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Eine
handvoll Jugendlicher will in einer abgeschiedenen Waldhütte mal
so richtig auf den Putz hauen. Sie wollen ihren Abschluss feiern
und tierisch einen draufmachen. Was die Ex-Studenten nicht wissen,
ist das die Umgebung um ihre Hütte verseucht ist. Dort grassiert
ein Virus, der mit seinem Wirt schreckliches anstellt. Und wie es
so kommen muss: Der fleischfressende Virus tritt in Kontakt mit
den Feiernden und vermiest deren Party mal so richtig... |
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Eli
Roth, seines Zeichens Regisseur der populären Filme „Hostel“
(2005) und „Hostel 2“ (2007) hatte vor seiner
Torture-Porn-Karriere schon anderen Blödsinn im Kopf. Nämlich
da, als er das Regiezepter zum Film „Cabin Fever“ schwang.
Genau im Jahre 2002. „Cabin Fever“ ist alles andere als ein
gewöhnlicher Horror-Film. Nicht weil er so besonders gut geworden
ist, sondern weil er wirklich ekelig daherkommt und mit einigen
lustigen Szenen garniert wurde.
Dabei ist die Handlung jetzt nicht zwingen ungewöhnlich oder
spektakulär. Ein paar junge Leute gehen in den Wald, um dort getötet
zu werden. Diesmal aber nicht von einem maskierten Killer oder
degenerierten Rednecks, sondern von einem fleischfressenden Virus.
Kling doch nett. Oder nicht?
Nett ist das Gezeigte auf jeden Fall. Zu Beginn denkt man zwar
noch, sich eventuell in einem meisterhaften Streifen zu befinden,
da die erste halbe Stunde wirklich stark ist, dieser Eindruck legt
sich nach Ablauf des ersten Drittels aber. Allerdings ohne das der
Film mal richtig schlecht oder öde wird. Er kann nur das hohe
Anfangsniveau nicht ganz halten. Dies kann man als Betrachter aber
locker verkraften. Am besten mit ein paar Kumpeln, ein paar
Flaschen Bier und Chips. Obwohl man letztere ruhig weglassen kann,
da einem aufgrund einiger Szenen der Hunger eh fix vergeht.
Ekel wird in „Cabin Fever“ nämlich groß geschrieben. Gleich
zu Beginn darf man das feststellen. Als jemand seinen Köter füttern
will, der aber das Futter verweigert. Auch eine Damenrasur, bei
der Herren ja nicht ungern zusehen, gerät zum Ekel-Alptraum. In
Sachen Splatter wird allerdings nur auf Sparflamme gekocht. Es
gibt zwar die ein oder andere Szene, richtig ins Detail geht es
aber nicht.
Optisch bekommt man dafür aber etwas anderes geboten. Ne, obwohl
auch eine Menge Sex im Film vorkommt, sind die Darsteller nicht
gerade Augenweiden. Und spielen kann auch keiner so richtig.
Immerhin halten sich die unbekannten Darsteller aber so gut, dass
man keinen von ihnen verfluchen muss. Die Vorzüge der Optik
liegen eher in der schönen Umgebung. Redneck-Land mit einigen
Rednecks, die aber keine wirklich schlimmen Zeitgenossen sind.
Aber der Wald, in Herbstgewand gehüllt, kann sich sehen lassen.
So entsteht auch einiges an Atmosphäre. Die Horror-Atmosphäre
ist zwar nicht sehr intensiv, dafür gibt es aber eine Wohlfühlatmosphäre.
Zumindest dann, wenn man sich nicht mal wieder ekeln muss. Bei der
Spannung verhält es sich ähnlich. Es ist zwar ab und an mal
spannend, es gibt auch einige sehr schockierende Schockeffekte,
herausragend spannend ist der Streifen aber nicht.
„Cabin
Fever“ will nicht mehr als ein überdrehter, leicht
schwarzhumoriger Partyfilm sein und das ist der dann schließlich
auch geworden. Man kann sich schocken lassen, ekeln, sieht nette
Sachen und kann ein kurzweiliges Geschehen beobachten. Für die
Ohren gibt es neben frechen und durchaus lustigen Sprüchen immer
wieder nette Klänge. Mal
Hardrock, mal Country. Völlig
in Ordnung. Wie auch der Gesamteindruck. |