|
Kapitän Shadduck ist der
einzige Mensch auf seinem Raumschiff, das Frachtgüter an entlegene Ziele
des Universums bringt. Der Flug läuft nach Plan, bis das Schiff plötzlich
auf eine Anomalie trifft, die das Leben des Kapitän nachhaltig verändern
soll. Er bekommt schlimme Alpträume, und der Raumkreuzer wird so sehr
beschädigt, dass Shadduck eine Notlandung programmieren muss, bevor er
bewusstlos zusammenbricht.
Er wacht Stunden später in der medizinischen Station eines
Gefangenenplaneten auf, wo er von einer hübschen Medizinerin behandelt
wird, in die er sich gleich verguckt. Allerdings weiß Shadduck nicht, dass
sich in seinem Inneren ein dämonischer Außerirdischer festgesetzt hat, der
sich alsbald in Form von ekelhaften Haut- und Körpertransformationen, sowie
einer geistigen Fehlsteuerung bemerkbar macht.
Shadduck wird somit zur unmittelbaren Gefahr für seine Umgebung. Vom
Planeten kann keiner fliehen, da es beim Arbeitsbetrieb unmöglich, ist ein
Raumschiff zu steuern… |
|
Dieser Mix aus
Science-Fiction- und Horrorschocker ist wohl nur etwas für hartgesottene
Trash-Liebhaber. Gleich zu Beginn merkt man, wo der Hase lang läuft: Kaum
hat man den Vorspann hinter sich gelassen, geht es gleich zur Sache. Eine
wilde Sexszene, mit einer großbrüstigen Frau, die eigentlich nicht auf dem
Raumschiff sein dürfte, da der Chef alleiniger Fluggast ist. Das macht dem
Mann aber nichts aus und so wird erst mal ein bisschen mit der Fremden
gepoppt. Hätte er dabei ab und zu mal ein Auge aufgemacht, hätte er
mitbekommen, wie sich die Optik der Dame verändert. Denn sie bekommt wilde
Pusteln im Gesicht, welches dann auch noch dämonische Formen annimmt.
Nach der Nummer darf sich Shadduck dann eigentlich nicht wundern, dass es
ihm schlecht geht, aber er schiebt alles auf die radioaktive Anomalie, die
er durchflogen hat. Genau so unlogisch nimmt der Plot dann seinen Lauf,
allerdings muss man zugeben, dass der Film einen recht guten
Unterhaltungswert hat, was bei den Bodensatz-Filmen des Science-Fiction- und
Horrorgenres ja nicht immer der Fall ist.
Auch die Optik wurde schon schlechter dargestellt. Die Umgebungen sind recht
glaubhaft installiert und die Spezialeffekte wissen durchweg zu gefallen. An
Schleim wird nicht gespart, an Blut allerdings schon – zumindest in der
deutschen Fassung. Es sind einige, ganz offensichtliche Schnitte zu
erkennen, die nur vermuten lassen, was die Macher für ein Können an den
Tag gelegt haben. Bei Filmen des VHS-Label EMPIRE ist es aber nichts
besonderes, auf geschnittene Filme zu treffen, und Kenner der Szene wissen
dies auch vor dem Betrachten.
Die Darsteller sind alles andere als talentiert und somit dürfte es auch
keinen verwundern, dass keiner richtig bekannt ist. Lediglich Lisa Langolis
(„Die Klasse von 1984“, „Night Eyes“) könnte einigen bekannt sein,
sie hält sich mit ihrem Können aber ebenso wie ihre Kollegen
zurück.
Insgesamt gesehen ist „Alien Transformations“ nicht unbedingt ein MUST
SEE MOVIE, und auch Trash-Fans werden das filmische Erlebnis bald vergessen,
da einem nichts Besonderes geboten wird. Der Streifen ist zwar relativ
unterhaltsam, zumindest im Bezug auf ähnliche Schmuddelstreifen, bietet
aber nichts, was andere Filme nicht bieten würden. Somit kann man das Tape
beruhigt im Schrank verstauben lassen, es sei denn die Langeweile treibt
einen in einen unterdurchschnittlichen Video-Abend… |