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„Ed Gein“
ist einer dieser Serienmörder-Filme, die Anfang des neuen
Jahrtausends gedreht wurden (wie z.B. „Gacy“, „Ted Bundy“
und „Dahmer“) und versuchen, das Leben der bekanntesten Killer
zu durchleuchten. Was bei „Ed Gein“ gleich positiv auffällt
ist, dass nicht nur das, für die Medien interessante Leben, wo die
Morde selber geschehen, gezeigt wird, sondern versucht wird die
Defekte in seinem Heranwachsen zu durchleuchten.
Dies
geschieht allerdings nicht in der richtigen Reihenfolge, es kommt
immer wieder zu Rückblicken, die dann gezeigt werden, wenn es Sinn
macht. So kann der Betrachter sich ein vernünftiges Bild von dem
Menschen Ed Gein machen, auch wenn hier und da ein paar Details
nicht so sind, wie man es in der Literatur über den Killer
nachlesen kann. Aber dieses Phänomen gibt es ja auch in anderen
Filmen und sobald nicht irgendwelche Sachen an den Haaren
herbeigezogen werden ist es völlig in Ordnung, etwas so
darzustellen, dass es der Ottonormalverbraucher verstehen
kann.
Der Plot
ist nett zu verfolgen, auch wenn es so gut wie nie zu spannenden
Szenen kommt. Darauf kommt es bei Filmen dieses Subgenres aber nicht
unbedingt an, wichtig ist das die Atmosphäre stimmt. Und die ist in
„Ed Gein“ wirklich gelungen, auch wenn es nicht ganz ausreicht
an Genrehighlights wie „Henry – Portrait Of A Serial Killer“
oder „Gacy“ heranzukommen. Aber man merkt schon, dass Regisseur
Chuck Parello an der Entstehung des Film „Henry – Prortrait Of A
Serail Killer“ beteiligt war und bei dem Sequel Regie führte.
„Ed Gein“
ist aber zurecht im oberen Drittel der besten Serienmörder
anzusiedeln, da er den Zuschauer bei der Stange hält. Man möchte
nämlich wissen, wie das Ganze weitergeht und wie es ein Killer
damals schaffen konnte, so lange unauffällig zu bleiben. Ed Gein
wird in seiner „Blütezeit“ von Steve
Railsback gespielt, der ja schon einige Auftritte in bekannten
Filmen des Horrorgenre aufzuweisen hat („Helter
Skelter - Die Nacht der langen Messer“, „Insel der Verdammten“,
„Lifeforce - Die tödliche Bedrohung“ u.v.a.). Steve scheint die
perfekte Besetzung für die Rolle des Ed Gein zu sein, da er sehr
authentisch wirkt und er hat somit nicht unverdient einen Preis für
sein Agieren kassiert.
Die
Geschichte des Edward Gein war zwar die Vorlage für berühmte Filme
wie „Das Schweigen der Lämmer“, „Psycho“ und „TCM“
allerdings sollte der Film nicht mit den genannten Streifen
verglichen werden, da sie rein technisch nichts mit einander zu tun
haben. Allerdings ist „Ed Gein“ ein wirklich guter Film, den
Interessierte des Serienmörder-Phänomen unbedingt gesehen haben
sollten. Er ist zwar, trotz des FSK 18, nicht sonderlich hart, es
werden aber Details aus Eddies Leben gezeigt, die nicht für jeden
leicht zu verkraften sind...
Die DVD von
E-M-S ist in Sachen Extras ebenso empfehlenswert wie der Film
selber. Es gibt, neben einigen Trailern, Biografien von Ed Gein, Steve
Railsback, Chuck Parello, Carrie Snodgress, die alle von einem
Sprecher vorgelesen werden, sowie die Filmografien der drei
Letztgenannten. Zudem gibt es noch eine Bildergalerie über Ed,
Interviews mit Steve Railsbeck und Chuck Parello und letztlich
Informationen über „The Serial Killer Trilogy“ von E-M-S.
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