Ed Gein - The Wisconsin Serial Killer

OT: Ed Gein
ca. 85 Minuten
USA 2000
 
Regie
Chuck Parello
Darsteller
Steve Railsback
Carrie Snodgress
Carol Mansell

u.a. 
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Als 1945 die Mutter des in Wisconsin lebenden Ed Gein stirbt, bricht für ihn eine Welt zusammen. Seit seiner Kindheit wandte er sich nie von ihrer Seite ab, auch wenn die Erziehung sehr hart war. Aber immerhin beschütze sie ihn vor seinem alkoholkranken Vater, dem immer wieder die Hand gegen seine Familie ausrutschte. 

Nach dem Tod leidet Edward zunehmend an Schizophrenie. Einerseits ist er der nette Typ von nebenan, der recht unauffällig und zurückgezogen lebt, andererseits ist er aber ein leichenschändender Unhold, der zunehmend Befehle von seiner verstorbenen Frau Mama bekommt, unzüchtige Frauen zu beseitigen.   

Ed lebt in einer bizarren Welt, in der Leichenteile eine große Rolle spielen und ihm nicht selten als Schmuck dienen. Doch im Laufe der Zeit wird er immer unvorsichtiger, da seine Opfer zunehmend aus der näheren Umgebung stammen...



 

„Ed Gein“ ist einer dieser Serienmörder-Filme, die Anfang des neuen Jahrtausends gedreht wurden (wie z.B. „Gacy“, „Ted Bundy“ und „Dahmer“) und versuchen, das Leben der bekanntesten Killer zu durchleuchten. Was bei „Ed Gein“ gleich positiv auffällt ist, dass nicht nur das, für die Medien interessante Leben, wo die Morde selber geschehen, gezeigt wird, sondern versucht wird die Defekte in seinem Heranwachsen zu durchleuchten.  

Dies geschieht allerdings nicht in der richtigen Reihenfolge, es kommt immer wieder zu Rückblicken, die dann gezeigt werden, wenn es Sinn macht. So kann der Betrachter sich ein vernünftiges Bild von dem Menschen Ed Gein machen, auch wenn hier und da ein paar Details nicht so sind, wie man es in der Literatur über den Killer nachlesen kann. Aber dieses Phänomen gibt es ja auch in anderen Filmen und sobald nicht irgendwelche Sachen an den Haaren herbeigezogen werden ist es völlig in Ordnung, etwas so darzustellen, dass es der Ottonormalverbraucher verstehen kann. 

Der Plot ist nett zu verfolgen, auch wenn es so gut wie nie zu spannenden Szenen kommt. Darauf kommt es bei Filmen dieses Subgenres aber nicht unbedingt an, wichtig ist das die Atmosphäre stimmt. Und die ist in „Ed Gein“ wirklich gelungen, auch wenn es nicht ganz ausreicht an Genrehighlights wie „Henry – Portrait Of A Serial Killer“ oder „Gacy“ heranzukommen. Aber man merkt schon, dass Regisseur Chuck Parello an der Entstehung des Film „Henry – Prortrait Of A Serail Killer“ beteiligt war und bei dem Sequel Regie führte.  

„Ed Gein“ ist aber zurecht im oberen Drittel der besten Serienmörder anzusiedeln, da er den Zuschauer bei der Stange hält. Man möchte nämlich wissen, wie das Ganze weitergeht und wie es ein Killer damals schaffen konnte, so lange unauffällig zu bleiben. Ed Gein wird in seiner „Blütezeit“ von Steve Railsback gespielt, der ja schon einige Auftritte in bekannten Filmen des Horrorgenre aufzuweisen hat („Helter Skelter - Die Nacht der langen Messer“, „Insel der Verdammten“, „Lifeforce - Die tödliche Bedrohung“ u.v.a.). Steve scheint die perfekte Besetzung für die Rolle des Ed Gein zu sein, da er sehr authentisch wirkt und er hat somit nicht unverdient einen Preis für sein Agieren kassiert. 

Die Geschichte des Edward Gein war zwar die Vorlage für berühmte Filme wie „Das Schweigen der Lämmer“, „Psycho“ und „TCM“ allerdings sollte der Film nicht mit den genannten Streifen verglichen werden, da sie rein technisch nichts mit einander zu tun haben. Allerdings ist „Ed Gein“ ein wirklich guter Film, den Interessierte des Serienmörder-Phänomen unbedingt gesehen haben sollten. Er ist zwar, trotz des FSK 18, nicht sonderlich hart, es werden aber Details aus Eddies Leben gezeigt, die nicht für jeden leicht zu verkraften sind...

Die DVD von E-M-S ist in Sachen Extras ebenso empfehlenswert wie der Film selber. Es gibt, neben einigen Trailern, Biografien von Ed Gein, Steve Railsback, Chuck Parello, Carrie Snodgress, die alle von einem Sprecher vorgelesen werden, sowie die Filmografien der drei Letztgenannten. Zudem gibt es noch eine Bildergalerie über Ed, Interviews mit Steve Railsbeck und Chuck Parello und letztlich Informationen über „The Serial Killer Trilogy“ von E-M-S.

Review by ThS

Der Autor

Splatter
Spannung
Story
Ekelfaktor
Atmosphäre
Gesamt

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