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Das US-Militär tüftelt in altbewährter
B-Movie Manier mal wieder an einem streng geheimen Experiment, dessen
Resultat die Erschaffung einer gefährlichen neuen Rasse von Supersoldaten
sein soll. Unter der Leitung von Major Blevins (Michael Madsen) arbeiten die
beiden Wissenschaftler Lena (Deanna Dezmari) und Stroheim (John Evans) in
einer abgelegenen Einrichtung fieberhaft an dem Projekt. Als Testobjekt wird
der hochdekorierte Soldat Sgt. Dodds (Simon Northwood) verwendet. Dieser
wird von Blevins jedoch getäuscht und zuerst übel zusammengeschlagen, um
dann ein Loch in den Hinterkopf gebohrt und eine Flüssigkeit injiziert zu
bekommen. Das Experiment geht jedoch schief. Dodds kann sich befreien und
einen Anwesenden Soldaten töten, bevor er mit knapper Not gestoppt wird.
Wenig später finden sich einige Jugendliche, unter ihnen der Schulabbrecher
Buddy (Steve Arbuckle) und die obdachlose Ausreißerin Carrie (Erin
Mackinnon) in eben dieser Einrichtung ein, wo sie darauf warten, ihren
Dienst bei der Army anzutreten. Als sie nacheinander zur Untersuchung
geschickt werden und sich danach merkwürdig verändert fühlen, wird ihnen
klar, dass hier irgend etwas nicht stimmt, weshalb sie die Flucht wagen.
Dabei befreien sie versehentlich den eingesperrten Dodds, der sich sogleich
wieder daran macht, Soldaten zu meucheln. Von Blevins erfahren die
Jugendlichen, dass sie als Versuchskaninchen für ein Experiment herhalten
mussten, welches zum Ziel hat, den perfekten Soldaten zu schaffen.
Nebenwirkungen sind dabei ein gesteigertes Lust- und Gewaltpotenzial.
Während Dodds immer noch auf freiem Fuß ist, schaltet sich ein
Selbstzerstörungsmechanismus ein, der das gesamte Gebäude in 45 Minuten in
die Luft sprengen wird. Ein Kampf ums Überleben beginnt... |
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Wenn man das Cover von "UKM: The Ultimate
Killing Machine" so betrachtet, könnte man sofort den Eindruck
erhalten, dass es sich dabei um irgend einen beliebigen "Hostel"
Verschnitt handelt, der versucht, auf der derzeitig grassierenden
Terrorfilm-Welle mitzuschwimmen um daraus etwas Profit zu schlagen. Obwohl
ich derartige Streifen nicht immer gutheiße, hätte ich mir im Fall von
"UKM" zweifelsohne gewünscht, einen kostengünstigen
"Hostel" Verschnitt zu sehen, denn dieser wäre sicherlich noch
weitaus unterhaltsamer gewesen als das, was David Mitchell mit dem hier
vorliegenden Stück Zeitverschwendung zumutet. Vor dieser Regiearbeit war
Mitchell schon an einigen anderen Streifen beteiligt, etwa "Nightmare
City", "Das Mädchen und der Fighter" oder "The New
Killing Machine", welcher allerdings nichts mit "UKM" zu tun
hat.
Das Schlechteste am Film, so viel sei vorneweg genommen, ist gleich seine
Story, welche von Tyler Levine und Tim McGregor absolut lieb- und
einfallslos geschrieben wurde. Da hätten wir also eine Art Supermutant, der
die meiste Zeit über zähnefletschend und böse schreiend durch die Gegend
rennt, um sich an denen zu rächen, die ihn betrogen und zu dem gemacht
haben, was er nun ist. Auf der anderen Seite die für einen derartigen Film
unerlässlichen Teenager, für die man sehr tief in die Klischeekiste griff.
Buddy ist ein brilletragender Loser, für den der Gang zur Army die einzige
Möglichkeit war, etwas aus seinem Leben zu machen. Waylon ist der typische
Aufreißer und Macho, der zum Wehrdienst gezwungen wurde. Mit Zoe haben wir
dann noch einen weiblichen Drogenjunkie und mit Carrie eine obdachlose
Ausreißerin. Alles nicht gerade Charaktere, mit denen man sich
identifiziert, doch wie sich das auf "UKM" auswirkt, wird später
noch geklärt werden.
