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Alice und Davide
sind ein ganz besonderes Liebespaar. Sie locken Leute in ihr abgeschieden
liegendes Landhaus um sie zu foltern und zu töten. Dabei sind sie auf der
Suche. Die Suche nach dem Besonderen. Bislang konnten sie es nicht finden,
doch ein neues Opfer scheint es zu haben.
Das Leben der
beiden Suchenden ist seit frühster Kindheit von Gewalt geprägt. Die
Erinnerung zwingt sie immer wieder, sich mit ihren Gewalttaten auseinander
zusetzten. Dabei hilft ihnen eine Videokamera, die bei den Folterungen stets
mitläuft.
Das von Sex und
Gewalt kontrollierte Leben von Alice und Dave gerät zusehends aus den
Fugen. Die Lust, Menschen leiden zu lassen, scheint nicht abzuklingen. Und
ihr neustes Opfer, der stigmatisierte Mirco, sorgt auch nicht für eine
Beruhigung in ihrem Leben. Jede Verletzung die Mirco zugefügt wird, bekommt
auch Davide zu spüren… |
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Der neuste
Filmbeitrag des italienischen Nachwuchsregisseurs Ivan Zuccon ähnelt
stilistisch seinen Vorgängern „The Darkness Beyond“, „Armee des
Jenseits“ (Beide 2000) und „Shunned House“ (2003). Man merkt Zuccon
deutlich an, dass er in die Fußstapfen der großen Regisseure seines
Heimatlandes treten will und Potential ist bei ihm sicherlich vorhanden.
Allerdings ist es ein weiter Weg bis in die Spitzenriege und Zuccon hat noch
einige Schritte zu machen.
Denn auch sein
vierter Film ist geprägt von offensichtlichen finanziellen Engpässen. Das
Bild und die Effekte lassen dies schon erahnen. Sicherlich hat sich Zuccon
viel Mühe gegeben, einen anständigen B-Movie zu machen, doch er muss mal
zusehen, dass er endlich eine vernünftige Kamera bekommt und bei den
Spezialeffekten zulegt. Letztere sind es ja nun mal, die selbst C- oder
B-Movies aufwerten und somit für einen positiven Gesamteindruck sorgen.
Aber Zuccon lässt das blutige Geschehen lieber im Off passieren.
Beim Aufbau der
Atmosphäre hat sich der Jungregisseur durchaus ins Zeug gelegt und was
Anständiges auf die Beine gebracht. Behilflich ist ihm dabei sicherlich
auch das Haus, in dem 95% des Geschehens abspielt. Eine gut gewählte
Kulisse, die das Budget sicherlich nicht allzu sehr belastet haben dürfte.
Die wiedergegebene
Geschichte ist dagegen alles andere als „billig“. Sie ist vielschichtig,
verwirrend und wirkt leicht verstörend. Allerdings ist hier zu bemängeln,
dass die Verwirrung meist überhand nimmt und die ultraschnellen Schnitte
nicht unbedingt zu einer Verdichtung des Materials führen. Der Rote Faden
ist zwar deutlich zu erkennen, es gibt aber viel zu viele Abweichungen im
Verlauf. Dennoch ist es besser auf ein umfangreiches Skript zurückzugreifen
als eine 0815 Story zu präsentieren, wie es ja in vielen Filmen dieser
Kategorie der Fall ist. Und des Weiteren lässt Zuccon erkennen, dass er auf
den Spuren von Argento, Fulci & Co wandelt, was die Fans dieser
Regisseure sicherlich erfreuen wird.
Aufgepeppt wird die
Story noch mit Sex und Gewalt, was ja auch ein beliebtes Stilmittel im
B-Movie ist. Die Härte ist unverkennbar, aber, wie bereits erwähnt, spielt
sich zu viel im Off ab. An andere Terror-Filme wie „Mondo Brutale“ oder
auch „Savage Island“ kommt „Bad Brains“ somit nicht mal ansatzweise
heran. Die Erotikszenen sind aber als gelungen zu betrachten, was sicherlich
an den nett anzuschauenden Protagonisten liegt. Und, man soll es kaum
glauben, Emanuele Cerman (als Davide), Valeria Sannino (Alice) und Matteo
Tosi (Mirco) sehen nicht nur gut aus, sie machen ihre Arbeit sogar relativ
gut.
Das reicht aber nicht, um unterm Strich von einem wirklich guten Filmbeitrag
reden zu können. In „Bad Brains“ steckt viel Potential, dass Regisseur
Zuccon aber nicht komplett abrufen konnte. Aber, da kann man sich sicher
sein, er wird weiter an sich arbeiten. |