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Ohne
Vorwarnung rafft ein tödliches Virus große Teile der Bevölkerung
dahin. Der Tod kommt schnell und schmerzhaft, ist aber nicht das
Ende für den Infizierten. Er muss als verrottender Untoter weiter
durch die Welt ziehen. Michael, Emma und Carl sind unter den
wenigen Überlebenden und versuchen vor den Untoten-Horden zu flüchten.
Die Zweckgemeinschaft zieht sich in eine abgelegene Hütte zurück.
Dort merken sie mit der Zeit, dass die Toten sich offenbar
weiterentwickeln. Je länger sie tot sind, desto lebendiger werden
sie... |
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Der
kanadische Filmbeitrag „Autumn Of The Living Dead“ läutet
eine neue Ära ein. Eine, wo Zombies keine Zombies mehr sind. Die
Billigproduktion wartet zwar mit einem Titel (zumindest in
Deutschland) auf, der auf einen Romero-Verschnitt hoffen lässt,
die Hoffnung wird beim Gucken aber recht fix im Keim erstickt. Das
große Problem des Films ist, dass von den Zombies so gut wie
keine Gefahr ausgeht. Was natürlich blöd ist. Die Überlebenden
haben kein Problem damit, mal durch eine Zombie-Ansammlung zu
gehen. Es reicht, die faulenden Kollegen einfach zur Seite zu
schubsen. Dies hat natürlich zur Folge, dass weder die Lebenden
noch die Toten ernsthaft angegriffen werden müssen und der
Zombie-Fan somit um alles das beraubt wird, warum er das Subgenre
mag.
Kein Gore, kein Splatter, keine Kopfschüsse, keine abgerissenen Körperteile,
keine Gedärme.... Diese Liste könnte man um all das vervollständigen,
was man in einschlägigen Filmen bereits zu Gesicht bekommen hat.
Somit kann „Autumn Of The Living Dead“ durchaus von sich
behaupten, anders zu sein. Vielleicht will der Streifen auch gar
kein Zombiefilm sein, da die Nennung „Zombie“ im Film auch gar
nicht vorkommt. Vielmehr versucht er sich, die
zwischenmenschlichen Beziehungen unserer Gruppe zu durchleuchten.
Die ist leider durchaus einschläfernd, da nichts interessantes
passieren will. Dies liegt sicherlich auch am Plot, der ebenso
aussagelose ist. Die Seuche kommt, die Gruppe flieht. Vielmehr
passiert nicht. Zwischendrin gibt es noch einen kleinen Abstecher,
wo Mr. Kung-Fu alias David Carradine („Frankensteins
Todes-Rennen“, „Kill Bill: Vol. 1“ u.v.a.) mitspielt. Diese
Szene lockert das Geschehen zwar etwas auf, reist aber natürlich
auch nichts mehr raus.
Noch problematischer wird es allerdings bei der Inszenierung.
Hierfür könnte Prinz Valium verantwortlich gewesen sein. Klar:
Der Film entstammt einen Buchvorlage und kommt dieser nahe. Aber
dennoch muss man sich für das guckende Publikum etwas überlegen,
damit es nicht in den Fernsehsesseln einschläft. Möglicherweise
ist die Charakterdarstellung im Buch interessanter und die Dialoge
besser zu verfolgen. Auf dem Bildschirm kann das aber niemanden
vom Hocker hauen.
Auch in Sachen Spannung und Atmosphäre kann man nicht viel
berichten. Für einen Endzeit-Film ist die Atmosphäre nicht dicht
und nicht verstörerisch genug. Es werden zwar ein paar nette,
kalte Bilder eingefangen, für einen guten Gesamteindruck ist das
aber viel zu wenig. Zudem sind die Kulissen nicht überzeugend. In
anderen Filmen mit ähnlicher Thematik hat man da schon viel
bessere Sachen gesehen. Ganz nett anzusehen sind allerdings die
Masken der verrottenden Virusverseuchten.
Die ausgelöste Apokalypse löst keine Überlebensangst aus.
Vielmehr wird der Verlust der Lebenden betrauert. Denn das die
Protagonisten überleben scheint sicher. Die umherlaufenden Toten
werden nämlich nicht durch ihre Fleischeslust angetrieben,
sondern nur durch laute Geräusche. Warum auch immer. Von Momenten
der spannenden Art bleibt man somit verschont. Was die Haltekraft
der Augenlider nicht wirklich unterstützt.
Die unbekannte, aber recht solide agierende Schauspielcrew sorgt
auch für keine Aufreger. David Carradines Auftritt kann, wie
bereits erwähnt, zwar für etwas Abwechslung sorgen, die dann
aber auch schnell wieder in der Ereignislosigkeit auflöst.
Dem geneigten Betrachter sollte klar sein, dass die Verfilmung von
„Herbst“ alles andere ist als ein Zombie-Film in bekannter
Manier. Diese Untoten schonen ihr Gebiss und haben nur Bock auf
laute Geräusche. Das ist zwar durchaus mal etwas anderes, da die
Inszenierung aber auch nicht zu gefallen weiß und Spannung sowie
Atmosphäre zu wenig ausgeprägt sind, ist „Autumn Of The Living
Dead“ ein Film, den man eventuell doch lieber im DVD-Regal
stehen lassen sollte. Zumal er mit 105 Minuten auch recht lang
geworden ist. Es sei denn, man fand das Buch zum Film gut und möchte
sich ein Bild von der Verfilmung machen. |