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Die
junge Eloise erwacht nach einem Rausch. Die Drogen, die sie
konsumiert hat, scheinen entweder etwas Fürchterliches in ihr
ausgelöst zu haben, oder sie so lange schlafen lassen, bis
die Welt sich fürchterlich verändert hat.
Denn nach dem Erwachen findet sie sich in einer Welt wieder,
die vom Chaos und Untoten bevölkert wird. Menschenfressende
„Schläfer“ mutieren umher, um die überlebenden Menschen
zu zombiefizieren. Eloise steht ein Überlebenskampf bevor.
Ein Überlebenskampf, den sie sich in ihrem schlechtesten
Drogen-Trip nicht hätte ausmalen können… |
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Hier
kommt mal wieder ein Zombie-Streifen in die DVD-Regale. Allerdings
nur in diejenigen, welche von Freunden des Independent- bzw.
Amateurfilm begutachtet werden. Denn die deutsche Produktion „Toxic
Lullaby“ ist ein deutscher Amateur-Film. Ein Streifen, der für
wenig Geld im hessischen Kassel produziert wurde, welches ja nicht
unbedingt für seine Filmschaffenden Künstler bekannt ist.
Aber sei es drum. Nachdem so viele Leute in der Bundesrepublik sich
darin versucht haben, einen halbwegs ordentlichen Horror-Film
zustande zu bringen, soll auch Herr Ralf Kemper die Chance bekommen.
Legen wir also seinen Film unter die Horror-Lupe:
Auffällig ist bereits zu Beginn, dass sowohl das DVD-Menü als auch
der Anfang des Films einen professionellen Eindruck machen. Sogar
hochprofessionell. Im Film geht die Kamera dahin, wo sie hingehen
muss. Schnitte verfeinern das Geschehen. Die Musik klingt ordentlich
und passt. Da ist das geschulte Auge in Sachen deutscher
Amateur-Horror schon anderes gewohnt. Meist zielt eine Wackelkamera
planlos in der Gegen rum. Immer bedacht, möglichst nur ein großes
Detail in den Wackel-Fokus zu rücken. Dann kommen irgendwelche
schlecht gespielten Horror-Typen um massenweise künstliches
Kunstblut zu verteilen.
In „Toxic Lullaby“ ist das nicht so. Es wird scharmant eingeführt.
Viel Wert auf die Optik gelegt und auch beim Schreiben des
Drehbuches hat man sich offensichtlich Mühe gegeben. Denn die
Dialoge sind nicht ganz so hirnlos wie bei vielen Genre-Kollegen.
Nach einigen Minuten der Betrachtung wird einem dann der erste
Negativ-Punkt deutlich: Die engagierten Darsteller schaffen es
nicht, ihre Rollen authentisch in den Kasten zu spielen. Alles wirkt
etwas gezwungen und gedrungen. Aber als bekennenden Amateur-Film
Gucker schreckt einen dies natürlich nicht ab. Was hat man da schon
für Sachen gesehen. In den Ittenbachs, den Schnaas-Filmen. Oder in
den Produktionen von Jochen Taubert, die den Titel „Film“ nicht
mal im Ansatz verdient haben.
Wenn man sich mit den Darstellungen der Mitwirkenden arrangiert hat,
kann man sich ganz hingeben um den Geschehen zu folgen. Der Eindruck
ist erst hervorragend. Wenn die Geschichte dann fortschreitet und
man erwartet, dass die Geschichte Ähnlichkeiten mit den Genre-Größen
wie beispielsweise „Dawn Of The Dead“ oder „28 Days Later“
hat, wird man enttäuscht. Das Treiben der Protagonisten ist lange
nicht so spannend und atmosphärisch wie bei den genannten
Meisterwerken. Es gibt da aber auch eine zweite Reihe von
Zombie-Streifen, deren Geschichten man wohl als „ordentlich“
einstuft. „Zombies“, „Colin“ oder „Mutants“ gehören
wohl dazu. Doch man merkt auch hier, dass die hier gezeigte
Geschichte da nicht mithalten kann.
Wahrscheinlich ist man von der ausgezeichneten Optik, die sich glücklicherweise
über den ganzen Film hält, so geblendet, dass man einfach viel zu
viel erwartet. Aber so ist nun mal der ehrliche Eindruck. Die
Spannung hält sich in Grenzen und die Atmosphäre hat zwar gutes
Grundpotential, aber nicht den storytechnischen Freiraum, um sich
richtig zu entfalten. Irgendwann will man nur noch, dass der Film
zuende geht, da man meint alles gesehen zu haben.
Aber diese Feststellung ist natürlich kein Vorwurf an den
Jung-Regisseur. Schaut man sich mal die Erstversuche einige
deutschen Independent-Filme-Macher an, so spielt „Toxic Lullaby“
schon die ein oder andere Liga höher. Für das kleine Budget,
welches Ralf Kemper zur Verfügung stand, hat er auf jeden Fall
etwas Ordentliches in den Kasten gebracht. Und vielleicht wirkt die
erzählte Geschichte ja auf andere Betrachter des Films besser,
spannender und atmosphärischer. Die Geschmäcker sind ja
bekanntlich (und zum Glück) verschieden… |
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Der gute optische
Eindruck geht beim Begutachten der DVD weiter. Das DVD-Menü ist
sehr gut gestaltet und sieht absolut professionell aus. In der
Abteilung Extras gibt es zwei Making Ofs (21:15 Minuten und 05:07
Minuten), die durchaus inhaltsschwer sind und dem geneigten
Betrachter vermitteln, wie engagiert hier gearbeitet wurde. Des
Weiteren befindet sich der Trailer zum Film auf der DVD und
letztlich noch ein schräger Musik Clip.
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