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Im australischem Provinznest Berkeley geht es
seit jeher ruhig zur Sache. Die wenigen Einwohner, wovon nicht wenige leicht
grenzdebil sind (es lebe das Outback!), leben glücklich in den Tag. Einige
Bewohner sind gerade dabei sich beim Baseball zu amüsieren, als sich
plötzlich der Himmel öffnet und ihnen kleine Meteore, anstatt Bälle,
entgegenfliegen.
Zudem beginnt es zu regnen und dieser Regen soll den Einwohnern der Stadt
ebenfalls zu schaffen machen, da es ein saurer Regen ist, der die benässten
Menschen in hässliche Zombies verwandelt. Die Zombies machen bald jagt auf
die lebenden Mitbürger, die ihnen als Nahrung dienen sollen. Überall
entstehen Kämpfe auf Leben und Tod und wie es der Zufall so will, treffen
sechs Flüchtende in einer abgelegenen Holzhütte aufeinander.
Glücklicherweise ist der Inhaber der Hütte ein Waffennarr, der genügend
Schusswaffen und Munition gebunkert hat, um sich gegen die zahlenmäßig
überlegenen Zombies zu wehren.
Der Kampf ist hart und blutig und zudem treten Probleme auf, da die sechs
Überlebenden ziemlich verschiedene Charaktere, mit verschiedenen Meinungen
sind. Dummerweise bekommt dann auch noch eine der Frauen ihre Wehen und es
sieht sich keiner in der Lage ihr bei der Geburt zu helfen. Das bedeutet
natürlich, dass sich die Gruppe aus dem Haus bewegen muss, um ein
Krankenhaus aufzusuchen. Doch als die Flucht geglückt ist müssen sie
feststellen, dass es keine Fluchtmöglichkeit aus Berkeley gibt, da sich
eine unüberwindbare Metallmauer um die Stadt aufgebaut hat. Doch dies soll
nicht das einzige Problem sein, denn bald bekommen die Überlebenden auch
noch Besuch von oben... |
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„Undead“ war bereits auf dem 17. Fantasy
Filmfest von den Besuchern in den höchsten Tönen gelobt worden und nicht
wenige Betrachter sprachen von einem zweiten „Braindead“. Nach der
Ausstrahlung auf dem Filmfest, wo man ihn nur in Originalsprache bewundern
durfte, hat es leider etwas länger gedauert bis „Undead“ auf DVD
aufgelegt wurde, doch jeder, der diese Scheibe in der Hand hält, wird mit
Sicherheit feststellen das diese Parallelen nicht nur aufgrund des
benachbarten Drehortes an Peter Jacksons Splatterfestival zustande gekommen
sind. Der Blutrausch ist zwar nicht so intensiv, der Film ist aber dennoch
extrem blutig und versucht die Splattergemeinde mit zahlreichen
Spezialeffekten bei Laune zu halten, was ohne Frage auch gelingt.
Die Handlung ist dagegen eher im B-Movie Bereich anzusiedeln, da über weite
Strecken nicht wirklich viel passiert. Zu Begin sieht man, wie das ruhige
Kleinstädtchen durch die himmlische Katastrophe aus ihrem Schlaf geweckt
wird und wenige Minuten später befindet man sich bereits am ersten
Hauptschauplatz, der Hütte des Waffennarren. Allerdings kommt nicht ein
Hauch von Langeweile auf, da es Splattertechnisch ziemlich zur Sache geht
und es auch spannungsgeladene Kämpfe zwischen den Toten und den Untoten
gibt. In der Zwischenzeit wird noch versucht, die verschiedenen Charaktere
etwas zu durchleuchten, doch allzu viel gibt es da nicht. Es sind eigentlich
typische Rollen, die aber so ausgewählt wurden, dass es einfach zwischen
ihnen krachen muss. Die sechs Schauspieler, die versuchen das blutlose
Geschehen etwas schmackhaft zu machen, können nicht wirklich überzeugen,
passen aber irgendwie sehr gut in den Streifen, da absolut nichts ernst
genommen wird und vieles an eine Low-Budget Produktion erinnert. Für die
meisten der Akteure war es im übrigen der erste professionelle Auftritt vor
einer Kamera, lediglich Felicity Mason hat schon Erfahrungen im
Filmgeschäft gesammelt. Allerdings war das in dem 1969 gedrehten „She and
he“, der völlig unbekannt blieb und die schauspielerischen Qualitäten
nicht unbedingt förderte.
Aber auf die Schauspieler kommt es in „Undead“ auch nicht an, viel
wichtiger sind die optischen Eindrücke und die Tatsache, dass es so gut wie
gar nicht langweilig wird. Dies liegt sicherlich auch daran, dass sich die
Brüder Peter und Michael Spierig bei ihrem Regiedebüt richtig in ihr
Projekt reingekniet haben und viel Arbeit sowie Liebe investiert haben. Die
Spezialeffekte haben sie sogar an ihrem Home-PC erstellt, was man zwar in
einigen Szenen deutlich sieht, dass aber in keiner Weise störend ist.
Erstaunlicherweise wurde die DVD mit einem FSK 16 versehen und ist wohl
uncut. Es gibt zwar einige Szenen, die ausgeblendet werden, wenn man aber
bedenkt was man zu sehen bekommt, wird es wohl offensichtlich, dass die
eventuell fehlenden Szenen wohl wegen Geldknappheit nicht in den Kasten
gebracht wurden. Die Einstufung ist aber auf jeden Fall ein Witz, da es
richtig heftig zur Sache geht. Platzende Köpfe, abgetrennte Gliedmassen und
zahlreiche Verstümmelungen kommen alle paar Minuten vor und es gibt nicht
wenige Filme, die weniger zeigen und trotzdem geschnitten, ab 18 freigegeben
wurden oder dem §131 StGB zum Opfer gefallen sind. Trotz das diese
Entscheidung nicht nachzuvollziehen ist, freut es natürlich die
Splattergemeinde, dass mal wieder ein schöner Streifen zum Aushängeschild
des Splattergenre werden könnte.
Die Regie-Brüder haben vielleicht bei einigen Spezialeffekten Geld gespart,
allerdings haben sie nicht dabei gespart, sich von anderen Filmen
inspirieren zu lassen. Diese Inspirationen haben sie dann auch in ihrem
Skript übernommen, wie unweigerlich zu erkennen ist. Die Idee für die
Splattereffekte stammen wohl daher das sie „Braindead“ gesehen haben,
„Night of the Living Dead“ ist in der Hausszenen wiederzuerkennen und
ganz weit weg von „Bad Taste“ ist „Undead“ auch nicht wirklich.
Zudem gibt es noch andere Inspirationen, die nicht aus ihrer Feder stammten,
aber erfolgreich kombiniert wurden.
Was es an „Undead“ zu kritisieren gäbe ist die Tatsache, dass der Film
das hohe Anfangstempo nicht halten kann und zusehends abflacht. Allerdings
wird er nie schlecht oder langweilig, selbst nicht als es gegen Ende zu
einer „Begegnung mit der splatterigen Art“ kommt, die den
unterschwelligen Witz des Films widerspiegelt...
„Undead“ ist ein MUSS für Splatterfreaks!!! |