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Eines muss man den
Machern lassen, diesmal haben sie sich wirklich etwas originelles
einfallen lassen. Ein Mann der sich umbringen will und merkt das er
unsterblich ist sieht man echt nicht alle Tage. Ehrlich gesagt habe
ich noch keinen Film gesehen, der eine vergleichbare Story hat und
wenn dann kann ich mich nicht mehr dran erinnern. Anders als bei „Devil
Experiment“ und „Flowers of flesh & blood“ geht Teil 3 „He
never dies“ nicht sofort ohne weiteres los, sondern baut nach und
nach seine Handlung auf.
Am Anfang sehen wir
einen Mann am Schriebtisch reden, der uns erzählt um was es in
diesem Film geht und uns versucht klarzumachen, dass das alles eine
Wahre Geschichte sein und und und... Also wenn das wahr sein soll,
dann fresse ich einen Besen, denn keiner kann überleben wenn man
alle Innereinen draußen hat und das einzige im Körper die
Wirbelsäule ist. Egal, in den weiteren 15 Minuten wird uns das
Leben des Geschäftsmannes präsentiert und wie alles bergab geht.
Dann nach ungefähr 20 Minuten geht der Film aber voll los. Er
versucht sich mit allen möglichen Methoden umzubringen, was
teilweise auch sehr lustig aussieht. Als der Mann dann im weiteren
Verlaufe des Filmes seinen Kollegen zu sich bestellt um ihn
schließlich mit seinen eigenen Gedärmen zu bewerfen gibt es keinen
Zweifel mehr, diesen Film ist kein bisschen ernst!
Ab da wo der
Geschäftsmann anfängt sich zu verstümmeln kommt eine Splatter und
Goreszene nach der anderen, bis am Ende nur noch ein sprechender
Kopf auf dem Tisch liegt. Die Effekte sind großteils auch sehr gut
gemacht, nur ganz selten kann man das Latex erkennen. Also ein
großes Lob an die Splattereffekte, die nicht gerade selten
vorhanden sind. Alle Splatterszenen sind meisteins auch immer mit
einer schönen Prise schwarzen Humor gewürzt, so dass man diesen
Teil 3 durchaus als ziemlich unterhalten bezeichnen kann.
Unterhaltend aber nur für eingefleischte Splatterfans, alle anderen
würden sich angewidert wegdrehen.
Ab Teil 3 der „Guinea
Pig“ Serie gibt es auch endlich mal mehr oder weniger anständige
Dialoge, was ich persönlich positiv empfunden habe. In Teil 2 wird
zwar auch immer wieder geredet, aber das was da gesagt wird ist so
etwas von hirnlos, dass ich mich Teilweise schier nicht mehr
eingekriegt habe, obwohl Teil 2 eigentlich schockieren soll. Es
empfiehlt sich auf jedenfall ab Teil 3 die deutschen (oder
englischen) Untertitel einzuschalten und mitzulesen, da
wahrscheinlich so gut wie keiner von euch japanisch kann (schätze
ich zumidest mal). Schauspielerisch gesehen darf man natürlich
nicht zuviel erwarten, aber für einen „Guinea Pig“ Film absolut
okay.
Meine Meinung basiert
auf der ungeschnittenen DVD Fassung von Devil Pictures, die zusammen
mit den anderen 5 „Guinea Pig“ Filmen und 2 Making Of’s in der
„Guinea Pig Box“ erschienen ist. Auf die Boy selber werde ich am
Ende meine „Guinea Pig“ Reihe noch etwas eingehen. Die Bild und
Tonqualität ist wenn man bedenkt um was für einen Film es sich
handelt wieder sehr gut und man kann den Film in Dolby Digital
anschauen. Die Filmsprache ist japanisch und es sind deutsche und
englische Untertitel vorhanden. Bei den Extras sieht es wieder mal
mies aus, denn bis auf die langweilige Slideshow ist überhaupt
nichts vorhanden, nicht einmal der Trailer zum Film.
Die Box ist auch von
Devil Pictures auf VHS erschienen.
Nach dem seltsamen
ersten und dem miesen zweiten Teil hatte ich ehrlich gesagt keine
große Hoffnung mehr, aber Teil 3 hat gezeigt das nicht alles zu
spät ist. Ich vergebe hiermit 4 Sterne, da mir dieser Teil wirklich
gefallen hat und ich empfehle ihn diesmal allen Splatterfans weiter.
Er ist mein zweit Lieblingsteil und wird nur noch von Teil 6 „Mermaid
in a Manhole“ übertrumpft. |