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In der geheimen Forschungsstation „Crystal
Lake“ ist der nicht ganz menschliche Massenmörder Jason Voorhees gefangen
gehalten. Alle Versuche ihn zu beseitigen sind gescheitert und so
entschliesst der Kommandostab ihn für alle Ewigkeiten einzufrieren.
Allerdings misslingt dies, zumindest teilweise. Letztlich ist der Killer
zwar zu einem Eisblock gefroren, doch bevor es soweit war mussten einige den
Löffel abgeben und die Projektleiterin Rowan wurde mit eingefroren.
Ca. 4,55 Jahrhunderte später: Der damalige blaue Planet Erde ist jetzt nur
noch ein Trümmerhaufen, auf dem nichts mehr lebt. Ein Raumschiff, auf dem
sich unter anderem eine Gruppe junger Studenten inklusive Professor
befinden, landet auf der Urheimat der Menschen um Forschungen anzustellen.
Sie entdecken Jason und Rowan, worüber sie sehr erfreut sind. Die
Biomessgeräte zeigen das die Frau wieder funktionstüchtig aufgetaut werden
könnte und so machen sich die Forscher rasch an die Arbeit. Jason wird für
tot erklärt und vorerst den Forschungszwecken zur freien Verfügung
gestellt.
Rowan wird gerettet und es dauert auch nicht lange als der leblose Körper
von Jason erwacht, um die ersten Teenager abzuschlachten. Nun ist Panik auf
dem Schiff und trotz hoher Sicherheitsmassnahmen kommt einer nach dem
anderen ums Leben. Auch die an Bord befindliche Schutztruppe hat nur einen
kurzen Auftritt, denn der Killer ist einfach zu mächtig, um ihn mal eben so
zu töten.
Die Gruppe der Überlebenden wird immer kleiner und bald sieht es so aus,
als könne keiner aus der Raumschifffalle entkommen... |
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Ziemlich lange musst man darauf warten, den
mordenden Maskenkiller zum 10. Mal auf der Leinwand zu erblicken, aber diese
lange Wartezeit hat sich durchaus gelohnt. Zwar ist „Jason X“ nicht
gerade als Überflieger zu bezeichnen, aber ein netter Slasher ist er
allemal.
Nachdem im neunten Teil ja schon verkündet wurde, dass er der „Final
Friday“ sei, ist es etwas überraschend, als man Jason in einem
Forschungslabor sieht. Was nicht weniger überraschend ist, ist der kleine
Gastauftritt des Horrorguru David Cronenberg, der aber wirklich nur klein
ist. Dann kommt es auch schon frühzeitig zu den ersten Morden und bald
drauf ist Jason nur noch ein Eisklumpen, der 455 Jahre später von einer
Gruppe Teenagern gefunden wird. Hier kommt es dann zu der ersten
außergewöhnlichen Splatterszene, deren noch einige weitere folgen sollen.
Jason ist natürlich so eingefroren, wie seine letzte Bewegung war und die
war, wie man ihn kennt. Die Machete über den Kopf ausgestreckt steht er nun
da und als die Gruppe ihm sich näher fällt der Eisklotz nach vorne und
trenn einem Studenten den Arm an der Schulter ab. Eine wirklich sehenswerte
Szene, die eindeutig Lust auf mehr macht!
In Anschluss an diese Szene merkt man dann auch direkt, wie seltsam einige
Sachen sind, aber wir befinden uns ja in der fernen Zukunft... Der Junge
rennt auf jeden Fall eine ganze Weile mit seinem abgetrennten Arm rum und
wird dann in eine Art Operationssaal gebracht, wo sich Millionen von Ameisen
damit beschäftigen, ihm sein Körperteil wieder nahtlos anzubringen. Hier
sieht man auch klar und deutlich, dass dies der erste Teil der Reihe ist, in
dem Computertechnik angewendet wurde. Sie ist zwar nicht perfekt, lässt
sich aber gut anschauen. Auch neu ist, dass erst mal ein nicht menschliches
Wesen mitspielt, ein weiblicher Roboter, der nicht wie ein Roboter ausschaut
und Jason richtig zusetzt.
Neben der bekannten Spannung, die diesmal aber nicht von der typischen Camp
Cristal Lake Atmosphäre unterstützt wird, sondern einer
"Alienähnlichen", gibt es auch noch einige Gags, die zwar nicht
immer sonderlich gelungen sind, aber durchaus ablenken. Wo wir gerade bei
der künstlichen Dame waren, nehmen wir sie doch einfach erneut für ein
Beispiel. Sie steht ihrem Erschaffer gegenüber, mit hochgezogenen T-Shirt
und deutet auf ihre Brustwarzen, die plötzlich abfallen. Sie sagt das sie
auch so schöne Brüste haben will, wie die anderen Mädchen. Solche Szenen
sind zwar nicht die besten Schenkelklopfer, man sieht aber das die Macher es
zumindest probiert haben.
Die Schauspieler glänzen genauso, wie jene, die in den vorherigen neun
Teilen das Ruder übernommen haben, nämlich gar nicht. Aber warum sollte
man auch ein funktionierendes Konzept verlassen und auf Schauspielprofis
zurückgreifen? Die Jungs und Mädels machen ihren Job also so, wie der
Betrachter es sehen will und sterben unprofessionell aber ansehnlich.
Insgesamt betrachtet ist „Jason X“ zwar ein typischer Teil der Reihe, er
ist aber dennoch etwas untypisch. Das Verlassen des reinrassigen
Horrorgenres in das des Horror Science-Fiction ist durchaus gelungen und
bringt somit neuen Schwung in die Reihe, die mittlerweile ja auch ein etwas
anderes Publikum haben dürfte als zur Zeit der ersten Teile. Allerdings
darf man nicht verschweigen, dass das filmische etwas zu wünschen übrig
lässt und das selbst die guten Splatterszenen, die leider nicht
übermäßig vorkommen, den Film nicht zu einem Kultfilm machen werden. Es
ist ein solider Streifen, aber sicherlich nicht der Beste der Reihe. |