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| Blut an
den Lippen |
| Les
Lèvres rouges |
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| Story |
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Valerie
und Stefan sind ein frisch verheiratetes Ehepaar, welches sich
auf der Hochzeitsreise befindet. Da sie ihr Schiff nach
England verpassen entscheiden die beiden, im belgischen
Ostende ein Hotel zu nehmen um dort zu nächtigen. Momentan
ist keine Saison, weswegen Valerie und Stefan die einzigen Gäste
sind. Außer dem Portier ist niemand in dem großen Anwesen.
Später kehrt Gräfin Elisabeth Bathory in das Hotel
ein, die mit ihrer Begleiterin Ilona für etwas Verwirrung
sorgt, da der Portier
behauptet die Gräfin schon vor 40 Jahren in diesem Hotel
empfangen zu haben.
Die
einzige unerotische Aufregung der ersten Übernachtung des
Liebespaar liefert dann auch nur die hiesige Tageszeitung, die
von einer Mordserie berichtet. Am nächsten Tag wollen Valerie
und Stefan eigentlich abreisen, überlegen sich aber ihr
Verlassen noch etwas herauszuzögern. Dies führt dazu, dass
sie Gräfin
Elisabeth Bathory näher kennen lernen und von ihr in einen
geheimnisvollen Bann gezogen werden. Bathory hat nämlich die
Absicht, ihre Kammerzofe Ilona auszutauschen. Und Valerie
scheint eine perfekte Nachfolgerin abzugeben... |
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| Alle
Bilder sind Eigentum des jeweiligen Studios |
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| Kritik |
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Harry
Kümels filmischer Erguss "Blut an den Lippen" ist ein über
weite Strecken unbekannter Film geblieben. Bereits im Jahre 1971
erschienen, erzählt er eine nette Geschichte rund um den roten
Lebenssaft und die Beziehung zwischen Vampirismus und Erotik.
Sicherlich ist die reichliche Darstellung von nackter Haut nicht
einer wissenschaftlichen Studie geschuldet, sondern Mittel zum Zweck
um einen mittelmäßigen Streifen etwas aufzupeppen.
Mehr als mittelmäßig kann der Film nicht sein. Die Story ist, wenn
auch subtil wirkend, sehr minimalistisch. Im Grunde geht es nur um
die vier Protagonisten und ihren Aufenthalt im Hotel. Da kann, bei
einer (uncut) Laufzeit von 96 Minuten, natürlich schon mal die ein
oder andere langweilige Szene auftreten. Das Geschehen ist also
begrenzt und hat prinzipiell das Problem, dass das Tempo alles
andere als hoch ist. Dank guter Aufnahmen und dem schönen
Schauplatz rund um das Hotel kann eine durchweg gelungene Atmosphäre
erzeugt werden, welche die fehlende Spannung weitgehend kompensiert
und "Blut an den Lippen" in seiner Gesamtheit dennoch ganz
gut funktionieren lässt.
Ob
er bei der Fangemeinde von Langzähnen als guter Vampir-Film
ankommt, darf bezweifelt werden. Auf klassische Vampir-Mittel wurde
komplett verzichtet. Vampirzähne bekommt man nicht zu Gesicht.
Ebenso wenig einen Van Helsing, Fledermäuse, Umhänge oder sonstige
Symbolik. Aber man braucht ja nicht zwangsläufig auf altbekannte
Stilmittel zu setzten, um solch eine Geschichte zu erzählen.
Allerdings fließt in "Blut an den Lippen" dadurch
reichlich wenig Blut, was es einem schwerer macht, ihn den
Vampir-Gerne zuzuordnen.
Wie bereits erwähnt, wir der Film in der Hauptsache von den vier
Hauptcharakteren getragen. Zum einen das Ehepaar und auf der anderen
Seite die Baronin samt Zofe. Die Charakterisierung ist zwar nicht
die intensivste, darf aber als gelungen betrachtet werden. Man
bekommt zumindest die Chance, sich seinen „Liebling“ auszusuchen
und mit ihm mitzuzittern. Darstellerisch bekommt man oberes Mittelmaß
geboten. Delphine Seyrig spielt sich in der Rolle der Lady Bathory
klar in den Vordergrund. Seyrig hat in ihrer Karriere zwar in knapp
40 Filmen mitgespielt, von denen sind aber kaum welche bekannt.
Eigentlich schade. Ihre Zofe wird von der deutschen Darstellerin
Andrea Rau („Tatort“ u.a.) gespielt. Sie kann zwar optisch überzeugen,
fällt aber nur durch Zeigefreudigkeit auf.
Für Leute, die Filme aus den 70er mögen und die eine nette Atmosphäre
der Erzählgeschwindigkeit bevorzugen, dürften mit "Blut an
den Lippen" einen Film der guten Unterhaltung finden. Ob der
Film, in seiner freizügigen Art, künstlerisch wertvoll ist oder am
Thema vorbei geht, muss wohl jeder selbst entscheiden. Er ist zwar
kein überdurchschnittlich guter Film, fest steht aber, dass man
ungewöhnlich gut unterhalten wird. |
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| Alle
Bilder sind Eigentum des jeweiligen Studios |
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| DVD |
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Die
DVD kommt mit einem verhältnismäßig gutem Bild daher. Die
ungeschnittene Fassung ist dabei deutlich besser, als das „große“
Extra der DVD: die deutsche Kino-Fassung. Die Farben kommen nicht
ganz exakt rüber, die Schärfe ist logischerweise auch nicht in
ihrer kompletten Gänze zu betrachten und die ein oder andere
Verschmutzung gibt es natürlich auch. Für einen Film von 1971 ist
das Material aber sehr gelungen. Dies gilt auch für den Ton, der
recht klar im DD2.0 Format aus den Boxen strömt.
Neben dem erwähnten „großen Extra“ gibt es noch den
US-Amerikanischen Trailer und eine kleine Bildergalerie mit freizügigen
Aushangfotos und einem Cover. Zudem gibt es noch einen DVD-ROM-Part
in dem die Fotos zum Ausdruck bereit liegen.
Von der DVD aus dem Hause Eyecatcher gibt es insgesamt drei
Versionen, die den gleichen Inhalt bieten. Zwei mal gibt es die
Version in einer „normalen“ Hartbox mit zwei verschiedenen
Cover-Motiven. Zu diesen beiden DVDs gestellt sich noch einen
limitierte Version, die in einer großen Hartbox daherkommt. Hiervon
gibt es lediglich 500 Exemplare.
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| Informationen |
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| Drehland |
Belgien, Deutschland,
Frankreich, Italien |
| Drehjahr |
1971 |
| Laufzeit |
ca. 96 Minuten |
| Regie |
Harry Kümel |
| Darsteller |
John Karlen
Delphine Seyrig
Danielle Ouimet
Andrea Rau
u.a. |
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| Bild |
1,66:1 (uncut) 1,78:1
(cut) |
| Ton |
DD 2.0 |
| Sprachen |
Deutsch, Englisch |
| Untertitel |
Deutsch |
| LC |
2 |
| FSK |
KJ |
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| Bewertung |
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| Splatter |
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| Spannung |
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| Story |
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| Ekelfaktor |
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| Atmosphäre |
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| Tonqualität |
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| Bildqualität |
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| Zusatzmaterial |
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| Gesamteindruck |
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Label:
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