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Im Österreich des 17.
Jahrhunderts ist es in einem kleinen Örtchen an der Tagesordnung, dass
Hexen gequält und verbrannt werden. Dies liegt vor allem an dem
heimtückischen Hexenjäger Albino, der nach Lust und Laune Frauen der
Hexerei bezichtigt, wenn sie nicht das erledigen was er im Sinn hat. Doch
sein Handeln hat sich mittlerweile herumgesprochen und so wird Lord
Cumberland, ebenfalls ein Hexenjäger, in den Ort geschickt um dort für
Ruhe und Ordnung zu sorgen.
Mit dem Lord kommt auch sein langjähriger Assistent Christian von Meruh
mit, der in der hiesigen Schenke direkt ein Auge auf die hübsche Vanessa
wirft. Die beiden lernen sich kennen und ach einer gewissen Zeit auch
lieben, obwohl sie wissen, dass sie aufgrund ihrer Verschiedenheit gar nicht
miteinander liiert seien dürfen. Während dessen packt Albino der Zorn, da
er jetzt nicht mehr frei schalten und walten kann und er bezichtigt Vanessa
eines Abends der Hexerei. Er hat eigentlich keinen Anhaltspunkt dafür, ist
aber erzürnt, da sie sich ihm verweigerte.
Nach dem Gesetzt wird Vanessa in das Gefängnis gesperrt, in dem sich
bereits mehrere Gefangene befinden, die schrecklich gefoltert werden, um
ihnen Geständnisse zu entlocken. Christian muss Tatenlos mit zusehen, wie
seine Geliebte Gefahr läuft auf dem Scheiterhaufen zu landen. Er macht sich
von nun an allerdings Gedanken, ob alles so richtig ist, wie es im Auftrag
der Kirche geschieht und sein Mentor hat er unter ganz besondere Beobachtung
gestellt... |
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„Hexen bis aufs Blut
gequält“ der vom Astro Label unter dem Namen „Mark of the Devil“ neu
und ungeschnitten aufgelegt wurde, zeigt die schonungslose Wahrheit der
Inquisition, was im Falle der Astroversion bei den Beschützern von Recht
und Ordnung wenig Verständnis hervorrief, denn das Tape wurde am 10.07.2000
unsinnigerweise verboten. Sicherlich verfügt der Film über eine gewisse
Härte, doch sollte man sich mal fragen, ob eine drastische Darstellung, die
im übrigen nicht übertrieben wirkt, nötig ist um die Gräueltaten der
Kirche darzustellen, damit sie nicht in Vergessenheit geraten.
Erzählt wird die Geschichte eines jungen Glücks, dass aufgrund der
Umstände nicht zueinander finden kann. Er ist ein Lehrjunge des großen
Hexenmeisters und sie wird der Hexerei bezichtigt. Das die Beschuldigung
völlig haltlos ist, beschreibt die Situation der damaligen Zeit, denn viele
Hexen waren gar keine, sie fanden aber trotzdem den Tod auf dem
Scheiterhaufen. In unserem kleinen Örtchen in Österreich wird erst gar
kein Geständnis benötigt um die Frauen zum Tode zu verurteilen, da der
Hexenmeister Albino die Geständnisse von seinem Untertan erfinden lässt.
Als dann aber Ruhe und Ordnung in den Ort einkehren, bedarf es der Folter.
Denn die Frauen geben natürlich nicht zu das sie Hexen sind, denn sie sind
ja nun mal keine. Aber wenn man Daumenschrauben, Streckbänke und ähnliche
Hilfsmittel über Stunden einsetzt können sich die Damen plötzlich an das
erinnern, was ihnen vorgeworfen wird.
Das dies im Detail gezeigt wird ist dann ebenso abschreckend wie die
Vorstellung, dass alles mal genau so stattgefunden hat. Und da können die
Bewacher von Moral und Ordnung beschlagnahmen, was sie wollen, sie werden es
aber nicht schaffen die Geschichte ungeschehen zu machen. Ob der Film
geschnitten oder ungeschnitten betrachtet wird ist daher völlig egal. Es
kommt auf die Kernaussage des Films an, die ganz klar zeigt was geschehen
ist. Das dies dann in einem wirklich gelungenen Film geschieht, ist wohl ein
weiterer Grund für das Verbot, denn somit läuft er ja Gefahr, von eine
großen Anzahl Leuten gesehen zu werden. Für die Güte des Streifens ist
zum einen die interessante Geschichte, inklusive der Liebesbeziehung,
verantwortlich, aber auch, dass man neben den tragischen Szenen schöne
Mittelalterbilder zu sehen bekommt. Die Schauspieler wurden, wie die
Kulissen, ebenfalls gut gewählt und haben mit Udo Kier auch einen deutschen
Ausnahmeschauspieler zu bieten, der zwar nicht die Hauptrolle spielt, er war
zu dem Zeitpunkt ja noch sehr jung, aber immerhin die tragende Rolle des
Christian.
Alles in allem ist „Mark of the Devil“ ein knallharter Historienfilm,
den man sich ruhig schon mal angesehen haben sollte. Er erzählt etwas, dass
Teile der heutigen Bevölkerung immer noch gerne verdrängen, was aber einen
großen Schaden angerichtet und viele Leben gekostet hat. „Mark of the
Devil“ ist ein wirklich guter Film, der sehr nachdenklich macht. |