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Die 11jährige Alex wird
Zeugin, wie ihre Mutter umgebracht wird. Diese hatte sich mit einem Mann
eingelassen, der als Clown verkleidet auf dem Jahrmarkt arbeitet, aber
offensichtlich gar nicht mal so nett ist, wie er aussieht...
20 Jahre später wird Alex von schlimmen Alpträumen und schrecklichen
Visionen heimgesucht, die sich im weitesten Sinne mit der damaligen Tat und
der Verhaftung des Mörders, durch ihre Aussage, beschäftigen. Alex ist
natürlich nicht sonderlich glücklich über diesen Zustand und hat arge
Probleme ihr tägliches Leben normal über die Bühne zu bringen. Eine
große Hilfe sind ihr dabei ihre „kleine“ Schwester und ein Freund, mit
denen sie zusammen in der Bar arbeitet, die ihrer Mutter früher mal
gehörte.
Als Alex mit ihrem Auto unterwegs ist taucht plötzlich im Rückspiegel der
Mörder ihrer Muter auf, der allerdings wieder gleich verschwindet, als sie
sich nach ihm umdreht. „War es wieder eine Vision?“ denkt sie sich. Doch
dann schnellen auch schon die Hände des Killers nach vorne, die sie
würgen. Alex zögert nicht lange und lenkt das Steuer ihres Wagens auf den
Fluss, in den sie dann gemeinsam reinrasen. Alex kann sich aus dem Auto
befreien, schwimmt zur Oberfläche um Luft zu schnappen und wacht dann
entgeistert in ihrer Badewanne auf...
Völlig geschockt wird ihr klar, dass sie was unternehmen muss, bevor die
Alpträume sie umbringen... |
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Wes Craven steht ja eigentlich
für atemberaubende Horrorqualität, aber leider ist der Streifen „Carnival
of Souls“ ein absoluter Fehltritt des Horrorfilmers. Zugegebenermaßen hat
er nicht Regie geführt und war nur ausführender Produzent, aber wenn Wes
die Finger in etwas drin hat, hat man seine eigenen Erwartungen, die aber
nicht im geringsten erfüllt werden.
Der Film hat das große Problem, dass er sich nicht in einer Zeit und einer
Realität aufhält sondern gerne mal von der Gegenwart in die Vergangenheit
springt und das sich reale mit fiktiven Geschehnissen so kombinieren, dass
man nicht mehr weiß wo man gerade ist und was jetzt eigentlich wirklich
passiert. Das drängt die eigentliche Handlung natürlich in den Hintergrund
und hat zur Folge, dass so gut wie keine vorhanden ist. Zwar weiß man ganz
genau, dass die junge Frau von dem Killer verfolgt wird, der wird aber kurze
Zeit später für tot erklärt.... Aber trotzdem taucht er andauernd wieder
auf. Zudem gibt es da ein (manchmal auch mehrere) Dämonen, der immer nur
kopfschüttelnder Weise vor der Kamera steht und weder Sinn noch Zweck hat.
Auch gibt es immer wieder Szenen, die in starker Verbindung mit Wasser
stehen, man aber keinen Schimmer hat, was das bedeuten soll. Das mit dem
Wasser kann man dann eventuell erklären, wenn man den Schluss gesehen hat,
richtig sicher ist man sich aber nicht.
Vielleicht ist das ganze Verwirrspiel daher entstanden, dass „Carnival of
Souls“ ein Remake des 1962 gedrehten Film „Tanz der toten Seelen“
(Carnival of Souls) ist, dies kann aber kaum beantwortet werden, da der Film
in Deutschland nie sonderlich bekannt war und somit auch nur von den
wenigsten gesehen wurde... (Nach meinem Wissen gibt es nicht mal eine Video-
oder DVD-Version, der Film lief nur auf Arte und PRO7)
Die einzelnen Szenen sind zwar, unabhängig voneinander, gut zu betrachten
und es kommt hier und da mal etwas Spannung und Horroratmosphäre auf, dass
bringt dem Film an sich aber rein gar nichts, da einfach zu wenig logische
Zusammenhänge vorhanden sind. Somit entsteht dann ein überproportionales
Aufkommen an Langeweile, dass auch von den Schauspielern nicht gelindert
wird. Zwar kann Bobbie Phillips ab und an mal Angstgefühle vermitteln, ihre
Rolle beschränkt sich aber eher darauf, gut auszusehen, was sie ohne Frage
sehr gut kann. Auch Larry Miller ist streckenweise der Killer abzunehmen,
doch für einen guten Gesamteindruck reicht das beim besten Willen nicht.
Zudem ist etwas merkwürdig, das die ungeschnittene VHS Version des „Highlight“
Label einen blauen FSK 16 Aufkleber trägt und die Laser Paradise DVD einen
roten, der vermittelt das dieser Film so gewalttätig sei, dass er nur etwas
für Erwachsene ist - Dem ist aber nicht so. Es gibt da zwar eine etwas
grausamere Szene, die ist aber nicht grausamer als Szenen, die heutzutage in
jedem dritten Film, der eine FSK 12 Einstufung hat, gezeigt werden.
Somit muss man zu dem Schluss kommen, dass dieser Film eine große
Enttäuschung ist, da er nur in wenigen, unabhängigen Szenen überzeugen
kann.
Ne... Herr Craven, da haben Sie ihren Namen für Schund hergegeben... |