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Sieben Schüler aus der 13. Klasse des
hiesigen Gymnasiums werden am Freitagnachmittag in die Schule gebeten. Dass
dies ein äußerst ungewöhnlicher Termin ist, wissen die Jugendlichen, doch
sind alle erschienen, um der Dinge zu harren, die da auf sie zukommen
sollen.
Nach einer Weile diskutiert die Gruppe die Lage und stellt bald fest, dass
die Ausgänge aus dem Schulkomplex verschlossen sind und es keine andere
Möglichkeit mehr gibt, das Gebäude zu verlassen. Wenig später machen sie
dann eine noch schlimmere Entdeckung. Nachdem von einem Gruppenmitglied die
urbane Geschichte eines tötenden Lehrers erzählt wird, finden die
Jugendlichen dessen Leiche in dem Raum, in dem sie sich schon seit längerem
aufhalten.
Panik bricht aus. Schnell steht fest, dass ein anderer Killer im
Schulgebäude unterwegs ist und erfolgreich versucht, die Gruppe
Jugendlicher zu dezimieren. Und seltsamerweise ist vor der Schule ein
TV-Team, dass mit dem Format „Final Hour – Die letzte Stunde“
Sensationsquoten einfahren will...
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„Final Hour“ ist ein nach typischen
Slasher-Regeln konstruierter Film, setzt sich aber doch von seiner
Artverwandten etwas ab. Man merkt schnell, dass er nicht in den guten, alten
Vereinigten Staaten hergestellt wurde, sondern im kühlen Dänemark. Dies
gibt „Final Hour“ den etwas anderen Touch. Es gibt auch seltsame
Abweichung in der für dieses Subgenre sonst so gradlinigen Story. Dies
sorgt allerdings auch für einige Verwirrungen und kleine Logikfehler im
Ablauf, die der hartgesottene Horror-Fan aber locker wegstecken kann.
Die Geschichte handelt von einigen Teenagern, die eingeschlossen werden und
für einige schulische Vergehen zur Rechenschaft gezogen werden sollen.
Analog dazu gibt es einen Plot über einen TV-Moderator, der zwar schon eine
Erfolgssendung namens „Final Hour“ hat, dessen Produzent aber nicht
zufrieden zustellen ist. Daher muss eine neue Story her, die ihre Vorgänger
in Sachen Brutalität und Spannung übertrifft. Da kommt die Geschichte mit
dem Gymnasium wie gerufen... In der Schule beginnt dann der gewohnte Kampf
Gruppe gegen Killer, der den Teenies natürlich deutlich überlegen ist.
Die Morde hierbei sind recht blutig, aber nicht übermäßig brutal, in
Szene gesetzt. Es gibt nette Effekte, die von einer gewissen
Professionalität zeugen. Auch für Spannung ist gesorgt, da es immer wieder
zu atmosphärischen Szenen in dunkeln Räumen kommt. Allerdings dauert es
leider etwas, bis der Film Fahrt aufnimmt, da sich der erste Teil darin
versucht, die Charaktere näher zu bringen, was auch teilweise gelingt. Es
wird versucht darzustellen, dass die sieben Personen allesamt sehr
verschieden sind, doch die Projektierung wirkt zumeist etwas gezwungen und
ist sehr durchschaubar, da es sich um die üblichen Stereotypen handelt.
Doch der sehr atmosphärische zweite Teil des Films macht die Logiklöcher,
die hier „natürlich“ auch noch auftauchen und den etwas schleppenden
Beginn wett. Es wird immer mysteriöser, bis es schließlich so mysteriös
wird, wie es keiner erwarten konnte. Aber an dieser Stelle soll natürlich
nicht zu viel verraten werden...
Zudem versucht „Final Hour“, zugegebenermaßen etwas dilettantisch,
Kritik an den Medien auszuüben, die offensichtlich nur darauf abzielen,
eine möglichst blutige Story recht schnell in den Kasten zu bringen. Ob die
Kritik wirklich auch in dieser Form beabsichtigt ist, geht allerdings nicht
eindeutig aus dem Gezeigten heraus hervor.
Positiv zu erwähnen ist die kurze Spieldauer, die mit 78 Minuten genau
richtig ist. Dies würde man sich bei vielen anderen Filmen auch wünschen,
die dann aber künstlich auf 90 Minuten aufgebläht werden, obwohl sie
nichts mehr zu erzählen haben. Allerdings wurden dem Film acht Sekunden
geklaut, die wohl der Verleih entfernt hat, bevor er das gute Stück auf die
Öffentlichkeit losgelassen hat. Es fehlen zwei kleine Szenen, in der eine
Tote gezeigt wird, die auf der Herdplatte liegt. Als Gorehound kann man das
Fehlen aber sicherlich verkraften, da es auch so einen Ekel erregenden
Close-Up gibt...
„Final Hour“ ist trotz der kleinen Schwächen ein sehr guter Beitrag des
Horror-Genre, der mit etwas Abwechslung den Slasher-Markt bereichert. Die
Rätselraterei um den mysteriösen Mörder ist gut in Szene gesetzt, die
Effekte sind gut, die Darsteller spielen solide und der Streifen dauert
nicht zu lange. Er bringt also perfekte Vorraussetzungen für einen
spannenden Filmabend mit sich.
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