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Mit
den grausamen Worten: „Die Produzenten haben eine strengste Regel
aufgestellt und werden dieselbe erzwingen, gemäß welcher gar niemand das gar
bedrohliche und dramatische Ende darf preisgeben. Sie haben auch verordnet, daß
jedwede Person, so dieses Ende preisgibt, von der SCHWARZEN PLAGE erfasst
werden...“ startet „Das Grauen auf Black Torment“ und dem Betrachter
schwant schon, dass es hier heiß her gehen könnte. Und es geht auch gut los.
Gruselig, packend, spannend und interessant. Als der jungen Frau der Garaus
gemacht wird, was zu den Beschuldigungen gegenüber unserem Protagonisten führt.
Die Story spielt sich meist in einem alten Landhaus ab, welches als Kulisse
hervorragend geeignet ist. Es gibt aber auch schöne Nebenschauplätze, die
einem alle den Eindruck vermitteln, sich in der dargestellten Zeitepoche zu
befinden. Man fühlt sich wie in den alten Hammer-Filmen, auch wenn dieses
Werk den Shepperton-Studios entstammt. Zu Zeiten der Hexenverbrennung war eh
noch alles besser: Man durfte Familienmitglieder noch Siezen, die Pferde haben
noch nicht so viel Benzin verbraucht und man durfte eine Frau noch Hexe
nennen, ohne vors Schienbein getreten zu werden. Diese Stimmung vermittelt
„Das Grauen auf Black Torment“. Gedreht in den 1960er Jahren, bietet er
von der Story und optisch nicht viel Neues. Altbekanntes, das aber durchaus
funktionieren kann, wenn es gut gemacht ist.
Prinzipiell ist das auch hier der Fall. Nur zeigt sich im Verlauf, dass die
Warnung der Macher (siehe ersten Abschnitt) durchaus seine Berechtigung hat.
Denn es dürfte wohl keinen Betrachter geben, der nicht nach der Hälfte des
Films weiß, wo der Hase lang läuft. Allerdings kann man auch nicht
verheimlichen, dass es halbwegs spannend ist, zu beobachten wie sich der Film
dem Ende neigt und wie sich die erwarteten Dinge dann ergeben. Hier wird
seitens der Macher an der Spannungsschraube gedreht. Man hat sich sichtlich Mühe
gegeben, keinen 0815-Film abzuliefern.
Die mitspielenden Rollen sind durchaus interessant gestaltet und
facettenreich. Vom Schmied und dem Bauernmädchen über adelige und ihren
Angestellten bis hin zum rollstuhlfahrenden Vater und einer Geistererscheinung
wird ein buntes Programm geboten. Des Weiteren fällt die Fotografie positive
auf. Die Landschaft wird gut dargestellt und das Geschehen aus glaubhaften
Blickwinkeln gezeigt. Beim behinderten Vater (Schlaganfall) sogar mit
Blickverengung.
Im Gesamteindruck hält sich das positive und nicht so positive beinahe die
Waage. Der Film ist technisch gut gelungen, hat aber das große Problem, dass
seine Story zu vorhersehbar ist. Viel zu vorhersehbar. Selbst der oft zitierte
„Blinde mit Krückstock“ hätte keinerlei Problem, das Geschehen
vorherzusagen. Robert
Hartford-Davis („Die Bestie
mit dem Skalpell“ u.a.)
muss somit der Vorwurf gemacht werden, dass er das Drehbuch hätte optimieren
müssen, bevor er sich das Regie-Zepter griff. Hat er aber nicht und somit die
Erschaffung eines richtigen Klassikers verhindert. Ihm ist es auch nicht
gelungen, eine andauernde Horror-Atmosphäre aufzubauen. Vielleicht liegt das
aber auch an dem Verzicht auf Spezialeffekte. Oder der Verpflichtung von
richtig guten Darstellern. Zwar macht Protagonist John Turner
(einige unbekanntere Filme und einige TV-Serien) als Sir Richard Fordyke einen
guten, wenn auch mal etwas übertrieben guten Eindruck, der Rest kommt aber
nicht über das Mittelmaß heraus, falls dieses erreicht wird.
„Das Grauen auf Black Torment“ ist für Freunde dieser alten
Filme sicherlich empfehlenswert. Wenn sie wissen, auf was sie sich einlassen.
Er taugt sicherlich als Sonntagnachmittag-Grusler und ist mit 81 Minuten
Spielzeit auch nicht zu lang geraten. |
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Bild
und Ton der DVD sind so, wie es anzunehmen ist. Bei einem Film aus den 60er
Jahren kann man nicht die absolute Schärfe und einen phänomenalen
Dolby-Sound erwarten. Die Extras sind ein wenig knapp ausgefallen. Es gibt den
alten deutschen Kinotrailer, die englische (also originale) Titelsequenz, die
deutlich hübscher geraten ist, als die des deutschen Vertriebs (ca. zwei
Minuten) und zum Abschluss noch eine etwas drei Minuten lange Bildergalerie,
die mit schönen Shots daherkommt. Insgesamt ist das aber ein bisschen zu
wenig, um überzeugen zu können.
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