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Die Erde wurde durch nukleare
Angriffe fast zerstört und die Menschheit stark dezimiert. In
einer verseuchten Welt führen wenige Überlebende einen harten
Kampf ums Dasein. Sara bestreitet zusammen mit ihrer Mutter ein
recht einsames Leben. Die beiden sind von der restlichen Bevölkerung
abgeschnitten. Sie wissen eigentlich nur von anderen Menschen, außerhalb
ihrer Farm, weil Radiomoderator Michael seine Stimme in die Welt
hinaus sendet.
Sara ist etwas ganz besonderes, denn sie ist schwanger. Seit
vielen Jahren hat es keine Geburt eines Menschen mehr gegeben. Als
eines Tages der verrückte Samuel den beiden Frauen einen Besuch
abstattet, versucht er sie dahingehend zu überreden, dass sie ihm
zu einer Siedlung folgen. Eine Siedlung mit anderen Menschen. Sara
und ihre Mutter folgen Samuel durch nukleare Wüsten und zerstörte
Städte um unter Menschen zu kommen, ahnen aber noch nicht, dass
die Menschen immer noch nicht schlauer geworden sind... |
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Prinzipiell
liest sich die Geschichte von „20 Years After“ ja nett. Und
die Ankündigung auf dem Cover: „Im Stil von „Children Of
Men“, „Mad Max“ und „The Day After“.“ lässt das Herz
eines Fans von solchen Science-Fiction-Filmen höher schlagen.
Doch die Realität sieht leider etwas anders aus, als man sich das
vorstellt. „20 Years After“ ist weder innovativ noch besonders
temporeich und könnte sich für erwartungsvolle Personen als
Problem darstellen.
Die post-apokalyptische Welt in der Sara und die anderen
Hinterbliebenen ihren Kampf ums Überleben führen ist recht dröge
gestaltet worden. Regisseur Jim Torres, Debütant im Langfilm,
schafft es nicht, etwas wirklich apokalyptisches in dem Film
unterzubringen. Die Bedrohung bleibt komplett aus.
Sicherlich
leidet das ganze an dem geringen Budget, was sehr offensichtlich
ist. Actionlastig wird es kaum mal. Dafür reiht sich ein Dialog
an den nächsten. Dies ist aufgrund der Thematik der Gespräche
nur bedingt unterhaltsam. Die Szenerie ist ebenfalls nur mäßig.
Man hat sich beim modellieren der verschiedenen Standorte kaum Mühe
gegeben. Lediglich ein paar Außenaufnahmen können überzeugen.
Auch die Darstellerleistungen leiden etwas unter dem geringen
Budget. Die wenig bekannten Schauspieler wirken nur wenig
motiviert, einigen fehlt es an Talent. Sicherlich scheint alles
auch ein wenig trostlos, weil die Rollen der Darsteller trotz der
zahlreichen Dialoge nur wenig durchleuchtet werden. Man gibt sich
wenig Mühe bei der Vorstellung, lässt die Charaktere dafür aber
Sachen machen, die nur wenig interessant sind. Hier hätte man mit
wenig Mittel sicherlich viel mehr rausholen können.
An Atmosphäre und Spannung fehlt es grundlegend. Spannung wegen
dem Fehlen von Action-Szenen und elementaren Inhalten und Atmosphäre
weil es a) nicht so aussieht wie in einem Endzeit-Film und b) die
Situation für die Personen auch nicht so bedrohlich wirken will.
Es gibt zwar den Streit um das Nachkommen, aber prinzipiell nichts
von absolut bedrohlichem Ausmaß. Von daher verwundert es auch
keinen, dass es keine blutigen (und auch keine unblutigen)
Spezialeffekte gibt. Man kann lediglich einen etwas gröberen
Einsatz einer Schere betrachten. Mehr nicht.
Insgesamt gesehen ist „20 Years After“ leider nicht mehr als
nur ein langatmiger, langweiliger und ziemlich uninteressanter
Beitrag zum einem Sub-Genre, dass mit Filmen wie „Mad Max“,
„The Day After“ und ähnlichen Konsorten wesentlich bessere
Beiträge zu bieten hat. „20 Years After“ braucht da
sicherlich keiner. |