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Ein
malerischer, verlassener Strand irgendwo in Mexiko. Hierhin verschlägt es
den Surfer Tyler und seine Freunde, die die Gelegenheit nutzen, um zu feiern
und sich in die Fluten zu stürzen. Tyler ruft sogleich seinen Bruder Colin
(Kaiwi Lyman) an, um ihm diese Entdeckung mitzuteilen. Dieser lässt sich
nicht zweimal bitten, trommelt seine Freunde Javier (Jon Ada), Rose (Joleigh
Fioreavanti), Ashley (Michelle Borth) und Lucky (Alex Feldman) zusammen und
macht sich auf zu seinem Bruder, um in geselliger und feuchtfröhlicher
Runde Spaß zu haben. Als Colin und seine Freunde nach einer langen und
stressigen Autofahrt an dem Stand ankommen, sehen sie, dass Tyler nicht
gelogen hat.
Der abgeschiedene Strand und die meterhohen Wellen versprechen eine
unterhaltsame Zeit, doch blöderweise fehlt von Tyler und seinen Freunden
jede Spur. Zuerst machen sich Colin und die anderen darüber noch keine
großen Gedanken und machen erst einmal das Beste aus den ihnen gebotenen
Gelegenheiten. Als sie aber die zurückgelassenen Autos von Colin's Bruder
und seinen Freunden finden, wird ihnen klar, dass irgend etwas passiert sein
muss. Zu spät erfahren die jungen Leute kurz darauf von einem
Einheimischen, dass der Strand mit einem schrecklichen Fluch belegt sein
soll. Es dauert nicht lange, bis dieser gnadenlos seine Opfer fordert... |
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Bei aller
Freundlichkeit zum B-Movie Sektor kann man von den heutigen Low-Budget
Filmern, die es sich in regelmäßigen Abständen zur Aufgabe machen, das
Horrorgenre um einen lebenswichtigen Beitrag erweitern zu wollen, sicherlich
nicht behaupten, dass sie sich derzeit auf einem innovativen Höhepunkt
befinden. Wirft man einen Blick auf die derzeitigen Produktionen aus der
Billigfilmecke, verliert man anhand so vieler Einfallslosigkeit und den
immer gleichen Storys schnell die Übersicht. Auch "Blood Waves"
macht kein Geheimnis daraus, dass er sich aus den üblichen Zutaten
zusammensetzt. Eine Gruppe junger Leute fährt an einen abgelegenen Ort und
zieht dort das Böse auf sich, was darin endet, dass sie nun nach und nach
dezimiert werden. Wer sich auch nach dem zwanzigsten Film dieser Machart
noch über eine flache Handlung aufregt, der sollte seinen
Erwartungshorizont lieber etwas verändern und stattdessen auf einen
annehmbaren Unterhaltungswert hoffen, da man den Film, bei der Hoffnung auf
eine neuartige Handlung, ansonsten sehr schnell resignierend wieder aus dem
Player nehmen würde.
Ian McCrudden, der ansonsten schon Streifen wie "Anita O'Day: The Life
of a Jazz Singer", "Mr. Smith Gets a Hustler" oder
"Trailer: The Movie" inszenierte, war bei "Blood Waves"
nicht nur für die Regie, sondern auch für das Drehbuch, den Schnitt, die
Kamera und das Casting verantwortlich. Daran sieht man sehr gut, was eine
einzelne Person alles falsch machen kann, was schon bei der Story beginnt.
Diese sollte an dieser Stelle aber nicht mehr kritisiert werden als nötig,
da das Genre
letztens im Allgemeinen auch nicht gerade mit frischen Ideen glänzte, seien
es nun B-Movies oder Hollywoodschocker. Etwas dürftig ist es dennoch, was
einem hier aufgetischt wird. Eine Konstellation aus fünf stereotypen
Jugendlichen fährt an einen abgeschiedenen Strand, tut das, was
Film-Teenies immer tun, bemerken das etwas nicht mit rechten Dingen zugeht
und werden schlussendlich gekillt. Nothing
more to see here. Wirklich interessant ist
aber die Tatsache, dass es McCrudden bis zu einem gewissen Zeitpunkt
tatsächlich geschafft hat, dieses Nichts einer Handlung halbwegs spannend
in Szene zu setzen.
Das Obskure und wirre an der Sache ist aber, dass "Blood Waves",
bzw. "Trespassers" immer nur dann für ein wohliges Unwohlsein
sorgen kann, wenn gar nichts passiert. Über die ersten 45 Minuten wird man
Zeuge des typischen Balzverhaltens junger Hollywoodjugendlicher, es wird
geflirtet, eingecremt, sich hin und wieder mal nackig gemacht und jede Menge
Scheiß geredet. Sprich, man bekommt all das zu sehen, was eigentlich nicht
in einen Horrorfilm gehört, sich aber irgendwann mal in das Genre
geschlichen hat und nun fest darin verankert ist. Noch wartet man
sehnsüchtig darauf, dass endlich jemand den Löffel abgeben darf und das
große Sterben endlich beginnt, unwissend, dass man bereits jetzt am
Highlight des Films angelangt ist. Beinahe punktgenau nach einer
Dreiviertelstunde lässt Ian McCrudden endlich zombieartige Wesen auf die
Jugendlichen los und hier offenbart sich dann leider auch das absolute
Unvermögen des Regisseurs, einen guten B-Horror in Szene zu setzen.
