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Welcher Freund des Trash- und
Horror-Films hat sie nicht geliebt? Die guten, alten Troma-Filmchen,
die in den 80er und 90er Jahren so manchen Liebhaber in Entzückung
versetzt haben. Von der Machart her setzt „Freak Out“ ziemlich
genau da an, wo „Toxie’s letzte Schlacht“ 1989 endete.
Allerdings versteht sich der Film als Hommage an den Horror-Film und
bietet nicht wenige Szenen, die an Klassiker des Genre
erinnern.
Schräg und skurril wird dem geneigten
Betrachter eine Story dargeboten, die über weite Strecken recht
sinnfrei erscheint und letztlich auch ist. Ein Witz wird nach dem
anderen gebracht, wobei nicht jeder zünden will, da viele Szenen
doch sehr albern sind. Aber man bleibt am Ball. Nicht zuletzt weil
die Charaktere durchaus sympathisch sind – zumindest wenn man
selbst ein klischeebehafteter Horror-Fans ist – und weil es die
besagten Szenen aus anderen Horror-Filmen gibt, die einen
miträtseln lassen, aus welchen Klassiker die aktuelle Szene wohl
stammen mag.
Allerdings darf man nicht mit der
Erwartung an den Film gehen, dass die Morde ähnlich blutig wie bei
den bekannten Vorlagen sind. Das Film-Team hat sich sehr
zurückgehalten und präsentiert die meisten Attacken in Off, oder
so, dass sie nicht einwandfrei zu erkennen sind. Deutsche und
Engländer können den Grund hierfür wohl nachvollziehen, da in
keinem Land härtere Sanktionen gegen Brutalität im Film
(natürlich nur wenn kein Major-Label dahinter steckt) ausgesprochen
werden. Und wer hat schon Lust, dass sein mühevoll in den Kasten
gebrachter Film verboten oder zerschnippelt wird? Aber Schwamm
drüber. „Freak Out“ ist definitiv nicht auf gute, blutige
Spezialeffekte angewiesen.
Während des Gag-Festes kann man gut
sehen, dass Regiedebütant Christian James nicht planlos drauflos
dreht. Er hat einige geschickte Kamerafahrten eingebaut, die sehr
sehenswert sind und er versucht auch immer mit einigen Stilmitteln
für Abwechslung zu sorgen. Christian James hat vor seinem Debüt
schon beim Horror-Trasher „Evil Aliens“ erfahrungen sammeln
können, da er dort für einige Spezialeffekte verantwortlich
war.
Die 99 Minuten Spielzeit vergehen fast
wie im Flug. Allerdings muss man schon Horror- oder Trash-Fan sein
und keine Probleme mit No-Budget-Produktionen haben. Obwohl „Freak
Out“ nicht wirklich billig gemacht ist. Wenn man die Intensität
der zahlreichen Gags steigern möchte, ist es sicherlich verkehrt,
sie ein bis neun Bierchen während des Guckens zu gönnen.
Storytechnisch muss man eh nicht sonderlich aufpassen und verpassen
kann man eigentlich nichts. Alles in allem ist „Freak Out“ also
eine schön schräge, sinnfreie Horror-Persiflage, die für Fans
etwas ist, worauf man schon länger gewartet hat. Zwar nicht mit
seinem Genre-Kollegen „Shaun Of The Dead“ vergleichbar (auch aus
England), aber trotzdem gut. |