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Manolo
Bonilla ist aufstrebender Fernsehreporter und möchte es unbedingt zu
Starruhm bringen. Diesen soll ihm die perfekte Story bringen. Er hält,
mittels seines Kamera-Teams, auf alles, was nicht bei drei auf den Bäumen
ist. Mit seinem Team ist er nach Ecuador gereist, wo seit geraumer Zeit ein
Serienmörder herum spukt. Der Mörder hat in fast ganz Lateinamerika
gewütet und wird nun nahe der Stadt Babahoyo vermutet.
Babahoyo liegt in Angst und Schrecken. Die Filmcrew, bestehend aus Ivan und
Marissa, sind nicht sonderlich davon begeistert, dass ihr Chef hier seinen
großen Auftritt haben möchte. Als ein geachteter Einheimischer, Vinicius
Cepeda, fast vom wilden Mob erschlagen wird, denkt Manolo an seine Chance.
Vinicius hat versehentlich ein Kind überfahren, das an einem Trauerzug
ermordeter Kinder teilnahm. Wie sich herausstellt, ist der tödlich
verunglückte Junge ein Zwillingsbruder eines der vom Serienmörder
ermordeten Kinder.
Manolo lässt sich diese Gelegenheit natürlich nicht entgehen und lässt
alles aufnehmen, bevor er sich doch dazu entschließt, dem Mann zu retten.
Vinicius wird eingesperrt und Manolo will eine Story über ihn machen. Um
sich interessanter zu machen, als er ohnehin ist, will der eingesperrte
Vinicius dem Reporter etwas über das „Monster“ berichten. Natürlich
nicht ohne Vorteile daraus zu ziehen… |
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Die mexikanisch-ecuadorianische Co-Produktion
aus dem Jahre 2004 „Cronicas – Das Monster von Babahoyo“ befasst sich
mit dem realen Fall des „Monster der Anden“: Pedro Alonso López, der
von 1973 bis 1980 über 300 Sexualmorde an kleinen Kindern in Ecuador,
Kolumbien und Peru begangen haben soll.
Pedro Alonso López wurde am 8. Oktober 1949 in Kolumbien geboren und hat
schreckliches in seiner Kindheit durchmachen müssen. Mit 18 Jahren kam er
das erste Mal ins Gefängnis, wo er von seinen Mithäftlingen vergewaltigt
wurde. Doch anstatt sie anzuzeigen, tötete López sie nach und nach.
Nachdem er 1978 entlassen wurde, fing er an durch Kolumbien, Peru und
Ecuador zu reisen. Dort machte er sich dann über kleine Kinder her und
tötete sie, bis er schließlich dingfest gemacht werden konnte. López
gestand über 300 Morde, ihm wollte aber niemand Glauben schenken. Dies
änderte sich aber, als er die Beamten zu Gräbern mit 53 Leichen führte.
An weitere wollte er sich später nicht mehr erinnern. Wegen 53fachen Mordes
wurde López 1980 zu lebenslanger Haft verurteilt.
Regisseur Sebastian Cordero war es bei seinem zweiten Film (zuvor das Drama
„Ratas, ratones, rateros“) offensichtlich wichtig, eine bedrückende
Stimmung zu erzeugen, was ihm auch gelungen ist. Mit der schrecklichen
Sache, dem Serienmörder im Hinterkopf und der Armut der einheimischen Leute
vor Augen ist ihm das sicherlich auch gelungen. Mit einem matten
Braun-Filter verändert Cordero die Optik hin ins dreckige, ins urbane.
Diese Stimmung zieht sich durch das Ganze Geschehen und tut dem Film gut.
Unterstrichen wird das Ganze noch von lokalen Klängen, die sehr gut zum
Geschehen passen.
Denn Inhaltlich hat „Cronicas – Das Monster von Babahoyo“ nicht ganz
soviel zu bieten. Es gibt hauptsächlich Dialoge zwischen den beiden
Protagonisten, Manolo Bonilla und Vinicius Cepeda. Diese nutzt Cordero zu
einem Verwirrspiel. Ist der Eingesperrte der Serienmörder, oder kennt er
ihn. Schützt er ihn vielleicht? Fragen entstehen, die nach Antworten
suchen. Das hält die Spannung auf einem hohen Niveau.
Der von Guillermo del Toro (als Regisseur: „Cronos“, „Blade 2“ u.a.)
und Alfonso Cuaron produzierte Streifen befasst sich nicht wirklich mit dem
„Monster der Anden“. Derjenige, der hier Einblicke in das Seelenleben
des Pedro Alonso López sucht, ist hier völlig falsch.
„Cronicas – Das Monster von Babahoyo“ ist sicherlich alles andere als
ein Meilenstein im Filmgeschäft, auch keine Informationsquelle über Pedro
Alonso López. Dafür aber ein netter, trüber Film, mit einem gut
agierenden John Leguizamo („Land of the Dead“, „Summer Of Sam“, „Stirb
langsam 2“ uva.) in der Hauptrolle, der mal wieder seine arrogante Art
platziert zum Besten gibt. |