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Nach 10 Jahren Zuchthaus wird
der junge Werner Kniesek entlassen und der hat nur eines im Sinn: Er will
Frauen töten.
In seiner Heimatstadt, die ihm aufgrund der langen Abwesenheit fremd
geworden ist, versucht er einen Kontakt mit zwei jungen Damen zu
herzustellen, was ihm aber misslingt. Daraufhin setzt er sich in ein Taxi,
wo er die Fahrerin umbringen will, was die Frau aber verhindern kann und den
angehenden Mörder daraufhin zur Flucht zwingt. Verwirrt und ziellos läuft
er umher, bis er an ein abgelegenes Haus gelangt, dass ihm aufgrund der
Abgelegenheit als perfekter Schauplatz in Frage kommt.
Er bricht in das Haus ein, indem sich ein geistig sowie körperlich
behinderter Mann befindet, von dem offensichtlich keinerlei Gefahr ausgeht.
Der Killer sieht sich in seiner neuen Behausung um und bemerkt bald, wie die
Mutter und die Schwester des Behinderten heimkehren. Auf diesen Moment hat
der Killer gewartet und kann nun sein herbeigesehntes Massaker starten... |
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Nach
wahren Begebenheiten wurde im Jahre 1983 in Österreich ein erschreckend
guter Film in den Kasten gebracht, der den deutschen Filmmarkt nie erreichen
sollte. Regisseur Gerald Kargl hatte allen Grund zur Befürchtung, dass sein
Werk in Deutschland beschlagnahmt worden wäre. Zum Glück ändern sich die
Zeiten aber, und nun können sich auch Deutsche ein Bild von dem Film „Angst“
machen, das sich sicherlich nachhaltig in der Hirnrinde festsetzen
wird.
Erzählt wird eine wahre Geschichte, wie sie sich in Österreich zugetragen
hat. Die Namen der Beteiligten wurden allerdings geändert, wahrscheinlich
zum Schutz der Angehörigen. Ein psychopatischer Killer, der von Erwin Leder
(„Das Boot“, „Underworld“) perfekt gespielt wird, gelangt in
Freiheit und will - oder vielmehr muss - seinen perversen Gedanken freien
Lauf lassen, um körperliche und seelische Befriedigung zu erlangen. Seine
kranke Welt wird zum einen von dem hervorragenden Schauspielkünsten Erwin
Leders dokumentiert und zum anderen als „Voice-Over“, also einer im
Hintergrund sprechenden Stimme, verdeutlicht.
Dies hat eine dichte und verstörende Atmosphäre zur Folge, die durch
technische Soundeffekte, selten gesehene Kameraeinstellungen und hektische
Schnitte untermalt wird. Die Geschichte ist hart, ernst und lässt dem
Betrachter kaum eine Chance um durchzuatmen. Alles geht sehr schnell:
Haftentlassung, die Szene in der Bar, die Eroberung des Hauses und das
Massaker mit anschließender Ritualisierung der Taten. Allerdings gibt es
nur wenige, kleine Zeitsprünge, weswegen man den Eindruck gewinnt, den
Mörder in bester Big-Brother-Manier verfolgen zu können.
Der Film zeigt den Killer - und nur den Killer - im Vordergrund. Die
restlichen Darsteller wirken eher wie Statisten. Es ist nicht wie in vielen
anderen Filmen, wo die Polizei im Mittelpunkt des Geschehens steht, und
jeder mitfiebern darf, dass der Täter endlich gefasst wird. Hier wird viel
Wert darauf gelegt, die psychisch verstörte Seite des Werner Kniesek
darzustellen, was dem Film gut tut und ihn von vielen anderen absetzt.
„Angst“ ist hart, erbarmungslos, verstörend und sicherlich nichts für
zartbesaitete Leute. Wer allerdings Filme wie „Henry – Portrait Of A
Serial Killer“, „The Secret Life Of Jeffrey Dahmer“ oder auch „Last
House On The Left“ mag, dem ist mit diesem Österreichischen Genre-Beitrag
ein unerhofftes Geschenk in die Arme gefallen.
Vielen Dank hierfür an das DVD-Label Epix
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