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In
Good Old Germany treibt ein Werwolf sein Unwesen. Doch er kann von
mutigen Werwolf-Jägern gefasst und eingesperrt werden, bevor
Schlimmeres zu beklagen ist. In einer Holzkiste gefangen, wird er
verschifft. Der Wolfsmensch kommt aber nie da an, wo er ankommen soll.
Denn über Umwege gelangt der Werwolf nach Amerika. Zu einer Firma, die
sich hauptsächlich mit Spezialeffekten für die Filmindustrie beschäftig.
Dort gelingt ihm dann ungesehen die Flucht.
Kevin,
seines Zeichen Sohn des Chefs der Effekte-Firma, wird, wie er
glaubt, von einem Hund gebissen. Nach dem Biss macht er eine Verwandlung
durch, bei der er schnell merkt, was Sache ist. Er wird zur Bestie und
zu einer unmittelbaren Gefahr für seinen Um- und Freundeskreis. |
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"Lycan
- Angriff der Werwölfe" ist nicht unbedingt die x-te
Wiederauffrischung von „American Werewolf“, „Teen Wolf“ oder
Konsorten. Der amerikanische Beitrag versucht eine eigenständige Geschichte
zu erzählen und anders zu sein. Hat allerdings das Problem, dass nicht so
viel Geschichte vorhanden ist, wie man sich das als Betrachter vielleicht wünscht.
Die
Regisseure Gregory
C. Parker und Christian Pindar sind Neulinge im Geschäft, was man durchaus
ausmachen kann. Sie kommen zwar mit einigen guten Ideen daher, arbeiten
handwerklich solide, aber dennoch gelingt es ihnen nicht, wichtige
Unterhaltungselemente in den Film zu integrieren. So gelingt es beispielsweise
nicht, eine vernünftige Horror-Atmosphäre aufzubauen. Weil unpassende Musik
unpassend eingesetzt wird und weil durch ständige Kameraschwenke und unzählige
Schnitte die Konzentration des Beobachters immens gestört wird.
In der Tat rückt das Stilmittel der Jungregisseure mehr in den Mittelpunkt
der Betrachtung als der Film selbst. Was natürlich eine schallende Backpfeife
für die Macher ist. Es ist nicht unbedingt so, dass die Macher gänzlich
versagt hätten, aber ihr eingebautes Brimborium ist einfach zuviel.
Sie haben sich wohl zuviel von Leuten wie Dario Argento beeinflussen lassen,
der es immer wieder schafft, mit besonderen Kameraeinstellungen zu glänzen.
Hier versucht man das auch und bekommt auch einige interessante Einstellungen
zu sehen, bei denen man sich fragt, wie hoch wohl der Aufwand für die
Fotografie war. Was zudem optisch auffällt ist die Häufigkeit der Schnitte,
die wohl kaum von andren Filmen zu übertreffen ist und der ungewöhnliche
Einsatz von Lichteffekten. Hier kann es einem schon mal schwindelig werden. In
einigen Szenen, gerade in der komischen Disko, wo man minutenlang von einem
Blitzgewitter bestrahlt wird, ist es schwierig die Augen auf dem Bildschirm
gerichtet zu halten.
Über die Optik kann man sicherlich geteilter Meinung sein. Mutig sind Gregory
C. Parker und Christian Pindar allemal. Sie versuchen wenigstens als Neulinge
etwas besonderes zu schaffen. Ob ihnen das so, wie sie es gewollt haben,
gelungen ist, darf allerdings bezweifelt werden. Aber nichtsdestotrotz kann
man sich auf weitere Auftritte der beiden Jung-Regisseure freuen.
Gerade auch weil sie wirklich gelungene Spezialeffekte vor die Kamera bringen.
Diese sehen professionell aus und sind intelligent in Szene gesetzt. Denn bis
ins Detail wird gar nicht gearbeitet. Schlussendlich endet jeder blutige
Effekt im Off. Das stört aber nicht wirklich, da der Zuschauer ganz genau weiß,
was da ist, wo weggeblendet wird. Weniger positiv sind einige eingespielte
Witze. Diese passen nicht zum Rest des Films, der an sich ernsthaft daher
kommt. Zudem sind die Witze nicht witzig sondern absolut trashig. Was
sich die Drehbuchschreiber dabei gedacht haben, kann nur erahnt werden.
Schauspielerisch bekommt man solide Kost geboten
die unbekannten Gesichter machen ihre Rolle fast ausnahmslos gut. Natürlich
gibt es auch hier, wie in fast allen Filmen. Ausnahmen, die die Regel bestätigen.
Insgesamt kann man sich über das Gezeigte aber in keiner Weise beklagen.
Insgesamt betrachtet ist "Lycan - Angriff der Werwölfe"
zwar ein interessanter Film, gerade für Freunde des Low-Budget Bereich, er
hat aber zu viele filmische Schwächen. Eine vernünftige Story ist nicht
vorhanden, die eingefangenen Bilder und die Schnitte mit auf Dauer anstrengend
und an zahlreichen Stellen ist es einfach zu langweilig. Das Experiment ist
sicherlich nicht so gelungen, wie man sich vorgenommen hat. |