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Das Jahr 1888 soll in London ein ganz
besonderes werden. In der vernebelten Stadt geht ein Frauenmörder um, der
es ausschließlich auf Prostituierte abgesehen hat. Inspektor Abberline wird
mit dem Fall beauftragt, da der junge Polizist sehr intelligent ist und
darüber hinaus über eine besondere Fähigkeit verfügt. Im Rausch und im
Traum hat er Visionen. Visionen, die in der Tat das zeigen, was sich
zutragen wird.
"Jack the Ripper" scheint nur einen kleinen Kreis von Frauen für
seine mörderischen Spiele zu bevorzugen. Inspektor Abberline hat diesen,
dank seiner Fähigkeit, schnell ausfindig gemacht, kann aber nicht
verhindern, dass es zu weiteren Morden kommt. Die Tatsache, dass der Mörder
mit speziellem Werkzeug Organe entnimmt und mit besonderen Lockmitteln
vorgeht, lässt Abberline schnell vermuten, dass der Mörder ein gebildeter
Mann sein muss. Der nicht zum Spaß tötet. Doch seine Vorgesetzten wollen
von dieser Theorie nichts hören. Sie vermuten einen Wahnsinnigen, einen
Handwerker oder Schlachter hinter den Vorfällen.
Trotz vieler Hindernisse setzt Abberline die Suche nach dem mysteriösen
Mörder fort. Doch mit jeder Erkenntnis gerät er tiefer in einen Strudel
aus Unwissenheit…
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Der Film der Hughes-Brüder „From Hell“
ist alles andere als eine historisch exakte Umsetzung des Stoffes um den
weltbekannten Mörder Jack the Ripper. Aber trotzdem ist es ein extrem
sehenswerter Film geworden, der den Zuschauer von der ersten bis letzten
Minute spannend unterhält. Die frei erfundene Kriminalgeschichte ist wohl
aus publikumswirksamen Gründen mit dem Namen des englischen Mörders
versehen worden, der zwischen August und November des Jahres 1888 im East
End von London fünf (vielleicht auch mehr) Prostituierte ermordete. Man
hatte sicherlich seitens der Macher diese Idee im Kopf, dass London aus dem
späten 19. Jahrhundert darzustellen und hat es dann auch so umgesetzt. Denn
so eine Detailverliebtheit, wie sie in „From Hell“ zu bestaunen ist,
gibt es nicht oft zu sehen. Die Nachbauten sind erste Sahne. Optisch passt
alles. Die Straßen Londons mit all ihren Bewohnern wirken so echt, dass man
sich tatsächlich in die Zeit um 1888 zurückversetzt fühlt. Und alles ist
bis ins kleinste Detail stimmig. Da wundert es niemanden, dass der Film
atmosphärisch auf höchstem Niveau spielt.
Etwas weniger gelungen ist die Charakterisierung der einzelnen Figuren.
Diese wirken nicht immer sehr echt. Inspektor Abberlines Drogenräusche und
Visionen sind zu fantastisch, um sie zu glauben. Und auch seine angehimmelte
Bordsteinschwalbe kommt nicht glaubhaft rüber. Während ihre Kolleginnen
sich miesen Typen hingeben, um ihr Brot zu verdienen, bleibt sie stets
unberührt. Und sie ist auch immer sauberer und weniger grob als ihre
Busenfreundinnen. Zudem ist es etwas merkwürdig, dass nur in einem kleinen
Freundeskreis gemordet wird. Aber diese, respektive dieser Kritikpunkt ist
auch der einzige.
Die Story ist sehr abwechslungsreich und bietet immer wieder interessante
Kehrtwendungen. Wer der Mörder ist kann nicht erraten werden. Der
Spannungsbogen ist vorbildlich. Zudem kommen immer wieder Schockszenen zum
Vorschein, die zwar nicht so extrem sind wie in anderen Horror-Filmen, ihre
Wirkung aber durchaus erzielen. Und garniert wird das Ganze mit kleinen
Spezialeffekten, die nicht übertrieben dargestellt, aber stellenweise doch
recht hart sind. Zumindest wenn man betrachtet, dass dieser Film sicherlich
nicht nur ein altes Publikum ansprechen soll.
Ein besonders Augenmerk in dieser Jack the Ripper-Verfilmung ist Protagonist
Johnny Depp: Er versteht es mit seinem außergewöhnlichen Talent und seiner
seltsamen Rolle, den Zuschauer zu fesseln. Die darstellerische Leistung ist
wirklich außergewöhnlich gut. Heather Graham kann als Mary Kelly dieses
Niveau nicht halten. Ihre Ausstrahlung ist, wie bereits erwähnt, nicht
authentisch. Der, neben Depp, noch einzig positive Auffallende ist Ian Holm
(„Alien“, Naked Lunch“, „Herr der Ringe“), ebenfalls in einer
besonderen Rolle.
„From Hell“ hat den großen Vorteil, dass er trotz seiner langen
Spielzeit bestens unterhält. Und das ist es, was man von einem Film will.
Nicht mehr und nicht weniger. Daher ist dieser auch bestens für eine
gruselig spannende Abend-Unterhaltung geeignet. Als Jack the Ripper-Fan muss
man zwar das ein oder andere Auge zudrücken, dass Guckvergnügen wird aber
in keinem Fall geschmälert.
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