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Sarah Wolfe hat als
Einzige die grausamen Ereignisse in der Vannacutt-Villa überlebt, aber
natürlich halten alle den verrückten Gastgeber Stephen Price für den
Mörder, während niemand Sarahs Version, es seien die Geister der
verstorbenen Irren gewesen, Glauben schenkt - nicht einmal ihre Schwester
Ariel (Amanda Righetti). Diese erreichen zwar zur Zeit viele Anrufe von
Sarah, doch die Verlegerin eines renommierten, erotischen Modemagazins hat
weder Zeit, noch Lust sich mit den Hirngespinsten ihrer Schwester
herumzuschlagen. Da ereilt Ariel kurz darauf die Nachricht, dass Sarah
Selbstmord begangen habe, doch so recht will sie diese Geschichte nicht
glauben. Von dem Kunsthistoriker und Universitätsprofessor Richard (Steven
Pacey) erfährt Ariel, dass Sarah vermutlich von finsteren Kriminellen
verfolgt wurde. Weiterhin erzählt Richard ihr, dass er schon seit Jahren
auf der Suche nach der sagenumwobenen Statue des Baphomet ist und einige
Hinweise darauf deuten, dass sich eben diese irgendwo im
Vannacutt-Sanatorium befindet.
Zuerst
schenkt Ariel den Worten des Professors keinen Glauben, doch kurz darauf
wird sie in ihrer Wohnung von den selben Kriminellen überfallen, die auch
ihre Schwester auf dem Gewissen haben. Der Kopf der Bande, Desmond (Erik
Palladino) ist ein ehemaliger Student Richards und weiß von den Vermutungen
um die Statue des Baphomet. Er entführt Ariel und ihren Freund Paul (Tom
Riley), um mit seinen Komplizen persönlich in der Villa nach dem wertvollen
Kunstgegenstand zu suchen. Zur selben Zeit macht sich auch Professor Richard
mit zwei seiner Studenten auf den Weg zu der stillgelegten Nervenheilanstalt
für Geisteskranke. Dort treffen die beiden unterschiedlichen Gruppen
aufeinander, woraufhin Richard und seine Studenten ebenso in Desmonds Gewalt
geraten wie Ariel und Paul. Doch die Waffengewalt der Verbrecher ist schon
bald ihr geringstes Problem, denn die Geister der toten Geisteskranken,
sowie Dr. Vannacutt (Jeffrey Combs) selbst tauchen schon bald auf und sorgen
unter den ungebtenen Gästen für ein furchtbares Blutbad... |
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Jahre ist es nun schon her, seit "Haunted Hill", das Remake zum
Vincent Price - Klassiker "Das Haus auf dem Geisterhügel", an den
Kinokassen absahnen und sich unter den Horrorfans eine enorme Fanbase
verschaffen konnte. Der Film gilt im Allgemeinen als eines der besten
Remakes und so war der Gedanke, ein Sequel nachzulegen, natürlich nicht
weit entfernt. Nachdem aber die Jahre ins Land zogen, hätte irgendwann wohl
niemand mehr ernsthaft damit gerechnet, bis der Gedanke 8 Jahre später doch
noch umgesetzt wurde und "Return to House on Haunted Hill" auf dem
DtV-Markt erschien. Die Reaktion der Fans war natürlich schon im Voraus
eher negativ und nach seinem Erscheinen hatte der Streifen sogleich mit
jeder Menge schlechter Resonanz zu kämpfen - was sich bei genauerer
Betrachtung aber stark in Frage stellt, denn entgegen der allgemeinen
Erwartung ist aus dem Ganzen doch noch ein passables bis gutes Sequel
geworden.
Mit
der Realisierung wurde der spanische Regisseur Víctor García betraut,
allerdings stellt es bislang noch keine Bildungslücke dar, von diesem Namen
noch nie gehört zu haben. García war bislang eher im Special Effects -
Bereich tätig und war an den Effekten für die Filme "Dagon",
"Romasanta", "Hellboy" und "Sprich mit ihr"
beteiligt. Zwar nahm er bereits 2003 auf einem Regiestuhl platz, um den
Kurzfilm "El Ciclo" in den Kasten zu bringen, doch "Haunted
Hill 2" war seine erste, große Regiearbeit und nach bisherigen
Informationen nicht die letzte. García und seinem Team war vermutlich klar,
dass es ihnen nicht gelingen würden, die Atmosphäre des ersten Teils zu
kopieren, deshalb konzentriert sich das Sequel verstärkt auf das Zeigen von
Schauwerten in Form von reichlich nackter Haut und exzessiver Gewalt.
Die
Story ist quasi nur Alibi für die blutigen Taten der Geister und erscheint
auch während den äußerst knappen 78 Minuten Laufzeit durchaus blass. Mit
dem Tod von Sarah Wolfe wurde nicht nur das außerordentlich fiese Ende des
Erstlings zerstört, sondern auf die schnellstmögliche Art und Weise ein
neuer Hauptcharakter erdacht. Ariel ist Sarahs Schwester und gerät gegen
ihren Willen in eine Verstrickung, die sie selbst in das Anwesen Dr.
