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Wo
die prallen Säcke hüpfen...
Oje...
Da hatte wohl jemand arge finanzielle Probleme. Oder, Mr.
McNaughton?
Der
Regisseur des Meisterwerks "Henry - Portraut of a
Serial Killer" hat hier einen billigen Schund
verbrochen, der getrost zum Bodensatz des Women-in-Prison
(W.I.P.) - Genres gezählt werden kann.
Der
Titel ist dreist angelehnt an den Klassiker "Kampf der
Hyänen (Girls in Prison)" von 1956. Das war's dann
aber auch schon mit der ganzen Herrlichkeit. Zwar
kann man zu Gute halten, dass er wohl einer der
W.I.P.- Filme ist, wo die Häftlinge am schnellsten hinter
schwedische Gardinen wandern (und dieses auch auf ganz
unterhaltsame Art und Weise), allerdings ist der Rest des
Films schlichtweg langweilig, dümmlich und irgendwie
peinlich.
Ganz
offensichtlich für das amerikanische Fernsehen gedreht,
braucht man sich nicht zu wundern, dass hier alles züchtig
und jugendfrei vonstatten geht. Die Lesben unter der Dusche
knutschen, als wollten sie im nächsten Moment zur Audienz
beim Papst. Statt Catfight ist Katerstimmung angesagt, und
diese ist dann auch noch eher dürftig vorgetragen.
Immerhin
kann man bei genauem Hinsehen einen Blick auf die
entblößte Brust von Anne Heche erhaschen, sofern man das
möchte und noch nicht eingepennt ist. Anne Heche, ohnehin
schon recht hellhäutig, kommt in GIRLS IN PRISON noch
blasser rüber. Das liegt zum einen an ihrer ziemlich
stupiden Schurkinnen-Rolle, zum anderen an der völlig
unpassenden Synchronstimme. Da helfen auch keine schwarz
gefärbten Haare, um sie von den weißen Zellenwänden
abzuheben. Auch
die übrigen Schauspieler passen sich mit ihrer Darbietung
dem miesen Niveau des Films ein. Tom Towles, der den Otis in
"Henry" spielte, taucht als Gefängniswärter auf.
Wohl auch pleite, Mr. Towle? Wohl zuviel in Kollege
McNaughton' Projekte investiert, die ja mit Ausnahme von
"Henry" fast ausnahmslos Rohrkrepierer
waren?
Der
absolute Kracher ist allerdings das finale
Sackhüpf-Rennen!!! Anscheinend war der McNaughton John doch
nicht ganz so klamm und hatte noch ein paar Schekel für
diverse Rauschmittel am Start. Wohl nur unter Drogeneinfluss
kann ein Drehbuchautor auf so einen Schwachsinn
kommen...
Doch halt!
Bevor man jetzt denkt, mit dem Sackhüpfen der Hüpfsäcke
sei der Gipfel debiler Filmkunst erklommen, sollte man sich
die letzte Szene des Films ansehen: Aggie, jetzt ein
Countrystar, gibt im Knast ein Konzert. Wärter und
Knastjulen liegen sich beschwingt von Musik in den Armen.
Sogar die bewaffneten Wachmänner wippen ihre Wummen im
Takt. Es gab da mal eine deutsche Hardcore- Band namens
"Golgatha". Ob diese den Film auch gesehen hat und
sich von ihm für den Titel ihrer EP inspirieren ließ, der
da lautet: "Ich weiß nicht, ob ich weinen oder kotzen
soll"...? Vielleicht hilft in diesem Fall auch
einfach LACHEN und VERGESSEN...
Fazit:
Girls in Prison? Nää, dann lieber RTL-Frauenknast.
Oder doch nicht? Wie wär's mal wieder mit einem
Buch?... |