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Die
telekinetisch begabte Carrie wächst unter der strengen Obhut ihrer
fanatisch-religiösen Mutter heran. Diese will sie vor jedwedem irdischen
"Schmutz" schützen und schottet Carrie von allem Weltlichen ab.
Mit psychischer und physischer Folter zwingt sie sie zum Glauben.
Auf diese Art völlig eingeschüchtert, ist das Mädchen als Außenseiterin
auf der Highschool den ständigen Hänseleien und Streichen ihrer
lebenslustigen Mitschülerinnen und Mitschüler, allen voran die
durchtriebene Sue Snell, hilflos ausgeliefert. Einzig ihre Sportlehrerin
Miss Collins nimmt sich ihrer Probleme an.
Die teuflischen Gemeinheiten der Schulkameraden gipfeln schließlich in
einer öffentlichen Demütigung Carries auf dem Abschlussball, auf den sich
das Mädchen so gefreut hatte.
Außer sich vor Scham, Enttäuschung und Wut nimmt Carrie mittels ihrer
Gedankenkraft grausame Rache an all ihren Peinigern... |
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"CARRIE" von Star-Regisseur Brian
DePalma (u.a. "DER TOD KOMMT ZWEIMAL" (USA, 1984)) ist neben
Stanley Kubrick's "SHINING" (USA, 1980) die wohl beste Adaption
eines Stephen King Romans.
Die Verfilmung eines der bekanntesten Werke Kings setzt weniger auf Action
und Splattereffekte, wie es z.B. die späteren filmischen Umsetzungen von
"FRIEDHOF DER KUSCHELTIERE" (Mary Lambert, USA, 1989)
"SCHLAFWANDLER" (Mick Garris, USA, 1992) oder "STARK"
(George A. Romero, USA, 1992) tun, sondern setzt seine Schwerpunkte auf die
religiösen und telekinetischen Motive. Das Ganze wird umrahmt von einer
unterhaltsamen Story im Highschool-Milieu undbedient viele Klischees
desselben (attraktive Cheerleader, Football-Boys, etc). Dem Publikum bietet
sich somit kurzweilige Unterhaltung mit mehr oder weniger tiefgründiger
Message. So werden insbesondere die Folgen religiösen Fanatismus von
christlicher Seite her aufgezeigt.
"CARRIE" präsentiert mit wohldosierten Effekten und einer
Spitzenbesetzung (u.a. Amy Irving und John Travolta in ihren ersten
tragenden Filmrollen) Horror auf höchst intelligentem Niveau.
Die grandios intensive Darstellung der Mutter durch Piper Laurie überzeugte
sogar den "Meister himself": So wählte DARIO ARGENTO sie aufgrund
eben dieser schauspielerischen Leistung als Protagonistin für seine Film
"AURA" aus (siehe: Moviestar Nr. 5, 1994).
Als besonders überragend muss allerdings die Leistung der jungen Sissy
Spacek gewürdigt werden.
Sie verkörpert zunächst das Mauerblümchen Carrie durchweg glaubwürdig
und verwandelt sich gegen Ende des Films zum blutüberströmten Racheengel,
erotisch und Furcht erregend zugleich.
Fazit: Genialster Stephen King - Horror. Ein
zeitloser Klassiker!!!!! |