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| OT: From
Hell |
| ca. 117
Minuten |
| USA
2001 |
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| Regie |
Albert
Hughes
Allen Hughes |
| Darsteller |
Johnny
Depp
Hether Graham
Ian Holm
Ian Richardson
u.a. |
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Wir befinden uns in East End, einem Londoner
Elendsviertel gegen Ende des 19. Jahrhunderts. Das Viertel wird von der „besseren“
Gesellschaft sehr gemieden. Halsabschneider, Scharlatane, Prostituierte und
Obdachlose tummeln sich in dieser verruchten Gegend und eines haben sie alle
gemeinsam: Kein Geld. Viele der Frauen dieses Viertels verkaufen sich für
eine Nacht in einem warmen Bett oder einen Leib Brot. Andere sind schon
froh, wenn sie sich für wenig Geld einen Lehnplatz in einem trockenen Raum
kaufen können. Die Straßen sind völlig verdreckt, Ratten ziehen umher,
Verbrechen stehen auf der Tagesordnung doch dann geschehen ein paar
bestialische Morde, die sich von den gewöhnlichen Todschlägen stark
abheben...
Der junge Inspektor Abberline, der vor wenigen Jahren seine Frau im Kindbett
verloren hat und sich seither mit einer Mischung aus Absinth und Laudanum
seinem Kummer hingibt, besitzt eine besondere Gabe, er hat öfters Visionen,
die später tatsächlich geschehen. Auf diesem Wege hat er bereits
zahlreiche Verbrechen aufgeklärt und so hofft man, dass er nun einen sehr
bizarren Mord im Viertel Whitechapel ( einem Teil des East Ends) aufklären
kann. Ein gewöhnlicher Mord wäre nun nichts neues, jedoch spielt hierbei
die Tatsache eine große Rolle, dass dem Opfer – einer Londoner
Prostituierten – auf bestialische Art und Weise etwas entfernt worden ist.
Bei dem Anblick des Opfers verspürt sogar der dortige Polizeiarzt im
Leichenschauhaus starke Übelkeit. Der Name des Opfers ist Mary Ann Nichols
oder auch „Polly“ genannt. Von einem Motiv fehlt jegliche Spur. Nur ein
Weintraubenstiel ist die einzige Spur.
Nur wenige Tage später wird erneut eine junge Prostituierte ermordet
aufgefunden – Annie Chapman - „Dark Annie“. Diesmal sieht der
Inspektor den Fall in einer Vision ehe er geschieht. Und auch dieser Frau
wurden bestialisch Organe entnommen ( die Vagina, ein Teil der Gebärmutter
und ein Teil der Harnblase). Außerdem wurden dem Opfer seine Eingeweide um
den Hals gelegt und auch diesmal findet sich wieder ein Weintraubenstiel bei
dem Opfer.
Abberline sucht schließlich Hilfe bei einem sehr angesehenen alten Arzt,
der sogleich auch der Leibarzt der englischen Königsfamilie ist und
erfährt von diesem einige interessante Dinge über den Mörder, der sehr
bald schon den Namen „Jack the Ripper“ erhält. Eines wird immer
deutlicher, der Mörder ist mit ziemlicher Sicherheit in der höheren
Gesellschaftsschicht zu suchen. Er muss ein sehr gebildeter Mann sein, der
sich sehr gut in der weiblichen Anatomie auskennt, da alle Opfer sehr
präzise bearbeitet worden sind.
Bei seinen Ermittlungen stößt Abberline auch auf einen Zusammenhang der
Opfer. Sie waren alle Freundinnen und so versucht er hilfreiche
Informationen in der Clique der Frauen zu finden. Diese besteht aus 5 jungen
Prostituierten ( inzwischen ja nur noch 3). Eine dieser Frauen fällt ihm
dabei besonders ins Auge – Mary Kelly. Sie ist irgendwie anders als die
anderen Frauen und so kommt es wie es kommen muss, unser Inspektor
entwickelt zusehnlich Gefühle für diese Frau. Doch auch davon lässt sich
Jack the Ripper nicht abhalten.
Abberline erfährt schließlich von Mary Kelly, dass sie und ihre
Freundinnen vor kurzer Zeit bei einem sehr merkwürdigen Vorkommnis Zeugen
wurden. Eine andere Freundin von ihnen, die es geschafft hat, aus den
Elendsvierteln herauszukommen, indem sie einen reichen Mann heiratete und
auch ein Kind von diesem bekam, wurde vor ihren Augen entführt. Von dem
Kind fehlt zunächst jede Spur. Abberline geht diesen Vorkommnissen nach und
findet die vermisste Freundin in einer Irrenanstalt wieder. Sie hat sich
sehr verändert, spricht kaum noch. Ein Teil ihres Gehirns wurde ihr
entfernt. Als er herausfindet, wer der Ehemann der Dame ist, erlebt er
schließlich eine Überraschung.
Aus Angst, dass Jack the Ripper erneut zuschlägt, gibt Abberline Mary Kelly
Geld, damit sie sich mit ihren Freundinnen ein Quartier sucht und um einige
Tage von der Straße wegzubleiben. Elisabeth Stride – „Long Liz“
ignoriert die Warnungen ihrer Freundin und geht dennoch auf die Straße.
