|
Der Tierhorror ist ja
mittlerweile sehr verbreitet und Grund dafür sind sicherlich Filme
wie „Grizzly“, da er ein Vorreiter dieser Filmbewegung ist. Er
kam im gleichen Jahr wie der etwas bekanntere „Der weiße Hai“
auf den Markt, setzt sich von diesem aber natürlich ab, da es nicht
im blauen Nass sondern im saftigen Grün zur Sache geht.
Und zur Sache geht es wirklich, da „Grizzly“ trotz seiner FSK 16
Einstufung, relativ hart ist und einige, nett anzuschauende
Splattereinlagen darbietet. Hier und da fliegen einige Körperteile
durch die Gegend, was nichtsahnende Zuschauer sicherlich schockieren
wird. Denn die Szenen sind technisch gut umgesetzt und geizen, zum
Glück für die Splatterfraktion, nicht mit Kunstblut. Allerdings
stehen diese Szenen nicht im Mittelpunkt des Films, denn neben den
Trickeffekten gibt es noch eine sehr schöne Geschichte zu
betrachten.
Die Macher haben sich glücklicherweise nicht allein darauf
verlassen, die wunderschöne Umgebung, rund um den Nationalpark, in
Szene zu setzten, man hat sich auch Mühe mit dem Skript gegeben.
Denn gleich zu Anfang merkt man, dass es sich nicht um eine 0815
Geschichte handelt, sondern eine gewisse Tiefe vorhanden ist, die
mit sinnigen Dialogen gespickt ist und ab und an mal für einige
Spannungsmomente sorgt. Durchweg spannend ist der Film nicht, man
ist aber irgendwie daran interessiert, dass mordende Tier zu sehen,
da es sehr lange im Verborgenen bleibt. Gepaart mit der schönen
Wildnisatmosphäre, die dem Betrachter die Freiheit der Wildnis
suggeriert, ist es eine gelungene Kombination, die einfach nur Spaß
macht.
Wie gesagt bleibt der pelzige Protagonist lange im Verborgenen, man
sieht nur hin und wieder eine Pranke durch das Bild huschen, was
auch erkennen lässt das nicht für alle Aufnahmen ein echtes Tier
verwendet wurde. Dieses sieht man dann allerdings später und einige
der angriffslustigen Posen des haushohen Tieres können durchaus
angsteinflößend sein. Da möchte man nicht mit den Akteuren
tauschen, die im übrigen eine durchweg solide Leistung abgeben, was
in diesem Subgenre des Horrorfilms ja leider nicht immer der Fall
ist. Zugegebenermaßen sind die Ansprüche auch nicht allzu hoch, da
die Charaktere nicht intensiv durchleuchtet werden und die
Schauspieler nicht vor unlösbaren Aufgaben stehen.
Zusammenfassend kann man sagen, dass „Grizzly“ ein gut zu
betrachtender Tierhorrorfilm ist, der für eine Empfehlung ab 16
Jahren recht hart rüberkommt. Es kommt keine Langeweile auf und die
Umgebung ist einfach nur sehenswert. Zudem gibt es noch ein sehr
gutes, wenn auch etwas trashiges Ende, dass an dieser Stelle aber
natürlich nicht verraten wird...
|