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Ganz in der Nähe
des kleinen Örtchens Riverdale findet ein junges Paar ein seltsames,
metallenes Objekt, das aus der Erde ragt und entfernt an ein Raumschiff
erinnert. Schnell ist der undefinierbare Körper im Mittelpunkt des
Interesses der Anwohner, sowie unzähliger Reportern und Wissenschaftler.
Eine genaue Erklärung für den Ursprung des vermeintlichen Raumschiffes hat
allerdings niemand, man vermutet, dass es sich aus dem Erdinneren nach oben
gebohrt hat. In der Zwischenzeit verhalten sich einige ortsansässige
Stadtoberhäupter immer seltsamer. Als der Bürgermeister schließlich dem
Wahnsinn verfällt und sogar von der Polizei erschossen werden muss, ist
spätestens klar, dass ein Zusammenhang mit dem unerklärlichen Objekt
besteht.
Die
Lösung ist schnell gefunden. Verantwortlich für das abnorme Verhalten von
immer mehr Menschen sind kleine, pelzige, insektenartige Monster, die sich
im Genick ihrer Opfer festsetzen und von dort aus deren Gehirne übernehmen.
Nach und nach werden immer mehr Menschen zu verstandslosen Zombies, die sich
dem Willen der Kreaturen untergeben und die noch normalen Leute in Riverdale
angreifen. Die jedoch lassen sich all das nicht gefallen und versuchen, sich
gegen die Parasiten zu wehren... |
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"The Brain
Eaters" lief damals zusammen mit "Die Rache der schwarzen
Spinne" (Originaltitel: "Earth vs the Spider") als
Double-Feature in den amerikanischen Kinos, kann allerdings leider nicht an
dessen Klasse heranreichen. Wer weiß, vielleicht ist das darauf
zurückzuführen, dass hier mit Bruno VeSota jemand Regie führte, den man
sonst eigentlich eher vor der Kamera stehend kannte. VeSota war seinerzeit
ein bekannter Schauspieler aus zahlreichen B-Movies, Monsterfilmchen und
sonstigen Trashgurken und hat auch einige Male mit Roger Corman
zusammengearbeitet, welcher für "The Brain Eaters" wiederum als
Produzent tätig war. Vier Jahre zuvor versuchte sich VeSota mit dem Krimi
"Female Jungle" an seinem ersten Spielfilm, wechselte danach aber
in das Genre
über, das ihm selbst bestens bekannt war. Eigentlich sollte man ja davon
ausgehen können, dass jemand, der selbst schon in zahlreichen Monsterfilmen
als Schauspieler tätig war, selbst einen guten Genrevertreter auf die Beine
stellen kann, doch hier war das leider nicht der Fall.
"The Brain
Eaters" entstand in einer Zeit, in der Filme wie "It Came from
Outer Space", " Invaders from Mars" und "Invasion of the
Body Snatchers" gerade sehr populär waren. So muss man um das
Hauptanliegen von Bruno VeSota nicht lange rätseln, es ging ihm schlicht
darum, auch noch ein Stück vom Kuchen abhaben zu können. Dass ihm sein
Beitrag zur Sci-Fi Welle dabei inhaltlich absolut egal war, sieht man dem
Endprodukt leider nur all zu leicht an.
Die Story orientert
sich an dem Roman "The Puppet Masters" von Robert Heinlein, der
die Macher des Films sogar verklagte, weil er dem Projekt nicht sein Jawort
gegeben hatte. Durch diesen Streit wurde der Streifen dann auch aus dem Kino
genommen und erst wieder in den 60ern im Fernsehen gezeigt. Um aber auf den
Punkt zu kommen: Dass die Geschichte in gedruckter Form funktioniert, kann
ich mir gut vorstellen, aber wieso gerade "The Puppet Masters"
für eine Verfilmung herhalten musste, will sich mir nicht erschließen. Wo
es einem bei einem Roman nämlich noch freisteht, die Monstren in seiner
Fantasie entstehen zu lassen, ist einem dies bei einer Verfilmung nicht mehr
möglich, wo wir auch schon bei einem gravierenden Problem des Films wären:
Die Monster, die die Kontrolle über die Menschen in Riverdale übernehmen,
gehen bestenfalls als knuddelige Plüschtierchen durch und dürften wohl
niemandem einen ernsthaften Schrecken einjagen. Wenn VeSota also hiermit
einen Horrorfilm inszenieren wollte, ist ihm das aufgrund der peinlichen
"Brain Eaters" mehr als misslungen.
Auch auf allen
weiteren Ebenen ist der Streifen nicht gerade ein Knaller. Die Schauspieler
konnten mich absolut nicht dazu begeistern, mit den Bewohnern der Stadt
mitzufiebern, es war mir vielmehr komplett egal, wer denn als nächstes ein
Opfer der Knuddelmonster wird. Eine Zumutung sind die schauspielerischen
Leistungen zwar auch nicht, doch dass mir keines der Gesichter länger als
30 Minuten in Erinnerung blieb, spricht für sich. Erwähnenswert ist
allerdings der Kurzauftritt von Leonard Nimoy gegen Ende des Films, der
vielleicht den "Hardcore Enterprise Freaks" noch einen Grund
bietet, sich diesen Film anzutun.
Für bewundernswert
erachte ich zwar die sehr kurze Laufzeit von nur einer Stunde, doch
andererseits verspricht selbst die kürzeste Spielzeit keine völlig von
Langeweile befreite Unterhaltung,
wenn der Film öde und höhepunktslose vor sich hinplätschert. Dies ist
hier der Fall. So leid es mir tut, einen derartigen Film verreißen zu
müssen, doch ich konnte dem Streifen absolut nichts abgewinnen. Durch die
eher süßen als unheimlichen Monster will sich keine Spannung einstellen,
und durch die irgendwie zusammenhangslos erzählte Geschichte geht schnell
das Interesse am Film verloren. Atmosphäre besitzt "The Brain
Eaters" leider auch in keinster Weise. Während andere Science-Fiction
Trasher dieser Art wenigstens noch gut die Paranoia rüberbringen, die die
Bewohner der betroffenen Stadt befällt, ist dies hier völlig
nebensächlich. Die 60 Minuten ziehen sich erschreckend zäh in die Länge
und wollen irgendwie nicht enden. Da habe ich schon Filme gesehen, die knapp
drei Stunden liefen und irgendwie schneller wieder zuende waren als
"The Brain Eaters".
Eine Mischung aus
Monster und Science-Fiction Film, den man sich, bei aller Liebe zu American
International Pictures, nach Möglichkeit sparen sollte. "The Brain
Eaters" kommt mit Wesen daher, die eher putzig als furchteinflößend
sind und bietet keinerlei Szenen, an die man sich noch länger erinnern
würde. Bruno VeSota lieferte einen für die damalige Zeit absolut typischen
und trotz seiner geringen Laufzeit langweilen Schinken ab, der vielleicht
funktionieren könnte, wenn die Charaktere sympathischer, die Monster
furchteinflößender und die Handlung nachvollziehbarer wäre, doch so
bleibt letztendlich nur vergeudetes Geld und ein großes Ärgernis.
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