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„X-Ray - Der erste Mord geschah am
Valentinstag“ ist ein Film aus dem Slasher-Genre, der nach dem typischen
Strickmuster abläuft und eigentlich keine Besonderheit liefert. Aber auch
nur eigentlich, da es hier von staatlicher Stelle mal wieder geschafft
wurde, besondere Werbung für einen Film zu machen. 1986 fiel die
ITT-Fassung nämlich dem berühmt, berüchtigten §131 zum Opfer und wurde
bundesweit beschlagnahmt. Der Film wurde aber kurze Zeit später in einer
identischen Version vom Label VMP neu aufgelegt und ist somit auch legal zu
betrachten.
Wer nun aber denkt, dass „X-Ray - Der erste
Mord geschah am Valentinstag“ besonders brutal oder abstoßend sei, der
liegt falsch. Vielmehr bekommt man eine 08/15 Story präsentiert, die
irgendwann im Kindesalter der Protagonisten beginnt und dann 19 Jahre
später ihren Höhepunkt findet. In einem recht düsteren und somit
stimmungsvollen Krankenhaus kommt es erst zu einem Verwirrspiel und dann zu
einer Verfolgungsjagd zwischen Opfer und Täter. Etwas unschön ist hierbei,
dass recht schnell klar ist, wer der Killer ist. Zudem streckt sich das
Ganze etwas, wodurch mache Szenen etwas langatmig rüberkommen.
Die Spezialeffekte tragen nicht wirklich viel
zur Verbesserung des Gesamteindrucks bei: Sie sind zwar zahlreich,
aber meist wird „nur“ Blut verspritzt und nicht detailliert „draufgehalten“.
Allerdings konzentriert sich in diesen Szenen die Spannung, die für einen
Slasher überdurchschnittlich gut gelungen ist. Neben der düsteren
Grundatmosphäre und einigen Einlagen, wo etwas mehr zu sehen ist als
spritzendes Blut, gibt es dann aber nicht mehr viel zu sehen. Auch in dieser
Hinsicht setzt sich „X-Ray - Der erste Mord geschah am Valentinstag“
somit nicht von seinen Artgenossen ab. So bleibt er leider nur ein Film von
vielen, auch wenn es natürlich sehr viel schlechtere Filme in diesem
Subgenre gibt.
Zu erwähnen wäre
noch, dass Regisseur Boaz
Davidson sich eigentlich außerhalb des Horrorgenres einen Namen gemacht
hat, denn er ist Hauptverantwortlicher für die „Eis am Stiel“ Filme und
hat zudem Streifen wie „Im Urwald ist
die Hölle los“ gedreht.
Also wenn man diese
Tatsache berücksichtigt, muss man seinen Ausflug zum Horrorfilm sicherlich
noch etwas besser bewerten...
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