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Der brutale Verbrecher Heinz Klett ist wegen
zahlreicher Delikte inhaftiert, ihm gelingt aber die Flucht aus der
Haftanstalt, bei der ihm zwei Komplizen unterstützen. Kaum auf freien Fuß,
beabsichtigt er einen Raubüberfall zu verüben, der dem mittlerweile
Gesuchten finanzielle Freiheit bescheren soll.
Zusammen mit Luigi, seinem besten Kumpel, soll
der Überfall durchgeführt werden, doch der Plan gerät in Gefahr als
Luigis Freundin Heidi und bald darauf Heidis Bruder Christian, der
desertiert ist, von dem bevorstehenden Gewaltverbrechen erfahren. Doch die
vier unterschiedlichen Menschen planen nach einigen Diskussionen, dass
Dingen gemeinsam durchzuziehen und machen alsbald Pläne, um die benötigten
Waffen zu besorgen. Hierbei ist Christian eine große Hilfe, da er die
Fahrpläne der Militärtransporte kennt.
Doch bereits bei der Beschaffung der Waffen
kommt es zu den ersten brutalen Übergriffen und auch den ersten Toten. Dies
ist allerdings erst die Spitze des Eisbergs, da der Banküberfall nicht wie
geplant verläuft und Klett & Co in der Deutschen Finanzbank Geiseln
nehmen müssen. Klett scheint nun nicht mehr Herr seiner Sinne zu sein und
wird von Minute zu Minute brutaler, was seine Geiseln zu spüren bekommen.
Im Verlauf kommen immer wieder brutale Steigerungen und ein Ende des „Blutigen
Freitag“ ist noch lange nicht in Sicht... |
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„Blutiger Freitag“ ist ein deutscher
Krimi-Beitrag aus dem Jahre 1972 und reiht sich in eine Riege von Filmen
ein, welche die damalige terroristische Bedrohung und die damit verbundenen
Gewaltverbrechen widerspiegelten. Meist war die Messlatte für das Niveau
nicht hoch angesetzt und man durfte in vielen Fällen von Exploitation
sprechen, doch „Blutiger Freitag“ ist da etwas anders. Sicherlich bietet
seine Thematik nicht viel Spielraum für Experimente, da das Geschehen doch
sehr logisch und nachvollziehbar ist und in den seltensten Fällen für
Überraschungen sorg. Durch das Mitwirken verschiedener Verbrecher, die sich
letztendlich zusammenschließen um dem Kapitalismus eine Scheibe
abzuschneiden, lockert der Erzählfluss aber ein wenig auf und dem Film wird
etwas Tiefe verliehen, was ihn so wirklich interessant macht.
Man leidet förmlich mit den Protagonisten
mit, oder halt nicht, denn sie geben eine eindeutige politische Richtung
vor, die dem weltoffenen Bürger sicherlich gefallen mag und dem
konservativen Betrachter wohl weniger. So gesehen wird also nicht klar
definiert wer gut und wer böse ist, auch wenn die Hauptfigur, Heinz Klett,
als Terroranführer ein übler Zeitgenosse ist, der nicht mit Brutalitäten
spart. Diese Szenen sorgen allerdings für die nötige Spannung, da keiner
der Mitwirkenden sich seiner Haut sicher sein kann; nicht einmal seine
Komplizen.
Das solch eine Situation eine Eskalation der
Lage vorprogrammiert ist daher nur logisch und wird im Film zur Hauptszene,
in der es dann letztlich weniger um Profit oder eine gerechtere
Geldverteilung geht, sondern ums nackte Überlen.
Auch wenn ein hoher Stellenwert auf das
politische Klima der 70er Jahre gelegt wird, sucht man vergebens nach einer
bodenständigen Gesellschaftskritik, wodurch automatisch das Wort
Exploitation wieder auf den Tisch kommt. Dies ist aber zweitrangig, da „Blutiger
Freitag“ einfach nur Spaß macht und ein guter Unterhaltungsfilm ist.
Neben der Spannung steht vor allem die Atmosphäre im Mittelpunkt, die den
Charme der 70er Jahre ungefiltert in die Kamera bringt. Auch die Darsteller
gehören zu den positiven Aspekten des Films, die eindeutig überwiegen und
ihn zu einem rundum gelungenen deutschen Filmvergnügen machen, was ja bei
Produktionen aus unserem Land nicht oft der Fall ist. Vielleicht liegt es
aber auch daran, dass unsere italienischen Freunde ein wenig ausgeholfen
haben, was man unweigerlich an der ein oder anderen Action-Einlage sieht,
die vor allem in Schiessereien und Prügelgefechten oft sehr hart
ausgefallen sind. Allerdings sind diese Szenen nicht so hart, dass eine
höhere Einstufung als das FSK 16, dass der Film in der letzten Auflage von
Astro bekommen hat, gerechtfertigt wäre. „Blutiger Freitag“ ist zudem
von Bavaria und VMP (jeweils ohne FSK Überprüfung) auf Video
erschienen.
Alles
in allem ist „Blutiger Freitag“ ein wirklich guter Film, der Spaß macht
und einen an die Zeit von Baader-Meinhof erinnert, die ja nicht nur negative
Seiten hatte. |