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Wenn jemand den Vorgänger von
"Jack Frost – Die Rache des Killerschneemanns"
"Jack Frost - Der eiskalte Killer" gesehen hat, wird
er sich an einen besonderen Beitrag des Horror-Films erinnern,
sicherlich aber nicht an ein unbedingtes Meisterwerk des
Genre. Er kam mit einer neuen Idee daher, war aber
streckenweise recht langweilig.
Sein Nachfolger ist da
glücklicherweise ganz anders. Die Macher haben sich darauf
konzentriert, der Komödie viel mehr trashige Elemente
beizufügen, was die den Spaßfaktor um einiges anhebt. In
einigen Situationen könnte man glatt meinen, es mit einem
Streifen aus dem Hause Troma zu tun zu haben, da alles total
überdreht ist. Zugegebenermaßen sind einige Szenen so
albern, dass sie eigentlich schon nicht mehr witzig sind, dies
wird aber mit dem guten Gesamteindruck kompensiert.
Denn "Jack Frost - Die
Rache des Killerschneemanns " bietet nicht nur witzige
Einlagen, in der ungeschnittenen, nicht für die Jugend
freigegebenen Fassung, kann der erwachsene Betrachter ein
kräftiges Splatter-Feuerwerk bewundern, dass mit durchaus gut
gemachten Spezialeffekten daherkommt, die stellenweise recht
hart sind, durch den ulkigen Unterton des Films aber nicht
übertrieben brutal wirken - Wie man es eben aus Filmen aus
dem Hause Troma kennt.
Das die Story nur Beiwerk ist,
dürfte dem Betrachter egal sein. Der Film hangelt sich von
Szene zu Szene, ohne wirklich etwas zu erzählen. Auch das
Auftreten des Killers zu Beginn sieht nach allem anderen als
einem guten Drehbuch aus, da alles eher unlogisch wirkt.
Lustig ist an der Geschichte allerdings, dass es Parallelen zu
anderen Filmen gibt, zum Ende hin erinnert das Geschehen zum
Beispiel sehr stark an "Critters", dass er an
Streifen wie "Toxic Avenger" erinnert, wurde ja
bereits angesprochen.
Auch schauspieltechnisch gibt es
"natürlich" nichts Besonderes zu berichten. Einige
Schauspieler fallen dadurch auf, dass sie bereits im Prequel
vertreten waren und nicht etwa deswegen, weil sie Großartiges
leisten respektive bereits geleistet haben. Aber auch das ist
beim Betrachten des Films als nebensächlich zu
bezeichnen.
Gut gelungen sind die teilweise
super witzigen Sprüche des kalten Protagonisten. Selten hat
man solch einen positiven Unsinn in so einer Vielzahl in nur
einem Film gesehen. Beim Erraten von Zitaten wird "Jack
Frost 2" in Zukunft sicherlich den ein oder anderen Satz
mitreden.
Etwas negativ ist sicherlich,
dass man in einigen Szenen sieht wie mit einer minderwertigen
Kamera gedreht wurde und das einige CGI-Effekte alles andere
als glaubhaft sind. Doch man muss sich natürlich auch bewusst
sein, dass das Budget nicht das größte war.
Alles in allem ist "Jack
Frost – Die Rache des Killerschneemanns" aber ein
wirklich guter Party-Film, mit einer unverbrauchten Story und
massig Splatter-Einlagen, die das Gucken zum Vergnügen
machen. |