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Ungefähr 200 Jahre
nach Ripley`s (Sigourney Weaver) tragischem Selbstmord auf dem
Gefängnisplaneten Fiorina 161 wird die schwarzhaarige Kämpfernatur von
einigen skrupellosen Wissenschaftlern, mitsamt dem Alien, das sich damals in
ihrer Brust befand, geklont. Dieses wird erfolgreich aus Ripley
herausgeschnitten, sie wiederum wird ebenfalls am Leben erhalten, da sich
die Gene des Aliens mittlerweile mit den ihren verbunden haben. Sowohl das
Alien, als auch Ripley erweisen sich als überaus lernfähig. Insbesondere
Ripley macht schnell erstaunliche Fortschritte: Nicht nur, dass sie schon
bald ihr Erinnerungsvermögen wieder zurück hat, auch ihre Kräfte haben
dank der Alien DNA erstaunlich zugenommen.
Kurz
darauf lassen sich die Wissenschaftler von einer handvoll Weltraumpiraten
unter der Führung des zwielichtigen Johner (Ron Perlman) einige mehr oder
weniger freiwillige Versuchspersonen einfliegen, in die sie neu gewonnene
Alien Embryos einnisten. Wie vorauszusehen ist, gehen diese Experimente
nicht sehr lange gut. Mithilfe ihrer Säure gelingt den Aliens die Flucht
aus ihren Käfigen. Nun muss sich Ripley mit Johner und seinen Leuten
zusammentun, um den schleimigen Biestern ein für allemal den Garaus zu
machen. Blöd nur, dass sie mittlerweile so etwas wie einen Mutterinstinkt
für die mörderischen Kreaturen entwickelt hat... |
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Nach dem von vielen
Kritikern zerrissenen "Alien 3" dauerte es gerade einmal 5 Jahre,
bis eine weitere Fortsetzung in den Startlöchern stand. Eigentlich war
Danny Boyle für den Part des Regiesseurs vorgesehen, doch nachdem dieser
ablehnte, entschied man sich für Jean-Pierre Jeunet, der zum Zeitpunkt der
Dreharbeiten beinahe kein Wort Englisch sprach. Dass der Franzose allerdings
schon einiges an Erfahrung in Sachen Film vorweisen kann, wird anhand seiner
früheren Arbeiten "Delicatessen" und "Die Stadt der
verlorenen Kinder" deutlich. Dass Jeunet im Horrorgenre allerdings
nicht gerade heimisch ist, merkt man dem Endresultat nur all zu deutlich an.
Das Disaster ist
zwar nun nicht derart gigantisch, dass aus der Wiedergeburt eine Totgeburt
wurde, doch den Vorgängern wird das Werk einfach nicht gerecht, welches an
allen Ecken & Enden auf die Unterhaltung eines Mainstreampublikums
abgerichtet ist. "Alien - Die Wiedergeburt" bezieht diese
Unterhaltung dabei einzig und allein aus seinen Effekten, die natürlich
weitaus größer angelegt sind, als es noch bei den Vorgängern der Fall
war. Alleine schon die Gage für Sigourney Weaver verschlang dabei mehr, als
das gesamte Budget des ersten Films. Etwa 70 Millionen Dollar standen
Jean-Pierre Jeunet zur Realisierung des vierten Alien Streifens zur
Verfügung, und die wurden leider zumeist in optisches Design und gute FX
gesteckt, so dass man völlig die anderen, für einen derartigen Film
ebenfalls wichtigen Aspekte aus den Augen verlor.
Sehr missfallen hat
mir dabei die Tatsache, dass "Alien - Die Wiedergeburt" bis auf
die geniale Unterwasserszene, sowie den Endkampf, jegliche Spannung
vermissen lässt. Zwar besteht durchaus der Wunsch, zu wissen, wie die
Geschichte endet, doch ein mitfiebern wollte sich zumindest bei mir nicht
einstellen. Vielleicht sind daran auch die Charaktere schuld, die, wie
bereits im dritten Teil, meistens sehr oberflächlich angepackt wurden und
somit kaum Grund zur Sympathie geben. Selbst Sigourney Weaver wurde nun
engültig zur Enttäuschung, indem sie als innerlich zerrissener Zwitter aus
Mensch & Alien durch die Szenen stakst. Dies noch garniert mit einer
dicken Prise Coolnes, sowie einigen neuen, körperlichen Fähigkeiten und
fertig ist die angeblich so toughe Hauptdarstellerin, die in Wahrheit aber
schon längst zum Nebendarsteller verkommen ist und mit der man sich leider
rein gar nicht mehr identifizieren kann. Auch Weaver's Schauspielerische
Anstrengungen hielten sich hierbei sehr in Grenzen, was man bis auf wenige
Ausnahmen von allen Darstellern sagen kann. Einzig und allein Winona Ryder
und der durch sein nicht gerade alltägliches äußeres hervorstechende Ron
Perlman wissen zu gefallen.
Mit 104 Minuten
wurde die Spielzeit sehr zurückgeschraubt, doch es ist immerhin noch genug,
um ein großes, inhaltloses Actionfeuerwerk zu entfachen, dem es aber
absolut an Story fehlt. Die Idee mit der geklonten Ripley, die nun
Alien-Gene in sich trägt, ist derart einfallslos und langweilig, dass es
fast schon schmerzt. Zur absoluten Witzparade wird das Ganze aber erst dann,
wenn wir Ripley's neues, außerirdisches Pendant sehen, eine Art Alien mit
der Schädelstruktur eines Menschen, mit dem Ripley sogar einige
Zärtlichkeiten austauschen darf. Wo ist da die simple, aber dennoch
effektive Geschichte eines "Aliens", der bei der wir noch alle
bereit waren, uns bedingungslos auf sie einzulassen? Selbiges ist hier
leider nicht so einfach möglich.
Nunja, positiv
bleibt zu erwähnen, dass "Alien - Die Wiedergeburt" durchaus den
einen oder anderen unterhaltsamen Moment hat, und mit der Unterwasserszene
sogar ein richtiges Highlight bieten kann. An den Effekten gibt es ebenso
nichts auszusetzen, sowohl splattertechnisch, als auch an der Inszenierung
der Aliens. Wieder einmal geht es sehr blutig und schleimig zur Sache, das
Auge des Zuschauers wird mit hübschen, toll ausgearbeiteten Bildern
verwöhnt.
Hier und da mal ein
Spannungsmoment, ab und an mal etwas Blut, sowie mehr als nur akzeptabel
aussehende Aliens, sehr viel mehr verbirgt sich allerdings nicht hinter dem
großen Namen "Alien - Die Wiedergeburt". Jean-Pierre Jeunet
hätte aus dem vorerst letzten Teil der Reihe einfach mehr machen müssen,
denn was wir hier im Endeffekt haben, ist typisches Popcornkino, dass bei
weitem nicht mehr an seine Vorgänger heranreicht. Zwar habe ich den 104
Minuten nicht unbedingt nachgetrauert, doch wenn man an die Qualität der
Vorgänger zurückdenkt, ist der Absturz nicht zu übersehen, selbst
"Alien 3" hatte da dank einer tollen Atmosphäre noch mehr zu
bieten.
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