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Die
Schwestern Karen und Alice sind ein höchst ungleiches Geschwisterpaar.
Während die ältere Karen das Vorzeigekind der Familie ist, scheint Alice
von Natur aus böse zu sein. Klar, dass das Verhältnis der beiden
untereinander nicht das Beste ist.
Als Karens Erstkommunion ins Haus steht, kommt es zur Katastrophe. Sie wird
kurz vor der Weihe ermordet. Alles deutet darauf hin, als ob ihre Schwester
den Mord begangen hat. Alice hat kein Alibi und aufgrund einiger böser
Taten in der Vergangenheit, liegt der Verdacht nahe, sie könnte ihre
Schwester zur Strecke gebracht haben. Auch die Tatsache, dass sie kurz vor
dem Mord mit dem Kommunionsschleier ihrer Schwester gesichtet wird, spricht
nicht gerade für sie.
In der Folgezeit kommt es zu weiteren Mordfällen im Dunstkreis von Alice.
Ein Angriffsopfer, das überlebt hat, sagt sogar aus, dass sie von Alice
attackiert wurde. Vermutlich. Denn sie hat eine zierliche Gestallt im
Regenmantel mit Maske gesehen. Die Bekleidungsstücke gehören eindeutig dem
jungen Mädchen. Doch Alice erzählt, dass ihre Tote Schwester für die
Überfälle verantwortlich ist. Ein Lügendetektortest zeigt, dass sie die
Wahrheit sagt. Die wirkliche Wahrheit über die Morde wird allerdings nur
ganz schwer ans Tageslicht zu fördern sein… |
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Der
relativ unbekannt gebliebene Film „Communion – Messe des Grauens“, der
auch unter dem Titel „Holy
Terror“
oder dem Originaltitel „Alice
Sweet Alice“
einen kleinen aber feinen Bekanntheitsgrad erreichte, ist ein
Horror-Thriller der besseren Art. Die Story ist interessant, spannend und
kommt mit einigen Überraschungen daher. Die Geschichte ist für heutige
Verhältnisse sicherlich nichts Besonderes, damals, also 1976 ist das
Gezeigte dem einen oder anderen Ordensmann sicherlich sauer aufgestoßen.
Allerdings muss man auch zugeben, dass sich die Religion im Film in Grenzen
hält. Es wird nicht so drauf rumgeritten, wie man es aus den Titeln schließen
kann.
Erzählt wird anfangs die Geschichte von zwei Schwestern in einem nicht ganz
so harmonischen Elternhaus. Da eine der beiden Töchter (Unspektakulär und
relativ kurzes Filmauftritt von Hollywoodsternchen Brooke Shields („Die
Blaue Lagune“)) umgebracht wird, konzentriert sich das Geschehen im
weiteren Verlauf auf die kleine Alice, die durch und durch böse zu sein
scheint. Alice wird von Paula
E. Sheppard dargestellt, die ihre Sache wirklich gut macht, aber nach einem
weiteren Film im Jahre 1982 die Schauspielerei aufgab.
Dass hier ein kleines Mädchen als psychopatische Mörderin hingestellt
wird, war Mitte der 70er Jahre sicherlich ein weiterer Grund, um diesen Film
einer strengen Prüfung zu unterziehen, die dann mit einer Indizierung
endete. Dies und die Miteinbeziehung der Region stellen aber die einzigen
Punkte dar, die solch ein Handeln rechtfertigen. Falls die überhaupt möglich
ist…
In Sachen Spezialeffekten bekommt man nicht sonderlich viel geboten. Es gibt
zwar Morde, diese geschehen aber gänzlich im Off. Blut spritzt nur bei
einem Überfall auf eine Frau, der zwar nicht tödlich ist, dem Film aber
sehr weiterhilft. Optisch gibt es dafür andere Sachen als Kunstblut zu
betrachten, was in der Nachbetrachtung durchaus positiv zu gefallen weiß.
Die visuelle Umsetzung ist gelungen und versteht es in einigen Momenten, die
verstörende Stimmung zu untermalen. Hier kommt dem Film auch zu gute, dass
Regisseur Alfred
Sole einige schräge Charaktere in den Film eingebaut hat. Besonders der
Hausmeister ist sehr skurril. Gespielt wird er von der „Augenweide“ Alphonso
DeNoble, der auch in den Filmen „Bloodsucking
Freaks“ und „Die Nacht der Zombies“ zu bewundern ist. Sole,
der für den Erotik-Horror-Film „Tanya's
Island“
und die Horror-Kömidie „Freitag,
der 713.„
verantwortlich ist, versteht es in „Communion – Messe des Grauens“
ebenfalls ausgezeichnet seine Kamera einzusetzen. Es werden sehr
interessante Bilder eingefangen.
Trotz der, für die Geschichte, üppigen Lauflänge entstehen nur wenige
Szenen, die weniger interessant sind. Hier und da gibt es mal eine Länge,
in der Gesamtbetrachtung weiß der Film aber gut zu unterhalten. Mit einer
netten Optik, einer dichten Atmosphäre und einer guten Geschichte loht sich
„Communion – Messe des Grauens“ auf jeden Fall für Interessierte des
Horror-Genre. |