Die Hintergrundgeschichte, die einem dazu geliefert wird, ist noch recht
annehmbar und atmosphärisch. Angeblich soll ein gewisser Sektenführer
namens El Gringo seine Anhänger vor einigen Jahren an diesen Strand
geführt haben, um dort fernab der Zivilisation ein neues Leben aufzubauen.
Als das Essen allerdings knapp wurde, entführte der Gute kurzerhand ein
paar Kinder und servierte sie seinen Getreuen zum Frühstück. Als diese
davon Wind bekamen, waren sie allerdings ganz und gar nicht erfreut, rissen
ihrem Anführer die Augenlider heraus und vergruben ihn bis zum Kopf am
Strand, in Richtung zur Sonne, wo er dann elendig zu Grunde ging. Der
Rückblick auf diese Geschehnisse ist, obwohl natürlich billig inszeniert,
das Einzig atmosphärische in diesem Werk, der Angriff der Zombiewesen auf
die Jugendlichen ist dann erschreckender weise noch langweiliger als die
schleppenden, ersten 45 Minuten. Das nicht nur, weil das Set kaum
ausgeleuchtet war und sich das Geschehen beinahe in völliger Dunkelheit
abspielt, in der man nicht mehr all zu viel erkennen kann, sondern auch,
weil einem hier wohl die zahmsten ´Zombies' seit langem geboten werden.
Blutig wird es nie wirklich, wenn jemand stirbt dann immer sehr
unspektakulär. Eine halbe Stunde lang dauert die Flucht der Jugendlichen
vor den Untoten und irgendwann wünscht man sich sogar wieder in die erste
Hälfte des Films zurück. Der Schluss ist nämlich in jedweder Hinsicht
einfach nur dilettantisch. Die seltsamen Wesen sehen wie schlecht
geschminkte Billiglohnschauspieler aus, auf Blut darf man lange warten und
durch die Dunkelheit hat man Probleme, überhaupt etwas erkennen zu können.
Hin und wieder gibt es mal einen Kampf, dann dürfen die Teens wieder
flüchten und ganz selten beißt auch mal jemand ins Gras. Und als hätten
wir es nicht alle kommen sehen, überleben ausgerechnet diejenigen, auf die
man schon von Anfang an getippt hätte.
Nein, viel gibt es wirklich nicht, was an "Blood Waves" positiv
auffällt. Wenn eine viel zu lange Einleitung, in der man 45 Minuten lang
Zeuge der typischen Teenieklischees wird, plötzlich interessanter als der
eigentliche Horrorpart ist, dann stimmt irgendetwas ganz und gar nicht. In
der ersten Hälfte wurde wenigstens noch versucht, durch gelegentliche
Schauermomente so etwas wie Suspense aufzubauen, doch sobald dann die
billigen Untoten losgelassen werden, fällt alles in sich zusammen und
"Blood Waves" wird zu einem peinlichen, überflüssigen
Pseudo-Horrorstreifen, der seinem Publikum einfach überhaupt nichts bieten
kann. Dabei fallen wenigstens die Schauspieler nicht negativer als unbedingt
notwendig auf, denn obwohl sie die altbekannten Charaktere spielen müssen,
offenbaren sie zumindest noch so etwas wie ein Fünkchen Talent. Leider kann
aber auch das "Blood Waves" nicht mehr in höhere Bewertungsebenen
hieven.
"Blood Waves" dürfte wohl selbst für die hartgesottensten
B-Movie Liebhaber, die sich sonst alles ansehen, nicht mehr interessant
sein, da einem hier einfach nichts geboten wird. Nach 45 einführenden
Minuten, die auf einen halbwegs annehmbaren Horrorfilm schließen lassen,
präsentiert Ian McCrudden seinem Publikum den wohl langweiligsten
B-Horrorfilm seit langem, der vor allem durch mangelnde Ausleuchtung,
fehlende Splattereffekte und absolut keine Highlights auf sich aufmerksam
macht. Die Schauspieler überzeugen durchaus in ihren Parts und gravierende
Einschlafgefahr herrscht hier dank vielen sexuellen Anzüglichkeiten auch
nie, das muss man "Blood Waves" zugestehen, dennoch darf man
dieses Werk von seiner Must See Liste streichen. Die Einzigen, die wohl
wirklich Spaß mit dem Werk haben werden, zumindest 2-3 Minuten lang, sind
Surffans, die von ein paar wenigen, dafür aber schönen Surfszenen bei
Laune gehalten werden. |