Vannacutts führt, wo sie schon bald um ihr Leben kämpfen darf.
Letztendlich benötigte Drehbuchautor William Massa einfach einen Vorwand,
um eine größere Gruppe Menschen in dem Horror-Anwesen zu versammeln. Dass
das Drehbuch keine Auszeichnung erhalten würde, war wohl allen Beteiligten
bewusst.
So
bleiben die Charaktere meist im Dunkeln und agieren nur ihrer bestimmten,
individuellen Funktion wegen. Was bislang aber auf einen eher
unterdurchschnittlichen Film schließen lässt, wandelt sich schnell zu
einem ausgezeichneten Party-Spaß, sobald das große Sterben beginnt. Hier
sieht man wieder einmal die Auswirkungen von Streifen wie
"Hostel", "The Hills Have Eyes" und Konsorten, denn eine
solch exzessive Gewalt wie in "Haunted Hill 2" wäre noch vor ein
paar Jahren im Mainstream undenkbar gewesen. Gorehounds dürfen sich auf
Entweidungen, weggeschnittene Gesichter, Vierteilungen und vieles mehr
einstellen, ein Gewaltakt jagt den nächsten. Hier liegt auch der große
Unterschied zum Erstling, denn wo dieser nur vereinzelt auf Blut setzte,
deckt das Sequel das breitmöglichste Spektrum an Grausamkeiten ab, um damit
von der Nichtexistenz eines vernünftigen Plots abzulenken.
Hinzu
kommen ein paar Titten, eine im Grunde vollkommen sinnfreie Lesbenszene und
vorbei sind die 78 Minuten, ohne dass dem Zuschauer die unzähligen Defizite
des Werkes weiter aufgefallen wären. Es lässt sich eben mit nichts besser
ablenken als mit einer Menge zerfetzter Leiber und reichlich nackten
Mädels. All zu hart sollte man aufgrund dessen allerdings nicht mit
"Haunted Hill 2" ins Gericht gehen, denn Unterhaltung wird hier
tatsächlich pausenlos geboten, auch wenn sich Atmosphäre und Spannung in
Grenzen halten. Die atmosphärisch dichtesten Szenen sind die, in denen
jemand in direkten Kontakt mit einem Geist gerät und bruchstückhaft dessen
Leidensgeschichte als Patient von Dr. Vannacutts Sanatorium erleben darf.
Hier werden Erinnerungen an die Glanzpunkte aus dem Erstling wach, auch wenn
"Haunted Hill 2" atmosphärisch betrachtet niemals an diesen
heranreicht.
Im
großen und ganzen geht die sonstige Inszenierung in Ordnung. Die riesige,
villenhafte Anstalt an der Küste wurde vor allem in den Außenaufnahmen
wieder einmal sehr dynamisch mit vielen Kameraflügen eingefangen, während
es im Inneren immer noch einen gewissen beängstigenden Charakter aufweist.
Der Höhepunkt ist dabei ein großer Wassertank, in dem es die
Hauptprotagonisten mit allerlei ertrunkenen Geistern zu tun bekommen.
Schauspielerisch
befindet sich der Streifen auf geläufigem B-Niveau. Amanda Righetti füllt
den Part der Hauptfigur sehr gut aus, während Erik Palladino als
Oberbösewicht Desmond nur wenig glaubhaft erscheint, da ihm jedwede
bedrohliche Ausstrahlung fehlt. Seine Handlanger sind großteils bullige
Schläger, denen man ihre Rollen zwar abkauft, wobei aber deutlich wird,
dass Schauspielern nicht zu dem sonstigen Hobby ihrer Darsteller gehört.
Horrorfans dürfen sich indessen erneut auf Kult-Akteur Jeffrey Combs
freuen, der, wie bereits im Erstling, den wahnsinnigen und sadistischen Arzt
Dr. Vannacutt mimt.
"Haunted
Hill 2 - Die Rückkehr in das Haus des Schreckens" ist
glücklicherweise nicht so schlecht, wie ihn einige Kritiker dastehen
lassen. Dafür, dass es sich um ein Direct-to-Video Sequel zu einem wirklich
überzeugenden Horrorfilm handelt, was ja oftmals nichts Gutes verheißt,
wird man hier pausenlos gut unterhalten. Die offensichtlichen Drehbuch - und
Inszenierungsschwächen wurden mit haufenweise Gore und Nudity kompensiert,
so dass man 78 Minuten pausenlos mit Blut und nackten Tatsachen bei Laune
gehalten wird. Atmosphärisch und spannungstechnisch spielt "Haunted
Hill 2" bei weitem nicht in der selben Liga wie sein Vorgänger,
trotzdem werden die meisten Horrorfans den Film mögen. |