|
Duane ist ein junger Bursche,
der dadurch auffällt, dass er ewig einen Korb mit sich herumträgt. Er ist
in die Stadt gekommen, um irgendetwas zu erledigen, dass anfangs genauso
unbekannt ist, wie der Korbinhalt. Duane quartiert sich in einer
heruntergekommenen Pension ein, in der und deren Umgebung dann nach und nach
Morde geschehen...
Der eigentlich nette Duane gerät natürlich unter Mordverdacht, allerdings
zu unrecht. Denn in dem Korb befindet sich sein verkrüppelter
Zwillingsbruder, der vor einigen Jahren noch an seiner Seite hing. Die
beiden waren siamesische Zwillinge, bis sie gegen ihren Willen getrennt
wurden. Der missgestaltete Belial wurde eigentlich für nicht lebensfähig
gehalten, doch sein Bruder kümmerte sich nach der Trennung um ihn. Nun will
sich Belial, der in telepatischer Verbindung zu Duane steht, an allen
rächen, die bei der Trennung ein Wörtchen mitgeredet haben... |
|
„Basket Case“ ist ohne
Zweifel einer der absoluten Kultfilme des Horrorgenres. Das liegt zum einen
an dem besonders hohen Trashgehalt, der von kaum einem Film übertroffen
wird und zum anderen an den Splattereinlagen und den damit verbundenen
Fassungen. Es gibt nämlich nur eine VHS-Version, die ungeschnitten ist, die
Erstauflage von „All Video“, die aufgrund ihres Alters nur noch sehr
schwer zu bekommen und dementsprechend teuer ist. Eine neue Auflage von „Starlight“
ist cut erschienen und auch die meisten DVD-Versionen, die heutzutage im
Umlauf sind, sind der Zerstückelung zum Opfer gefallen. Neben der
ungeschnittenen Laserdisk von Astro gibt es nur noch die Silberscheibe von
„Legend Films“, die man in voller Länge bewundern darf.
Was man dann zu Gesicht bekommt, wird viele „normale“ Filmfreunde
sicherlich erschrecken. Die Story ist schnell erzählt und ist trotz des „körp(er)lichen“
Geheimnis schnell zu durchschauen, die Schauspieler sind in Wirklichkeit
keine und die Animationen... ja... die sind ohne Frage das Aushängeschild
des Films. Einige sind nämlich so schlecht, dass man beim Betrachten
unweigerlich einen Lachkrampf bekommt! Sie sind zwar leider nicht sehr oft
vertreten, doch wenn man diese Stop-Motion Bilder sieht, wird dem Film jede
Ernsthaftigkeit geraubt (Eine Beschreibung der Bilder ist sinnlos, da man
sie durch Worte sicherlich nicht beschreiben kann!!). Von daher kann man
eigentlich nichts ernst nehmen, auch wenn der Film einen sozialkritischen
Unterton mit sich bringt. Es wird deutlich gemacht, dass man nicht einfach
über andere Menschen entscheiden darf und das es nicht immer gut ist das zu
tun, was man für richtig hält. Denn die anderthalb Protagonisten wären
wohl am liebsten zusammen geblieben, sonst würden sie den Rachefeldzug
sicherlich nicht starten.
Aber wie gesagt... richtig ernst nehmen kann man gar nichts und daher sind
die Schnitte in einigen deutschen Fassungen wohl übertrieben. Die
Splatterszenen sind nicht wirklich schlimm und beschränken sich meist
darauf, dass das „Fladenbrot mit Armen“ (So kann man den kleinen Belial
wohl am besten beschreiben) sich an seinen Opfern vergeht und sie mit einem
blutigen Gesicht zurücklässt. Es wird zwar gemordet, doch gibt es
wesentlich schlimmere Gewaltdarstellungen, die wohl auch mehr Schrecken und
Entsetzen verbreitet haben. Schrecken oder Entsetzen gibt es in „Basket
Case“ gar nicht, ebenso wenig gibt es Spannung oder eine ernstzunehmende
Atmosphäre. Es wirkt zwar alles etwas dunkel und trostlos, aber diese
Szenen sind, wie erwähnt, unglaubwürdig, was solch eine Stimmung
natürlich restlos zerstört.
Alles in allem ist dieser C-Movie in der Gesamtbetrachtung ein
unfreiwilliges Meisterwerk, das mit nicht gewolltem Humor glänzt. Fans des
Horrorgenre sollten diesen ungewöhnlichen Streifen auf jeden Fall gesehen
haben! |