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"The She-Creature" lief
einst im Double-Feature zusammen mit Roger Corman's "The Day
the World ended". Wer nun aber schon glaubt, dass der Streifen
deshalb auch in der selben Liga wie eben genannter Endzeitthriller
spielt, der täuscht sich gewaltig. Von Genrekenner Edward L. Cahn,
von dem noch viele weitere Filme wie etwa "It! The Terror from
Beyond Space", "Invisible Invaders" oder
"Creature with the Atom Brain" stammen, ist man nämlich
durchaus besseres gewohnt. "The She-Creature" mag für die
damalige Zeit noch ein passabler Monsterkrimi gewesen sein, wirkt
heutzutage aber nur noch überaus ermüdend und einschläfernd, da
der Film bis auf das Finale mit keinen nennenswerten Höhepunkten
aufwarten kann.
Wenn man sich die Inhaltsangabe so durchliest, könnte durchaus ein
anderer Gedanke aufkommen, der Lust auf den Film macht und nichts
böses ahnen lässt. Obwohl Cahn sein Monster auch schon
überraschend früh ins Bild wanken lässt, will sein Auftreten
einfach nicht so recht zünden und wird so schnell wieder von der
konstanten Langatmigkeit plattgewalzt. Das Problem des Films sieht
nämlich folgendermaßen aus: Den Hypnoseakten kommt ein zu
umfangreicher Anteil zu, zudem wirken viele Dialoge sinnlos und
unnötig in die Länge gezogen. Wenn einmal eine etwas
actionreichere Sequenz, sprich in diesem Fall ein Mord, den
Bildschirm unsicher macht, folgen gleich darauf wieder ewig lang
andauernde Polizeiermittlungen und Gespräche, die die zuvor
aufkommende Atmosphäre zerstören.
Meist ist es gerade der Faktor, die Tatsache, dass ein alter Film
sichtlich ein Publikum aus den 50ern anspricht, ausschlaggebend für
seinen Unterhaltungswert heute. 30 Jährige, die als Jugendliche
verkauft werden, kreischende Frauen und coole Typen, die
letztendlich eine Lösung für das Problem finden. So sieht für
mich der typische, altmodische Monsterfilm aus, den ich schätze und
liebe (bestes Beispiel, siehe "Die Rache der schwarzen
Spinne"). Hier allerdings ist das etwas gänzlich anderes, denn
bis auf das ulkige Gummimonster finden sich keinerlei Aspekte eines
typisch-alten Horrorfilms, der den unschuldigen Charme eines 50er
Jahre Traskloppers versprüht. Nein, "The She-Creature"
versteift sich viel zu sehr auf seine Handlung und seine Charaktere.
Ohne all zu viel Spannungsmomente darf Dr. Carlo Lombardi die sich
ihm widersetzende Andrea hypnotisieren, um so das prähistorische
Monster zum Leben zu erwecken und es Leute töten lassen, die ihm im
Weg sind. Ist das geschehen, folgt wieder eine endlos lange
Beschuldigungssequenz gegen Lombardi seitens der Polizei oder eben
die Ermittlungen von eben dieser.
Das zieht sich über 76 Minuten hinweg und verliert irgendwann an
Reiz. Einzig einige Effekte, etwa wenn Brillen wie von Geisterhand
getragen durch die Luft schweben, oder sich Fenster von alleine
öffnen, sind gut gemacht und natürlich sieht auch das Monster auf
eine ganz eigene Art und Weise super aus. Zwar steckte hier ein
Schauspieler in einem Gummikostüm, doch gerade dadurch verleiht das
dem Streifen das typische Flair, wie es eben nur vor 50 Jahren
existierte.
Die Schauspieler betrachtend habe ich eigentlich nichts zu merken,
jeder macht seinen Part recht überzeugend. Lediglich Chester Morris
als Lombardi übertreibt es hin und wieder mit seiner
Hypnosetechnik, denn durch seine tiefe, langsame Stimme und seine
trägen Bewegungen schläft nicht nur Andrea, sondern auch der
Zuschauer fast ein.
"The She-Creature" ist einer von den Filmen, zu dem mir
Ausnahmsweise mal das gleichnamige Remake (in Deutschland unter dem
Namen "Todesengel aus der Tiefe" erschienen) besser
gefallen hat. Mein Hauptkritikpunkt ist der, dass Edward L. Cahn
sein Monsterfilmchen einfach zu langsam und schleppend inszenierte,
es mag keine richtige Spannung entstehen und irgendwann verliert man
einfach das Interesse an den Geschehnissen. Da kann auch das schön
trashige Gummimonster (das so auch für "Voodoo Woman"
verwendet wurde), sowie die Effekte nicht mehr viel herausholen,
"The She-Creature" ist letztendlich nur für Komplettisten
und Sammler angestaubter Monsterfilme zu empfehlen.
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