|
Attack of
the Frisbee-Jason from Outer Space...
Regisseur Greydon Clark, der
uns u.a. auch den wunderschönen Blaxploitation-Kracher „Black
Shampoo“ (USA, 1976) beschert hat, greift mit „Das
Geheimnis der fliegenden Teufel“ bereits 1980 das Thema
des außerirdischen Kopfgeldjägers, der auf der Erde Jagd
auf Menschen macht, auf. Er kann daher sicherlich als
Vorläufer für McTiernan’s Action-Meisterwerk „Predator“
(USA, 1987) angesehen werden, wobei man beide Filme,
abgesehen von eben gemeinsamer Thematik nicht wirklich mit
einander vergleichen kann.
Während „Predator“ ja bekanntlich ein
Non-Stop-Action-Feuerwerk abbrennt, ist Clark’s Beitrag
ein vergleichsweise ruhiger, subtiler Vertreter, der vom
Handlungsaufbau und dem Spannungsbogen fast schon eher dem
Slasher-Bereich zugeordnet werden kann. Mal abgesehen davon,
dass der Unhold hier eben ein Außerirdischer ist, sind
Dramaturgie, Charaktere und Locations fast eins zu eins
vergleichbar mit denen solcher Stalk’n’Slash-Filme wie
„Freitag der 13.“. Denn auch hier gibt es z.B. die
unreifen Teenies, die nichts weiter als Drogen und Sex im
Kopf haben und die unberührte menschenleere Natur abseits
jeglicher Zivilisation, die durch ihre Stille noch eine
zusätzliche Bedrohung darzustellen scheint...
Und wie bei vielen
Teenie-Slashern, werden auch hier gleich mehrere
Klischees bedient: Teenies auf der Suche nach Abenteuern,
eine Hinterwäldler-Kneipe, in der den Zuflucht suchenden
selbstverständlich kein Wort geglaubt wird, ein
durchgeknallter Redneck-Kriegsveteran, der mit geflügelten
Botschaften das Ende der Welt prophezeit und natürlich
schon alles so hat kommen sehen. Letztendlich dann noch ein
NOCH redneckigerer Einsiedler, der sich aufmacht, die
Menschen zu retten...
Mit Jack Palance, Martin
Landau („Ausbruch der wilden Wölfe“ („Alone in the
Dark“, Jack Sholder, USA,1982) und Cameron Mitchell („Cataclysm“,
Tom McGowan, 1980)) geben sich gleich drei bekannte
Genre-Schauspieler die Ehre. Jack Palance („Craze –
Dämon des Grauens“ (Freddie Francis, Großbritannien,
1973)) scheint die Rolle des eigenbrödlerischen Einsiedlers
entweder wie auf den Leib geschrieben zu sein, oder ihm ging
der ganze Film am Arsch vorbei. Zumindest verzieht er
während de Films kaum eine Miene und wollte diese für ihn
wohl wenig herausfordernde Rolle möglichst schnell hinter
sich bringen...
Hauptdarstellerin Tarah Nutter sieht hier allerdings
aus, als sei sie gerade aus der Rotkäppchen-Aufführung des
Schultheaters oder einer japanischen
Schulmädchen-Porno-Produktion entwichen, anders kann man
ihre Frisur mit den albernen Zöpfen wohl kaum
erklären...
Die Effekte um die kleinen
fliegenden Wurfscheiben sind sehr schön gemacht und auch
geräuschtechnisch gut untermalt. Dabei geht es zwar
teilweise etwas glibberig, von Blutgehalt her ist der Film
jedoch relativ zahm. Der Film überzeugt dann auch eher
durch seine Spannung als durch übertriebene
Effekthascherei. Der Außerirdische selbst kommt leider erst
in den letzten Minuten des Filmes zum Vorschein. Das ist
zwar einerseits schade, da die Maske relativ gut
rüberkommt, andererseits wird gerade dadurch auch Spannung
erzeugt, dass des Rätsels Lösung somit nur scheibchenweise
präsentiert.
Horrorfans, die sonst dem
Science-Fiction-Film nicht gerade viel abgewinnen können,
sollten sich von der Alien-Thematik nicht abschrecken
lassen, sondern getrost einen Blick wagen!!!
Spannender oft unterschätzter Alien-Grusler mit
Teenie-Slasher-Ansätzen. |