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| Story |
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Als 1945 die
Mutter des in Wisconsin lebenden Ed Gein stirbt, bricht für ihn eine
Welt zusammen. Seit seiner Kindheit wandte er sich nie von ihrer Seite
ab, auch wenn die Erziehung sehr hart war. Aber immerhin beschütze sie
ihn vor seinem alkoholkranken Vater, dem immer wieder die Hand gegen
seine Familie ausrutschte.
Nach dem Tod
leidet Edward zunehmend an Schizophrenie. Einerseits ist er der nette
Typ von nebenan, der recht unauffällig und zurückgezogen lebt,
andererseits ist er aber ein leichenschändender Unhold, der zunehmend
Befehle von seiner verstorbenen Frau Mama bekommt, unzüchtige Frauen zu
beseitigen.
Ed lebt in
einer bizarren Welt, in der Leichenteile eine große Rolle spielen und
ihm nicht selten als Schmuck dienen. Doch im Laufe der Zeit wird er
immer unvorsichtiger, da seine Opfer zunehmend aus der näheren Umgebung
stammen... |
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„Ed Gein“ ist
einer dieser Serienmörder-Filme, die Anfang des neuen Jahrtausends gedreht
wurden (wie z.B. „Gacy“, „Ted Bundy“ und „Dahmer“) und versuchen,
das Leben der bekanntesten Killer zu durchleuchten. Was bei „Ed Gein“
gleich positiv auffällt ist, dass nicht nur das, für die Medien interessante
Leben, wo die Morde selber geschehen, gezeigt wird, sondern versucht wird die
Defekte in seinem Heranwachsen zu durchleuchten.
Dies geschieht
allerdings nicht in der richtigen Reihenfolge, es kommt immer wieder zu
Rückblicken, die dann gezeigt werden, wenn es Sinn macht. So kann der
Betrachter sich ein vernünftiges Bild von dem Menschen Ed Gein machen, auch
wenn hier und da ein paar Details nicht so sind, wie man es in der Literatur
über den Killer nachlesen kann. Aber dieses Phänomen gibt es ja auch in
anderen Filmen und sobald nicht irgendwelche Sachen an den Haaren
herbeigezogen werden ist es völlig in Ordnung, etwas so darzustellen, dass es
der Ottonormalverbraucher verstehen kann.
Der Plot ist nett zu
verfolgen, auch wenn es so gut wie nie zu spannenden Szenen kommt. Darauf
kommt es bei Filmen dieses Subgenres aber nicht unbedingt an, wichtig ist das
die Atmosphäre stimmt. Und die ist in „Ed Gein“ wirklich gelungen, auch
wenn es nicht ganz ausreicht an Genrehighlights wie „Henry – Portrait Of A
Serial Killer“ oder „Gacy“ heranzukommen. Aber man merkt schon, dass
Regisseur Chuck Parello an der Entstehung des Film „Henry – Prortrait Of A
Serail Killer“ beteiligt war und bei dem Sequel Regie führte.
„Ed Gein“ ist
aber zurecht im oberen Drittel der besten Serienmörder anzusiedeln, da er den
Zuschauer bei der Stange hält. Man möchte nämlich wissen, wie das Ganze
weitergeht und wie es ein Killer damals schaffen konnte, so lange unauffällig
zu bleiben. Ed Gein wird in seiner „Blütezeit“ von Steve Railsback
gespielt, der ja schon einige Auftritte in bekannten Filmen des Horrorgenre
aufzuweisen hat („Helter Skelter - Die Nacht der langen Messer“, „Insel
der Verdammten“, „Lifeforce - Die tödliche Bedrohung“ u.v.a.). Steve
scheint die perfekte Besetzung für die Rolle des Ed Gein zu sein, da er sehr
authentisch wirkt und er hat somit nicht unverdient einen Preis für sein
Agieren kassiert.
Die Geschichte des
Edward Gein war zwar die Vorlage für berühmte Filme wie „Das Schweigen der
Lämmer“, „Psycho“ und „TCM“ allerdings sollte der Film nicht mit
den genannten Streifen verglichen werden, da sie rein technisch nichts mit
einander zu tun haben. Allerdings ist „Ed Gein“ ein wirklich guter Film,
den Interessierte des Serienmörder-Phänomen unbedingt gesehen haben sollten.
Er ist zwar, trotz des FSK 18, nicht sonderlich hart, es werden aber Details
aus Eddies Leben gezeigt, die nicht für jeden leicht zu verkraften sind...
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