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Bomben bau’n, Visagen klau’n, Critters auf
die Fresse hau’n...
Critters... jeder kennt sie, jeder, der ein
Herz für intergalaktisch anarchistische Randgruppen hat,
liebt sie...
Die Critters sind genau die räudigen Assel-Viecher, vor denen sicherlich
jede Gremlin-Mama ihr Fellknäuel-Mogwai-Balg gewarnt haben dürfte! „Spiel
nicht mit den Critter-Kindern!“. Denn anders als die „Gremlins“ (Joe
Dante, USA, 1984), die neben ihren Fresslüsten auch mal die spielerischen
Freuden des Lebens genießen und sich in irgendwelche Miniaturautos
zwängen, an Deckenventilatoren Karussell fahren oder sich im Swimmingpool
zur Fortpflanzung vergnügen, kennen ihre außerirdischen Pendants nur
eines: Fressen!!! (und vielleicht noch hämisch kichern und blöde Sprüche
reißen...)
Als eine Art Mixtur aus Igel, zahnbewehrtem
Miniatur-T-Rex und Pippi Langstrumpf, sind sie mit ihrem hämischen Kichern
und ständigem Rumgewusel einfach putzig anzusehen. Um einmal mehr den
Gremlins-Vergleich zu bemühen (schließlich lässt es sich ja nun mal nicht
leugnen, dass der Film eindeutig im Fahrwasser der Monsterkomödie von Joe
Dante schwimmt): Waren die Gremlins zumindest vor ihrer Metamorphose
niedliche kleine Knubbelviecher, kann man die Critters locker als deren
asoziale Sippschaft bezeichnen. Sozusagen: Die „Flodders“ aus dem All!!
Alles wird verschlungen: Versucht sich die
Farmerstochter mit der Forke zu wehren... zack, werden die Zinken einfach
abgefressen. Oh, ein Böller! - Ab damit in den Schlund. Eine tödliche
Blähung ist die Folge... Die Critters machen vor wirklich nichts und
niemandem Halt: Sogar eine niedliche E.T.-Puppe wird geschändet. Während
in vielen Filmen mit Beteiligung von Kindern in tragenden Rollen, diese auf
Dauer größtenteils nerven, ist der Böller begeisterte Brown-Bengel
zunächst als Quälgeist seiner Schwester und später als erfindungsreicher
Critter-Jäger wirklich eine Bereicherung und trägt zur lustigen
Unterhaltung bei.
Billy Zane ist hier übrigens in einer seiner ersten Rollen zu sehen. Dem
„Ritter der Dämonen“ wird die Ehre zu Teil, mit damals wohl „hyper-coolem“
Nackenzöpfchen als Schickimicki-Freund der Brown-Tochter ein frühes Opfer
der Critters zu werden.
Die Bounty-Hunter sorgen durch ihre ständigen
Verwandlungen und ihr nicht gerade „Undercover“-Methoden
berücksichtigendes rüpelhaftes Verhalten (u.a. zerschießen sie eine
Bowling-Bahn und stürmen einen Gottesdienst) für humorvolle
Zwischeneinlagen. Als Running-Gag assimiliert dabei einer der beiden
ständig das Aussehen anderer Leute. Während sich der eine der beiden
ursprünglich gesichtslos grünlich glänzenden galaktischen Colt Sievers
– Kumpane nämlich bereits während der Anreise Gedanken (welcher Art auch
immer...) über sein Outfit gemacht und sich die Visage eines
lockenköpfigen Rockstars zu eigen gemacht hat, ist sein Partner nämlich
immer noch unschlüssig, welches Gesicht denn nun am besten zu ihm passt.
Tja, auch Kopfjäger from outer space neigen eben doch ab und zu zur
Eitelkeit.
Wie es sich für einen anständigen
Alien-Monsterfilm gehört, wird hier natürlich auch ordentlich gematscht
was ein zerborstener Critter an grünlichen Innereien hergibt. Im Gegenzug
verursachen deren messerscharfe Zähnchen
auch bei einigen Opfern für untypische neue Körperöffnungen. Bei
einer FSK 16 – Freigabe hält sich jedoch alles in
Familienfernsehnachmittag tauglichen Grenzen...
Mit einer Träne im Knopfloch muss der
Zuschauer am Ende miterleben, wie die so liebgewonnenen kleinen stacheligen
Racker samt ihrem Critter-Tüt am abendlichen Sternenhimmel verglühen.
Doch, oh Freude: Ein Schwenk der Kamera auf ein schleimiges Gelege
glibberiger Eier kündigt den Weiterbestand des critterischen Knusper-Clans
an!! (Der schließlich auch in bisher drei, mal mehr, mal weniger guten
Fortsetzungen erneut umhertollen, mampfen und Leute ärgern durfte)..
Fazit:
Herrlich schräge, im wahrsten Sinne „bissige“ Science Fiction –
Horror – Komödie!!! Immer wieder gerne gesehen!!! |