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Als Ray von einem Angriff eines Kraken auf ein
Boot hört, kommt im eine grausame Szene aus seiner Vergangenheit wieder in
den Sinn: Im Alter von neuen Jahren musste er mit ansehen, wie seine Eltern
von einem riesigen Kraken ermordet wurden.
Jetzt, 29 Jahre später, ist Ray bereit Rache zu nehmen. Er schließt sich
einer Gruppe an, die zum Unglücksort auf Hoher See wollen, um aus dem
angegriffenen Forschungsschiff wertvolle Kunstgegenstände zu bergen.
Leiterin der Suchaktion ist Nicole, die schon länger vor der Küste
Griechenlands nach einem ganz besonderen Schatz sucht. Sie vermutet, dass
die angegriffene Besatzung das „Auge der Circe“ gefunden hat und
daraufhin von dem Kraken angegriffen wurde.
Das der Krake immer noch bei dem gesunkenen Schiff verweilt, wissen die
Forscher nicht. Ray ist dies aber durchaus recht. Auch wenn er jetzt noch
nicht weiß, wie blutrünstig das Tier ist... |
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Der Krake ist ein durchaus beliebtes Tier für
Horror-Filme. Bereits 1977 versuchte sich der amerikanische Regisseur Harry
Essex an dem mexikanischen Filmbeitrag „Octaman – Die Bestie aus der
Tiefe“, lieferte aber nur Schrott ab. 30 Jahre und einige
Subgenre-Beiträge später, darunter unter anderem der gelungene Beitrag „Octalus
– Der Tod aus der Tiefe“, soll sich der Kreis des Kraken vorerst
schließen. Der Ungar Tibor Takács, der einige filmische Fast-Erfolge mit
Filmen wie „Gate - Die Unterirdischen“, „Rats - Mörderische Brut“
oder auch der Fernsehserie „Sabrina - Total verhext“ einheimste, liefert
einen neuen Beitrag zum Horror-Kraken ab. Eines hat der Film mit seinen
Vorgängern gemein und das ist, wie im Tier-Horror fast immer üblich, der
hohe Trash-Faktor.
Für den Tier-Horror ist es also nicht ungewöhnlich, auf filmische
Hochgenüsse zu verzichten und stattdessen leichte Kost anzubieten. Leichte
Kost vor allem, weil oft Stereotypen verwendet werden, die Geschichte an
fünf Fingern abgezählt werden kann und die Monster den Machern immer
wieder Probleme bereiten. Mit dem modernen CGI muss man zwar keine
Pappschachteln mehr vergewaltigen, um dem Zuschauer die Illusion eines
tierischen Ungeheuers zu vermitteln, viele Fans des Genre fanden die alte
Arbeit aber ehrlicher und kunstvoller. Beim CGI beginnt dann auch das erste
Problem des Films. Wenn man den Kraken das erste Mal zu Gesicht bekommt
denkt man noch:“ Wow! Gut gemacht“. Diese Aussage muss man dann aber
schon nach kurzer Zeit zurücknehmen, da die Darstellung des Ungeheuers doch
schlecht ist und immer schlechter wird. Für den Trash-Faktor ist das
natürlich nicht sonderlich schlecht.
Auch die Story hat so ihre Tücken. Eine Geschichte ist zwar vorhanden, die
ist auch interessant gestaltet, ein richtiger Funke will aber nicht
überspringen. Vielleicht weil man sich zu sehr mit teils sinnfreien
Dialogen beschäftigen muss, die den Unterhaltungswert drücken. Takács
versucht aber immerhin alles, um den Betrachter bei der Stange zu halten.
Die weibliche Doktorin des Forschungsschiffs rennt meist im Bikini rum, und
lässt so auf ihre naturwissenschaftlichen Vorzüge schließen. Auch
versucht Takács spannende Momente einzubauen, die aber nicht ausreichen, um
den Bogen dauerhaft aufrecht zu erhalten. Der Film plätschert so dahin und
wird ab und zu mal von bereits angesprochenen CGIs und recht blutigen
Effekten am Leben gehalten.
Auch nicht besonders gelungen sind die Unterwasseraufnahmen im trüben Nass.
Diese haben ja schon den ein oder anderen Film mit durchwachsener Story
gerettet, hier funktioniert das Ganze aber leider nicht. Was einzig und
allein funktioniert ist der Unterhaltungswert aus Sicht eines Trash-Fans.
Mit den angesprochenen CGI-Effekten, einer Krake, die wie ein Schwein
quietscht, oder auch Szenen wo Menschen erst mal ins Wasser springen wenn
sie die Krake sehen, um die Spannung zu erhöhen, taugt der Film ohne Frage.
Party-Film-Eignung ist also vorhanden, und die Gewissheit, dass „Deadly
Water“ mit jedem Bierchen besser wird.
Somit ist „Deadly Water“ sicherlich nicht was für Jedermann, aber
sicherlich etwas für Freunde des seichten Tier-Horrors, die ja mit
Sicherheit auch zur Zielgruppe von Tibor Takács gehören. Die Story hätte
zwar besser funktionieren können, da das sich das Ganze interessant
anhört, tut sie aber nicht. Zuviel Gelaber, zu unscheinbare Darsteller und
zu viel Computeranimation lassen „Deadly Water“ nicht über dem
Tellerrand der trashigen Tier-Horror-Suppe hinausblicken.
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