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Wie lange mussten wir darauf warten,
dass dem ersten Schneemenschen Leben eingehaucht wird? Und als es
dann soweit ist, wird klar das es sich dummerweise um einen
jähzornigen Serienkiller handelt und keinen Menschen, der seine
neuen Fähigkeiten der Wissenschaft zur Verfügung stellt.
Aber mal im Ernst: Das klingt nicht
nur albern, der Film ist es wirklich.
„Jack Frost“ ist eine Mischung aus
Komödie und Horrorfilm, wobei beide Komponenten aber leider nicht
wirklich überzeugen können. Es gibt zwar alberne Szenen zuhauf,
doch richtig totlachen kann man sich nicht über sie und eine
angemessene Horroratmosphäre kann auch nicht aufgebaut werden, dies
verwundert aber aufgrund der verschneiten und in weihnachtlicher
Stimmung befindlichen Umgebung nicht. Viel Splatter darf man leider
auch nicht erwarten, da der Film bereits ab 16 freigegeben ist und
somit kein Platz für richtig blutige Einlagen gegeben ist.
Eigentlich könnte man meinen, dass
der Streifen für ein Publikum um die 10 Jahre gedreht wurde, aber
dafür ist er dann letzten Endes doch etwas zu zynisch.
Neben der recht schlichten Story, die
sich im Groben damit befasst, dass Jack vereist wird und aufgrund
dieses glücklichen Umstandes die Chance erhält, sich an dem
Polizisten zu rächen, der ihn verhaftet hat. Als der Schneemann
dann das Dorf des Gesetzeshüter erreicht, müssen er und einige
seiner Nachbarn unter dem Terror des Schneeklumpen leiden.
Ebenso unkreativ wie die Story waren
die Hersteller des Schneemanns, der nicht einmal ansatzweise
authentisch wirkt und dem zwischendurch sogar das Styropor
abbröselt. Erstaunlicherweise ist dieser Schneemann dann aber der
beste Schauspieler am Set, was nicht gerade für seine
Darstellerkollegen spricht. Auch die Mordszenen sind alles andere
als mit Liebe hergestellt worden. Sie sind zwar recht blutlastig,
dafür aber sehr laienhaft inszeniert, was natürlich auch wieder an
der Glaubwürdigkeit des Ganzen nagt.
Aber ein paar freiwillige und
unfreiwillige Lacher machen „Jack Frost“ zu einem Film, den man
sich durchaus mal reinziehen kann. Allerdings sollten die
Erwartungen an ihn nicht sonderlich hoch sein und man sollte auch
bedenken, dass da eine Menge Trash auf einen zukommt, der allerdings
etwas inszeniert wirkt... |