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In der Nähe eines kleinen Örtchen
namens Lawton in Kalifornien, wird ein Kometenregen gemeldet.
Deputy Brick Bardo geht der Meldung nach. In einem
Naturschutzgebiet erreicht er das Auto des Anrufers, der sich bei
der Polizei gemeldet hat. Er steigt aus, um nach dem Mann zu
suchen und findet ihn auch wenige Momente später. Bardo will die
Befragung starten, als er von dem Mann attackiert wird.
Im Kampf wird Bardo etwas in seinen Gehörgang gesetzt. Etwas,
dass sein Handeln verändert. Er geht zurück in seinen Wagen und
fährt die Strecke zurück zu einem Auto, in dem er bei der
Hinfahrt Teenager beim Fummeln erwischt hat. Wo er eben noch
tolerant reagierte, zeigt er nun sein neues Ich... |
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Innovationen
sind im Horror-Film nicht gerade an der Tagesordnung. 80-90% der
Beiträge sind Aufgekochtes. Auf den ersten Blick scheint
„Invasion – Angriff der Körperfresser“ auch in diesem
Fahrwasser zu schwimmen. Gerade, weil der Name des Streifens an
Oliver Hirschbiegels „Invasion“ erinnern soll. Und ganz so
weit weg ist die Thematik des Films von dem „Body
Snatchers“-Rohrkrepierer mit Nicole Kidman und Daniel Craig von
2007 auch nicht.
Aber sie ist halt anders und vor allem ganz anders in den Kasten
gebracht worden. Abgesehen von einer kleinen Start- und einer
ebenso kurzen Endsequenz bekommt der Zuschauer lediglich eine
Kameraeinstellung zu Gesicht. Gleich zu Beginn wird dem Betrachter
vermittelt, dass es zu einer Katastrophe gekommen sei und man
Kameramaterial eines Polizeiwagens gesichert hat. 63 Minuten am Stück.
Diese bekommt man an einer kleinen Einführung, welche die neue
Kamera-Technik der Cops beschreibt, dargeboten. Eine fest
installierte Kamera, die in ihrer starren Anbringung alle Bilder
am Stück liefert.
Die
Idee funktioniert sehr gut. Über einen langen Zeitraum der 65
Minuten Laufzeit. Leute die aufgepasst haben, werden merken das da
knapp 15 Minuten fehlen. Diese wurden für den Abspann reserviert.
Aber das ist ein anderes Thema. Trotz der eingeengten Sicht, dem
Fehlen von Schnitten und ohne ein ernsthaftes Mitwirken von
Schauspielern wird in erster Linie eine bedrohliche Atmosphäre
aufgebaut. Da der Film in seiner Optik eingeschränkt ist, muss er
mit der Akustik einiges rausreißen. Und hier liegt einer der Stärken
von „Invasion – Angriff der Körperfresser“. Die Geräusche
wirken. Sei es abgehackter Funk, zotige Zombie-Geräusche oder
auch nur die Stimmen aus der Umgebung. Es funktioniert.
Im
Film ist es die ganze Zeit düster. Die Filmsequenz spielt ja auch
bei Nacht. Dennoch hat man sich Mühe gegeben, dass Ganze auch gut
aussehen lassen. Ein Scheinwerfer, der auf dem Fahrzeug angebracht
ist, sorgt für die Beleuchtung. Somit wird ein bedrohliches Bild
mit einfachsten Mitteln erschaffen. Hauptspielplatz ist ein Park.
Mit kleinen, engen Wegen.
Die Art, wie der Film gedreht wurde, bringt aber auch Nachteile
mit sich. Darstellerische Leistungen gibt es zum Beispiel nicht zu
betrachten. Es turnt zwar immer mal wieder wer vor der Kamera rum.
Dies reicht aber nicht, um eine faire Beurteilung der Beteiligten
abzugeben. Immerhin fällt keiner mit Nichtkönnen auf, was ja
auch schon mal was ist.
Ein
weiterer Nachteil ist, dass es zwangläufig zu einigen Szenen
kommt, die weniger interessant sind, beziehungsweise sich etwas
ziehen. Man bekommt Minutenlang die gleiche Einstellung geboten.
Vor dem Auge der Kamera verändert sich nichts. Gar nichts. Das
Geschehen wird dann lediglich von den Dialogen getragen. Dies
funktioniert zwar ganz passabel, dem Auge kann bei solchen Szenen
aber schon mal schnell langweilig werden. Selbst wenn es „Blairwitch“-mäßig
zur Sache geht.
B-Movie-Regisseurs Albert Pyun („Cyborg“, „Nemesis“) hat
mit „Invasion – Angriff der Körperfresser“ auf jeden Fall
einen interessanten Beitrag geschaffen. Die kostengünstige und
zugleich interessante Idee ist auch gekonnt umgesetzt worden. In
seiner Art kann er zwar kein Überfilm sein, dafür ist er zu
beschränkt, seine Story zu trivial. Er ist aber als
Experimental-Werk für Freunde des B-Movies sehr empfehlenswert.
Aber sicherlich wird es hier, wie auch bei dem ähnlich angelegten
„The Blair Witch Project“, eine Lagerspaltung geben. |