The Roost

Informationen

og_title OT: The Roost
origin_date
  • USA
  • 2005
duration ca. 80 Minuten
Regie Ti West
Darsteller Tom Noonan Karl Jacob Vanessa Horneff Sean Reid
Bildformat
  • 1:1
  • 85
Tonformat Deutsch Dolby Digital 2.0; 5.1 Englisch Dolby Digital 2.0
Sprachen
  • Deutsch
  • Englisch
Untertitel Deutsch
Ländercode code_2.jpg
Freigabe fsk_16.gif
The Roost

Story

Auf dem Weg zu einer Hochzeit entkommen vier Jugendliche nur knapp einem schweren Unfall. Unglück im Glück ist allerdings die Tatsache, dass ihr Wagen defekt ist und sie nicht mehr weiterkommen. Da es Nacht ist und sie an einem sehr abgelegenen Ort gestrandet sind, der offensichtlich nicht mehr von Autos frequentiert wird, machen sich die jungen Leute per pedes auf den Weg, um Hilfe zu holen. Nach langem Fußmarsch erreichen sie eine abgeschiedene Farm, auf der sie sich Hilfe erhoffen. Doch nach der ersten Freude kehrt schnell Ernüchterung ein: Seltsame Fledermäuse treiben hier ihr Unwesen. Die kleinen Säugetiere scheinen nicht nur angriffslustig, sondern auch sehr gefährlich zu sein, da jeder, der gebissen wird, eine grausame Umwandlung durchmacht und zur tödlichen Gefahr für andere wird…

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Kritik

Der ziemlich einfach gestrickte Tier-Horror-Film "The Roost" ist eine preiswert in den Kasten gebrachte Produktion, die in Sachen Story einige Schwächen aufweist. Beim Tier-Horror ist es ja gerade immer interessant, wie was manipuliert wurde oder welche Katastrophe dafür verantwortlich ist, dass Tiere plötzlich und unerwartet zu mordenden Bestien werden. In "The Roost" erfährt man nichts dergleichen. Der Betrachter wird vor vollendete Tatsachen gesetzt, was das Guckvergnügen deutlich senkt. Dazu kommt noch, dass die erste Hälfte des Films ziemlich ereignislos ist und zuviel über Uninteressantes geplaudert wird. Schlecht sind die ersten Minuten zwar nicht, als Horror-Fan erwartet man aber mehr. Gerade weil gleich zu Beginn eine dichte Horror-Atmosphäre aufgebaut wird und sich über die folgenden Minuten hält. Alles ist schön dunkel, unheimlich, sodass eine gute Grundlage zum Schaffen von Angst vorhanden ist. Diese Steilvorlage wird dann aber nicht angenommen. Die Protagonisten machen meist belangloses Zeug und man muss sich schon am Riemen reißen, um nicht auf den Gedanken zu kommen, vorzeitig abzuschalten. Denn was später kommt, kann sich für Freunde des B-Movies durchaus sehen lassen. Spontane Schockeffekte, deftige Bluteinlagen und spannende Passagen lassen "The Roost" dann doch noch zu einem gelungenen Horror-Schocker werden, wenn auch ein fader Beigeschmack bleibt. Hat man schon nicht erfahren, warum die Fledermäuse "anders" sind, erfährt man erst recht nichts von den Auswirkungen ihrer Bisse. Das ist schon sehr schwach von den Schreibern der Vorlage zum Film. Die preisgünstig gestalteten Spezialeffekte können sich durchaus sehen lassen. Man muss zwar schon die B-Movie Brille aufhaben, es gibt aber auch Effekte in großen Produktionen die wesentlich schlechter sind. Gut, dass das Ganze nicht trashig wirkt, da der Film schon versucht sich ernst zu nehmen und dem geneigten Betrachter ernsthafte Spannung vermitteln will. Die Darsteller spielen auf keinem sehr hohen Niveau, was allerdings auch nicht so wichtig ist. Sie sind meist Beiwerk und Mittel zum Zweck. Die Kameraführung kann ebenfalls nicht sonderlich positiv bewertet werden, da das Bild in vielen Einstellungen arg wackelt. Man kann zwar erkennen, dass sich Mühe gegeben wurde, doch die Professionalität und der Einfallsreichtum halten sich in Grenzen. Einen Einfall hatte Regisseur Ti West aber: Vor, während und zum Ende des Films wird einem der Film von einem seltsamen Moderator präsentiert, in einer Art Show. Was das Ganze allerdings soll, ob es witzig oder vielleicht sogar künstlerisch wertvoll gemeint ist, kann nur vermutet werden. Insgesamt betrachtet ist "The Roost" kein besonderer Film. Weder besonders gut noch besonders schlecht. Es ist sehr schade, dass man nichts über die Hintergründe der Tierangriffe erfährt. Hier kann man nur vermuten, dass die Macher entweder keine Idee hatten, ohne eine so dämliche, das man die dann nicht verwenden wollte. Freunde von kleinen Amateur-Produktionen dürfte der Film dennoch gefallen, da er relativ gut gemacht ist und über einige atmosphärische und spannende Momente verfügt. Anmerkung: Der Hauptfilm selbst hat von der FSK eine „FSK 16“-Freigabe bekommen.

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DVD

Die DVD präsentiert sich mit einem schlichten, aber dennoch atmosphärischen DVD-Menü, welches sehr gut zum Film passt. Eine Punkmusik sorgt während der Auswahl der Menüpunkte für eine lustige Unterhaltung. Der Ton des Films ist einwandfrei, dass Bild allerdings etwas unscharf. Dies liegt aber an der Verwendung vom 16mm Filmmaterial, was Regisseur Ti West als Stilmittel nutzt. Als Extras gibt es den Original-Trailer, interessante Produktionsnotizen in Textform, eine Bildergalerie und eine Trailer-Show des Labels.

Bewertung

Splatter 2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern_halb.gif2007_stern_schwarz.gif2007_stern_schwarz.gif2007_stern_schwarz.gif
Story 2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern_halb.gif2007_stern_schwarz.gif2007_stern_schwarz.gif2007_stern_schwarz.gif
Spannung 2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern_halb.gif2007_stern_schwarz.gif2007_stern_schwarz.gif
Ekelfaktor 2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern_schwarz.gif2007_stern_schwarz.gif2007_stern_schwarz.gif
Atmosphäre 2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern_halb.gif2007_stern_schwarz.gif
Ton 2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern_schwarz.gif
Bild 2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern_schwarz.gif
Extras 2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern_schwarz.gif2007_stern_schwarz.gif
Gesamt 2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern_halb.gif2007_stern_schwarz.gif2007_stern_schwarz.gif

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