Meinen Informationen nach soll der Streifen ganze 5 Millionen Dollar
gekostet haben, doch wenn man sich das Werk so ansieht, muss man sich doch
fragen, wohin das Budget verschwunden ist. Das fängt schon bei der
Ausstattung an und den Sets an. "UKM" will in einem geheimen,
militärischen Forschungslabor spielen, doch dieses sucht man den ganzen
Film über vergebens. Der Streifen spielt sich vorübergehend in schlecht
ausgeleuchteten Gängen ab. Wenn man bedenkt, dass das Projekt der Army 100
Millionen Dollar gekostet haben soll, dann ist das mehr als lächerlich,
denn hier erinnert wirklich nichts an ein gut ausgerüstetes
Forschungslabor. Mit den Kulissen ist es allerdings in B-Movies immer so
eine Sache für sich, weshalb man ja zu dem Kompromiss kommen kann,
"UKM" diese Schwachstelle zu verzeihen, wenn wenigstens der
Unterhaltungswert stimmt.
Leider sieht es aber auch hier düster aus, denn wirklich spannend oder
atmosphärisch wird das Teil nie. Nach durchaus gut inszenierten
Anfangsminuten, in denen Sgt. Dodds einem brutalen Experiment unterzogen
wird und anschließend flieht, sinkt das Niveau von "UKM"
anschließend immer weiter ins Bodenlose. Was als guter B-Horror anfängt,
entpuppt sich schnell als handelsüblicher Teenieslasher, der jedoch auch
diesem Subgenre nicht gerecht wird. Obwohl Waylon, Zoe und Buddy und Carrie
die meiste Zeit über im Vordergrund stehen, werden sie nie einer direkten
Bedrohung ausgesetzt. Der Mutantenartige Supersoldat Dodds ist nämlich mehr
daran interessiert, sich an seinen Peinigern zu rächen, als unschuldige
Teens zu meucheln, weshalb die vier Jugendlichen sich mehr mit ihren
Veränderungen beschäftigen, als sich in Lebensgefahr zu befinden. Das
äußert sich dann ungefähr so, dass die vier in den unpassendsten
Situationen geil werden und lüstern übereinander herfallen. Dümmer geht’s
nun wirklich nicht.
Die kaum actionreiche Inszenierung sorgt dann dafür, dass man überhaupt
keine Freude mehr an dem Streifen haben kann. Zwar darf Dodds ab und zu mal
jemanden umbringen, doch dabei wird der Streifen weder brutal, noch
gorelastig, was ebenfalls als großes Versäumnis anzusehen ist. Minimal
unterhaltsam wird der Streifen höchstens durch die gänzlich dämlichen
Dialoge der verängstigten Teenager, doch selbstverständlich können sie an
diesem großen Haufen an Ärgerlichkeiten nicht mehr viel retten. Selbiges
gilt auch für die Darsteller, von denen nur Michael Madsen einigermaßen
bekannt ist. Als überaus cooler Mr. Blonde in Tarantino's "Reservoir
Dogs" konnte Madsen vor vielen Jahren einen Höhenflug erleben, doch
dieser scheint längst wieder vorbei zu sein. Madsen spielt den Major
jedenfalls überaus gelangweilt und nicht einmal mit der für ihn bekannten
Coolness. Über den restlichen Cast hüllen wir lieber gleich gänzlich den
Mantel des Schweigens.
"The Ultimate Killing Machine" ist nicht viel mehr als hübsch
verpackter, höchst langweiliger Schrott, den man sich sparen sollte. Die
ideenlose und dämliche Story wird nur noch von der lustlosen Inszenierung
an Einfallslosigkeit übertroffen. Das Cover und die Anfangssequenz machen
durchaus Lust auf mehr, doch alles in allem ist "UKM" nicht mehr
als ein bemühter Teenieslasher ohne Spannung, Blut und talentierte
Schauspieler. Nicht einmal Michael Madsen kann dieses Komplett-Fiasko noch
retten. |