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Auf der ganzen Erde greifen Vögel
Menschen an. Die Informationspolitik funktioniert aber nicht
wirklich, sodass von der globalen Bedrohung nichts mitbekommen
wird. Reporterin Vanessa versucht dies mit ihrem Freund, der
Kameramann ist, zu ändern. Hatte sie zuvor nur bedeutungslose
Jobs, kann sie nun die Welt warnen und fährt daher mit Sack und
Pack zu den einzelnen Angriffsorten.
Sie besucht die verschiedensten Städte auf der ganzen Erde und
dokumentiert die Angriffe der Vögel. Eines Tages bekommt sie mit
Kameramann Peter einen Tauben-Angriff in Spanien mit. Gemeinsam
mit anderen Bewohnern flüchten sie in einen Zug, um den Attacken
zu entgehen. Doch dies gelingt nicht ganz. Die Killer-Vögel
belagern die Bahn und bringen das Leben des Reporter-Teams und
zahlreichen Zuginsassen in ernsthafte Gefahr... |
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Tauben.
Für viele Stadtbewohner eine Bedrohung der Sauberkeit ihrer
Innenstadt. Doch als blutrünstige Bestien hat man sie noch nie
gesehen. Stehen sie doch normalerweise in der Nahrungsliste recht
weit unten und ernähren sich durch Körner anstatt Blut und
Fleisch. Regisseur René Cardona Jr. („Tintorera!
Meeresungeheuer greifen an“) sieht dies allerdings etwas
anders. Zugegebenermaßen hat er nicht nur Tauben für seinen
Vogel-Horror rekrutiert, diese bilden allerdings den Hauptteil des
Angriffs von oben.
„Birds
Of Prey“ kann und muss zur Gattung der Trash-Filme gezählt
werden. Nicht weil er schonungslos schlecht gemacht ist, sondern
weil die Thematik, selbst für einen Horror-Streifen, ziemlich
abstrus ist. Die Aufnahme in die Trash Collection des Labels
CMV-Laservision ist daher nur logisch.
Der Film dümpelt so ein bisschen vor sich hin, kommt ohne große
Höhepunkte aus, ist dabei aber nicht langweilig. Gerade weil schöne
Bilder aufgenommen werden und der Handlungsort sehr oft wechselt.
Eine klare Linie ist im Handlungsstrang nicht zu erkennen. Nur das
es Angriffe gibt und ein Reporterteam diese dokumentiert. Dafür
gibt es aber rund um die Story nette und weniger nette Sachen zu
betrachten. Allen voran, im positiven Sinn, die sehenswerten
Landschaftsaufnahmen aus aller Welt. Ob die Gegend um den Machu
Pichu in Peru, Städte in Spanien oder Rom. Alles kann optisch überzeugen.
Ab und zu gibt es auch Bilder, die offensichtlich irgendwelchen
Tier-Dokumentationen entspringen. Witzigerweise wurden diese mit
bedrohlichen Tönen beschalt, sodass von ihnen eine gewisse Gefahr
ausgeht respektive ausgehen soll. Wirklich sehr witzig.
Weniger witzig und vor allem nicht besonders nett sind kleine
Tier-Snuff Einlagen. Es gibt beispielsweise Tontaubenschießen
ohne Ton... Und die Angriffe der Tauben sehen auch nicht gerade so
aus, als ob das Federvieh freiwillig riskante Flugmanöver
unternimmt. Wie die Verantwortlichen das hinbekommen haben, will
man wahrscheinlich gar nicht wissen.
Aber dafür rächen sich die Vögel ja. Zumindest filmtechnisch.
Viel Splatter gibt es dabei allerdings nicht zu betrachten. Die
Flattermänner haben es vornehmlich auf die Augen der Menschen
abgesehen, was zu Verlusten und argen Blutungen führt. Mehr
braucht der Splatter-Fan hier aber nicht erwarten. Aber das ist ja
auch irgendwie nicht verwunderlich, da nur die wenigsten Vögel Äxte,
Kettensägen oder dergleichen schwingen können...
Ein manches Mal wird es in „Birds Of Prey“ auch schön trashig.
Wenn man Sätze wie beispielsweise: „Die weiße Taube –
Zeichen des Friedens – Hat den Menschen den Krieg erklärt.“
über sich ergehen lassen darf, kommt man um ein Kopfschütteln
mit hochgezogenen Mundwinkeln nicht herum.
Aber es geht leider nicht immer witzig und abwechslungsreich zur
Sache. Gerade das Ende zieht sich wie ein Kaugummi. Die Spannung hält
sich in bescheidenen Grenzen und das Geschehen will kein rechtes
Ende finden. Dummerweise werden hier auch nicht wenige Szenen in
Zeitlupe wiedergegeben, was das Langgezogene nur noch länger
zieht. Das sorgt natürlich für klare Abzüge in der B-Note, was
den bis dahin guten Gesamteindruck etwas schmälert.
„Birds Of
Prey“ bleibt aber dennoch ein Film, den man sich als
Tier-Horror- und auch als Trash-Fan sehr gut zu Gemüte führen
kann. Hier wird etwas nicht alltägliches durchaus
abwechslungsreich wiedergegeben. Mit der dazugehörigen Prise
Trash und einigen schönen Elementen, sollte einem ungewöhnlichen
Guckvergnügen nichts im Wege stehen. |