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Farmer
Vincent und seine leicht beleibte Schwester Ida betreiben ein
kleines Motel, das den netten Namen „Hello“ trägt. Allerdings
funktioniert die draußen angebrachte Leuchtstoffreklame nicht
immer, weswegen das O schon mal wegflackert...
Vincent und Ida sind beliebt und für ihre Freundlichkeit bekannt.
Zudem werden sie sehr geschätzt, weil sie einige
Rauchfleisch-Delikatessen zubereiten, die einen regen Absatz
finden. Vincent hat eine spezielle Zutat für sein Fleisch, die er
natürlich keinem verrät. Er ist auch bei der Fleischbeschaffung
sehr wählerisch. Zusammen mit seiner Schwester lauert er nämlich
Fremden auf, die sich in die Gegend verirren. Erst bauen sie
Fallen, sammeln die Verunfallten dann ein und verbuddeln sie zum
Reifen im Garten. Natürlich mit durchgeschnittenen Stimmbändern,
damit sich die Opfer nicht akustisch bemerkbar machen können.
Das Leben der beiden Geschwister scheint also in bester Ordnung.
Zumindest bis eine junge Frau ihren Alltag auf den Kopf stellt... |
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„Hotel
zur Hölle“ ist ein ausgesprochen guter Horrorfilm, der aber
aufgrund seiner Thematik nie zu wirklichem Ruhm kam. Dies liegt
aber nicht daran, dass er übelst geschnitten oder sogar vorboten
wurde, sondern weil ihn das Filmlabel (Warner) kurz nach der Veröffentlichung
wieder eingezogen hat. Man befürchtete seitens des Vertreibers,
dass es zu einer Beschlagnahme kommen würde und zog sozusagen die
Notbremse. Somit ereilte „Hotel zur Hölle“ ein ähnliches
Schicksal wie zum Beispiel den Filmen „Planet des Schreckens“
(ebenfalls von Warner) oder „Ritter der Dämonen“ (Universal),
die seitdem begehrte Sammlerstücke waren.
Im Zeitalter der DVD und der damit verbundenen neuen Auflagen, ist
das Thema aber nun vom Tisch. Nach zwei illegalen Veröffentlichungen
zwielichtiger Verkäufer hat sich nun das Berliner Label
CMV-Laservision daran gemacht, den Film neu aufzulegen und ihn so
der breiten Masse zu präsentieren. Und das ist auch gut so.
Denn der Film ist mehr als nur ein Geheimtipp für Freunde des
Horrors. „Hotel zur Hölle“ ist ein durch und durch guter
Film. Mit einer abwechslungsreichen Geschichte, einer grundsoliden
Atmosphäre, guten Darstellern, witzigen Einlagen und einer
geschmackvollen Thematik. Wer den Film mal gesehen hat, wird ihn
lange im Gedächtnis behalten und das sicherlich nicht, weil es
eine Splatter- oder Goregranate ist, die wegen ihrer besonderen
Grausamkeiten vom Markt genommen wurde. Vielmehr weil halt eine
nette Geschichte erzählt wird, die zugegebenermaßen in der ein
oder anderen Szene etwas unappetitlich ist, aber prächtig unterhält.
Die
Fleischgewinnung steht hier im Vordergrund und irgendwie erinnert
das Prozedere unweigerlich an Genreklassiker wie „Kettensägenmassaker“
oder auch „Wrong Turn“. Das liegt zum einen daran, weil viel
Wert auf die Gewinnung von Atmosphäre gelegt wird und zum
anderen, da auch hier degenerierte Hinterwäldler mit von der
Partie sind, die nicht gerade pfleglich mit ihren Gefangenen
umgehen. Vincent und Ida setzten zwar einiges daran, dass ihr
„Mastvieh“ ordentlich gedeiht, doch so richtig wohl dürften
sich die Gefangenen nicht in ihrer Haut fühlen.
Erstaunlicherweise verfügt „Hotel zur Hölle“ über überdurchschnittlich
gut agierende Protagonisten, was in diesem Subgenre ja leider
nicht zum Alltag gehört. Auch die Dialoge können sich durchaus hören
lassen, was ja ebenfalls nicht zum Standart gehört.
Der
Film ist vor allem so abwechslungsreich, da einige Leute
mitspielen. Man braucht ja schließlich Wurst-Nachschub. Die
verschiedenen Rollen sind sehr verschieden angelegt, was noch mal
Schwung in die Geschichte bringt. Des weiteren gibt es schöne
Aufnahmen. Mal dunkel und atmosphärisch und dann mal wieder draußen,
in der wunderbaren Landschaft. Was „Hotel zur Hölle“
ebenfalls zugute kommt ist die Fallenstellerei, mit der das
Frischfleisch besorgt wird und natürlich die verstörenden Fütterungsszenen.
Hier werden erstaunliche Bilder eingefangen, die das Gucken zur
waren Wonne machen.
Hier
und da fehlt zwar mal etwas Spannung und auch aus der Story hätte
man vielleicht ein bisschen mehr machen können, aber der
Unterhaltungswert stimmt und für Freunde des schlechten Humors
gibt es ein furioses Ende, das etwas mit zwei Brüdern, einem
Schweinskopf und einer Kettensäge zu tun hat. So richtig ruppig
wird es allerdings nie. Dies könnte man zwar wegen der Einziehung
des Tapes meinen, ist aber nicht der Fall. Trotzdem ist „Hotel
zur Hölle“ natürlich kein Film für Leute mit schwachem
Magen... |