem Streifen reichlich vertreten und wird somit jene, die einen ernstzunehmenden Zombie-Film à la "Dawn of the Dead" sehen wollen, vor ernsthafte Probleme stellen. Auch, wenn der Beginn wie ein billiger B-Actioner anmutet, bei dem in allzu billiger Manier vor einem Kriegsschauplatz aus allen Rohren gefeuert wird, so erhält die Atmosphäre des Werkes mit dem Schauplatzwechsel in die Pathologie sofort einen immensen Umschwung. Der Zuschauer spürt förmlich, wie Regisseur Patrick Dinhut, der hiermit sein Debüt ablegte, ab diesem Zeitpunkt jedwede Ernsthaftigkeit fallen lässt. Ab dem ersten Aufeinandertreffen des Untoten Quinn und des "Quotenschwarzen" Judson mutiert "Dead and Deader" beinahe schon zu einer außergewöhnlichen Buddy-Komödie. Während reihenweise Zombies erledigt und Menschen gefressen werden, liefern sich die Beiden die hitzigsten Dialoge. Diese sind übrigens von den Drehbuchautoren Mark A. Altman und Steven Kriozere mit viel Hinsicht auf die Fans des Genres geschrieben worden. Beinahe in jedem zweiten Satz des Films ist irgendeine Anspielung auf diverse Filmklassiker zu hören. So lässt sich Quinn’s Vorgesetzter beispielsweise darüber aus, das dessen Geschichte mehr Lücken hätte als ein Film von Michael Bay, Holly stellt direkt einen umfassenden Vergleich zwischen dem Remake und dem Original von "Dawn of the Dead" an und zwei Lastwagenfahrer diskutieren ausgiebig, welcher Bond denn nun eigentlich der Beste war. Es hat jedoch noch weitere Gründe, weshalb "Dead and Deader" ohne viele Längen einfach gut unterhält. Der Film nimmt sich selbst nicht all zu ernst und serviert den Fans anspruchsloser Horror-Komik das, was sie sehen wollen. Leicht schräge Charaktere, dauerhaft etwas zum Schmunzeln und natürlich ausreichend Gore. Dieser ist hier noch sichtlich handmade, erfreulicherweise wurde auf störendes CGI verzichtet. Die Effekte entsprechen etwa dem Standard für einen solchen Streifen und warten mit Enthauptungen, diversen Amputationen und reichlich Fress-Szenen auf, was die Genre-Freaks definitiv zufrieden stellen wird. Vieles dürfte den Trash- und Horrorfreund nicht daran hindern, seinen Spaß an diesem Werk haben zu können, so lange die Erwartungen nicht zu hoch angesetzt werden. "Dead and Deader" unterhält einwandfrei, mehr aber auch nicht. Was einem hier geboten wird, ist nicht unbedingt ein Film, der danach noch wochenlang in Erinnerung bleiben wird, sondern der von seiner Kurzweiligkeit lebt und danach bald wieder vergessen wird. Gravierende Abstriche sind hier aber in keiner Hinsicht zu machen, selbst die Schauspieler agieren annehmbar. Am deutlichsten hervor treten dabei Guy Torry als Judson, der den Film durch seine lockere Art beinahe im Alleingang trägt, sowie Peter Greene als Mad Scientist. Vielen dürfte Greene noch als Zed aus "Pulp Fiction", oder ebenfalls als Bad Guy aus der Komödie "Die Maske" mit Jim Carrey in Erinnerung geblieben sein. Greene ist einer der Akteure, die durch ihre Präsenz sofort jede Szene vereinnahmen, was ihn für einen Film wie "Dead and Deader" beinahe schon überqualifiziert wirken lässt. "Dead and Deader" ist ein kurzweiliges Zombie-B-Movie, das sich selbst nicht all zu ernst nimmt und den Fans durch eine Menge Genre-Insider, einer gut portionierten Menge Blut und Gore, sowie super aufgelegten Darstellern durchaus gefallen dürfte. Bei der Handlung sind natürlich wieder einmal diverse Abstriche zu machen, doch wer das verkraften kann, wird hiervon 85 Minuten lang solide unterhalten werden. Die Story um den infizierten Leutnant, der zusammen mit einem sprücheklopfenden Koch und einer heißen Bardame durch die Gegend zieht, um andere Untote unschädlich zu machen hat zwar nicht das Zeug zum Hit, reicht für den kurzweiligen Spaß zwischendurch aber allemal aus.

Bewertung

Splatter 3_5.gif
Spannung 3.gif
Story 3.gif
Ekelfaktor 2.gif
Atmosphäre 3.gif
Gesamt 3_5.gif

Ähnlicher Film:

  • Masters of Horror: Homecoming