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Rap-Legende Snoop Dogg ist, in einem
Comic-Strip, in eine Schießerei verwickelt. Dummerweise trifft er dabei
seine kleine Schwester, die an einem Kopfschuss verstirbt. Daraufhin tritt
der Teufel an Snoop heran und bietet ihm eine einmalige Gelegenheit: Sein
Leben für das seiner Schwester.
Da Snoop das Angebot annimmt, moderiert er als
lebender Toter durch drei Kurzgeschichten.
Geschichte 1:
Eine junge, hübsche Frau, versucht die männlich dominierte Sprayer-Szene
aufzumischen. Sie will den Tod ihrer Mutter rächen und erhält hierfür ein
magisches Geschenk. Ihr wird eine Tätowierung gestochen. Wenn sie nun die
Grafiken der Sprayer übermalt, segnet der Übermalte das Zeitliche...
Geschichte 2:
Der unverschämte Sohn eines hohen Militärs
erbt von seinem Vater ein Anwesen. Allerdings mit Auflagen. Er soll mit den
dort lebenden Ex-Soldaten ein Jahr zusammenleben, was dem weißen Typen und
seiner schrillen Freundin zuwider ist. Er versucht die alten, schwarzen
Menschen zu unterdrücken, was die sich auf Dauer aber nicht bieten
lassen...
Geschichte
3:
Vom Getto in den Rapstar-Himmel. Das ist es, wovon ein junger, aufstrebender
Rapper träumt. Alles würde er dafür geben, doch niemals seine Freunde
vergessen. Als er dann, dank seines Freundes, immer erfolgreicher wird,
scheint er seine guten Vorsätze zu vergessen. Auf dem Zenit seines Erfolges
holt ihn dann seine Vergangenheit ein. Zombiemäßig! |
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Wer hätte es für möglich gehalten, dass es
mal einen Hood-Keeper gibt? Wohl nicht viele, denn bislang war nur der
knochige Crypt-Keeper aus "Geschichten aus der Gruft" bekannt.
Doch nun geht es in die Hood von Snoop Dog, in die "Hood Of
Horror". Dabei ist Snoop nicht weniger ironisch als der Crypt-Keeper,
wenn er vor, zwischen und nach den einzelnen Episoden ins Bild tritt und uns
seine Nachbarschaft näher vorstellt.
Zu Beginn wird einem ein Comic präsentiert,
bei dem man noch nicht erahnen kann, was im Laufe des Films auf einen
zukommen soll. Weswegen der Anfang gezeichnet wurde, kann nur vermutet
werden. Erst denkt man sich eventuell, dass es an der extremen
Gewaltdarstellung liegen könnte und man sich somit selbst vor der Zensur
schützen wollte. Im Verlauf wird einem dann aber klar, dass dies absolut
nicht der Fall ist. Dazu später mehr. Nach der Einführung geht es dann
real weiter, mit drei abgeschlossenen Episoden, die ebenfalls in bester
"Geschichten aus der Gruft"-Manier daherkommen. Nur etwas moderner
halt und im direkten Bezug auf die afroamerikanische Bevölkerung.
Auffällig sind dabei die makabere sowie
ironische Erzählweise und die sehr guten sowie harten Spezialeffekte. Die
Tatsache, dass die Geschichten recht kurz sind, trägt ungemein zum
Unterhaltungsfaktor bei. Ebenso auch die Spezialeffekte die in einer
angenehmen Häufigkeit auftauchen. Allerdings ist man nach der Betrachtung
der ersten Geschichte etwas verwöhnt, da diese doch die blutigste ist, in
dieser Episode gibt es dafür dann aber auch nur die wohl nur drittbeste
Story. Interessant ist bei allen drei Geschichten, dass immer das Gute
gewinnt. Das ist zwar nicht unbedingt unüblich für einen Film, hier ist
der Sieg des Guten aber jedes Mal sehr speziell...
Regisseur Stacy
Title(„Black Devil“) und die Produzenten Tim
Sullivan und Chris
Kobin ("2001 Maniacs") haben eine nette Schauspielcrew
für diesen Streifen gewinnen können. Neben Snoop Dog, der bereits in
mehreren Streifen in kleinen Rollen (z.b. "Training Day" oder
"Oldschool") zu sehen war, sind Danny Trejo („From
Dusk Till Dawn“, „TDR – The Devils Reject“),
WCW-Legende (Catchen) Diamond Dallas Page („TDR
– The Devils Reject“), Richard Gant („Jason
Goes to Hell - Die Endabrechnung“),
Billy Dee Williams („Fear City“)
und andere mittelprächtig bekannte Darsteller zu sehen, die
dem Film sichtlich gut tun. Keiner spielt so, dass er sich oder andere
blamiert und das will ja schon was heißen (für einen Horror-Film mit
lustigem Touch).
Wesentlich
ist auch noch der Soundtrack, der natürlich als feiner Hip-Hop und
stimmungsvollen Rap aus den Boxen dröhnt. Allerdings ist der Sound nicht
sehr aufdringlich, was man aufgrund des beteiligten Protagonisten nicht
vermuten sollte.
Insgesamt betrachtet ist "Hood Of
Horror" ein über 90 Minuten nie langweilig werdender Film, der sowohl
sehr amüsant, interessant und harter Horror-Film ist. Spannung und
Atmosphäre sowie die Zeichnung der Charaktere wird zwar nicht sonderlich
groß geschrieben, braucht es aber auch nicht, damit „Hood Of Horror“
als kurzweiliger Streifen funktioniert. |