Kurz darauf ist sie tot. Jedoch konnte Jack the Ripper sein blutiges Ritual
nicht beenden, da er von einem Kutscher dabei gestört wurde. Am gleichen
Abend, nur wenige Blocks weiter, wurde auch die 4. der Freundinnen, die sich
auf die suche nach Long Liz machte gleich darauf zum nächsten Opfer des
Rippers. Ihr Name: Catharine Eddowes – „Kate Kelly“. Bei ihr hatte der
Ripper wieder genügend Zeit, um den Leichnam bestialisch zuzurichten.
Augen, Nasen, Wangen und Lippen waren zerschmettert, der Hals
durchgeschnitten ( wie immer), ihr Bauch war aufgeschlitzt und ihre Niere
und ihre Gebärmutter waren entnommen worden.
Je mehr Abberline nun jedoch dem Fall auf die Spur kommt, desto mehr Steine
werden ihm von seinen Vorgesetzten in den Weg gelegt. Niemand will etwas
davon wissen, dass der Ripper zur gehobenen Klasse gehören soll. Außerdem
kommt der Inspektor den „Freimaurern“ auf die Spur, einer nur im
geheimen arbeitenden Gruppe von sehr angesehenen Leuten. Dann bekommt er
eine schreckliche Vision von Mary Kelly...
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Der Film ist klasse!!! Es gibt ja schon so
einige ältere „Jack the Ripper“ – Verfilmungen, aber ehrlich gesagt,
kann keiner dieser Filmchen mit diesem hier mithalten. Alleine die
Atmosphäre ist schon genial, erinnert etwas an „Sleepy Hollow“. Der
Film ist schön düster gehalten und wieder einmal scheint es, in den
Elendsvierteln, nie richtig hell zu werden. Anders dagegen die Szenen, die
in den vornehmen Kreisen spielen. Helllichter Sonnenschein, gepflegte
Gärten usw... In den Elendsvierteln dann das genaue Gegenteil. Ich finde,
dem Regisseur ist es sehr gut gelungen, einen in die damaligen Zustände
zurück zu versetzen.
Auch wurde sich ziemlich an die Originalfälle gehalten. Die Morde, Namen
der Beteiligten usw. stimmten mit Aufzeichnungen über diesen wohl
bekanntesten Serienmörder aller Zeiten überein. Sogar die Beweiße, die
Paul Begg in seinem Buch „Jack the Ripper – Die unzensierten Fakten“
hervorbrachte und die Mary Kelly betrafen, wurden vom Regisseur in diesen
Film übernommen.
Allerdings wurde auch eine Rahmenhandlung um die ganze Geschichte neu
erfunden, wie die Liebesgeschichte zwischen dem Inspektor und der
Prostituierten Mary Kelly. Aber es gibt ja auch nur in den seltensten
Fällen keine solche Geschichte in einem solchen Film. Hätte für meinen
Geschmack nicht unbedingt sein müssen, aber bitte sehr!
Die wahre Identität des Jack the Ripper wurde im Grunde ja niemals
aufgeklärt, der Film gibt hierbei lediglich eine Möglichkeit an, wie es
vielleicht gewesen sein könnte. 3 Haupttheorien gibt es in dem Ripper –
Fall, die alle bis heute nicht aufgeklärt werden konnten: die
Ausländertheorie, die Königsfamilientheorie und die
Medizinstudent-/Doktor-/ Schlachtertheorie. Der Regisseur hat sich die wohl
interessanteste und meist verwendete Theorie für seinen Film herausgesucht.
Die Schauspieler spielen ihre Rollen recht glaubhaft, auch wenn es mir immer
noch sehr schwer fällt, Johnny Depp nach „Sleepy Hollow“ wieder eine
ernstere Rolle abzukaufen ( für mich wird er irgendwie immer als
trotteliger, Angst vor Spinnen habender, armer Idiot da stehen). Dennoch
halte ich ihn für einen klasse Schauspieler!
Für alle, die nun nach meinen Ausführung ( speziell die Morde betreffend)
Angst haben, sich vor dem Film ekeln zu müssen, seit unbesorgt! So genau
sieht man die zugerichteten Leichen überhaupt nicht. Man sieht zwar den
Ripper bei seiner „Arbeit“ jedoch der Blick auf die Leichen bleibt Euch
erspart. ( Merkwürdig fand ich es zwar schon, als z.B. bei einer Szene, ich
sag jetzt nur Kopf und ein paar Kutschenräder, nur wir im Kino laut los
lachten, aber nun ja, wir fanden es eben spaßig!). Splatter braucht hier
niemand zu erwarten ( leider!). Andererseits könnte ich mir Johnny Depp
noch sehr viel weniger in einem blutigen Splatterstreifen vorstellen!
Empfehlen tue ich den Film einfach jedem, der sich für Thriller oder
Serienkiller interessiert! Der Film ist unbedingt sehenswert!!!
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