Aktion Mutante

OT: Acción Mutante
ca. 91 Minuten
Spanien 1993
 
Regie
Álex de la Iglesia
Darsteller
Antonio Resines
Álex Angulo
Frédérique Feder
Juan Viadas
u.a. 
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Im Jahre 2012 hat sich eine terroristische Vereinigung namens „Aktion Mutante“ einen Namen gemacht. Die kleine Gruppe besteht ausschließlich aus Behinderten und hat es sich zur Aufgabe gemacht, der Schönheit der „normalen“ Menschen den Kampf anzusagen.

Nach einigen Fehlschlägen, bei denen die Entführungsopfer umkamen und das Lösegeld somit nicht gezahlt wurde, freut sich die Gruppe, dass ihr starker Anführer Ramon wieder da ist um Ordnung in das verbrecherische Treiben zu bringen. Und das ist auch dringend notwendig, da der nächste Coup der Freaks auch der größte ihrer Geschichte ist. Die Fabrikanten-Tochter Patricia soll entführt und ein rekordverdächtiges Lösegeld erpresst werden.

Wie es anzunehmen war, läuft die Entführungsgeschichte eher suboptimal. Allerdings wurde Patricia gefangen genommen und die Übergabe des Freikaufgeldes, auf einem fernen Planeten, kann geplant werden. Doch Neid und andere widrige Umstände gefährden den erhofften Reichtum der Terroristen…



 

Wer sich die Story zu „Aktion Mutante“ durchliest muss unweigerlich zum Schluss kommen, dass es sich hierbei entweder um Blödsinn oder um Kunst handelt. Richtig sind im Prinzip beide Annahmen. „Aktion Mutante“ ist eine durchaus lustige Trash-Granate mit offensiver Sozialkritik. Und sie kommt mit allem, was zu einem Kultfilm des Subgenre dazugehört. „Aktion Mutante“ ist quasi ein Wegweiser für Leute, die ähnliches fabrizieren wollen, hat aber trotz seines relativ hohem Alter, nicht viele Nachahmer inspiriert. Zumindest war dies bis dato nicht klar erkennbar.

Die Geschichte erinnert in ihrer Hauptsache ein wenig an den „Krieg der Sterne“-Teil, wo das Prinzeschen entlaufen ist. Denn so ähnlich spielt es sich hier auch ab. Nur mit einem etwas anderen Hintergrund. „Aktion Mutante“ erinnert aber auch an die guten, alten Endzeit-Werke wie „Mad Max“ oder deren italienischen Varianten. Die Story ist recht simpel gestrickt, aber mehr als nur ein billiges Beiwerk zur heiter, kitschigen Darstellung der verschiedenen Szenen. Diese quellen von skurrilen Ideen fast über. Als Betrachter ist man oft einer Reizüberflutung nahe. Die Requisite, die Kostüme, der Schleim. Allesamt ein optischer Hochgenuss.

Darstellerisch darf man nicht zuviel erwarten, da die verschiedenen Rollen sehr comichaft angelegt sind. Overacting ist hier Pflicht. Und das legen die verschiedenen Charaktere auch an den Tag. Die einzelnen Typen sind sowieso der Hammer. Ob die siamesischen Zwillinge, der Brustimplantierte, die Hackfresse, der Doofe... Da gibt es eine Menge zu lachen.

Aber „Aktion Mutante“ bringt auch die Nachteile mit sich, die solche Filme nun mal mit sich bringen. Spannend wird es kaum, Logiklücken gibt es zu genüge und auch hier und da einige uninteressante Szenen. Zudem wird einiges zu sehr ins Lächerliche gezogen. Aber das kann den Spaß nicht stoppen, den „Aktion Mutante“ ausströmt.

Denn die heiter angelegte, sozialkritisch verkitsche Science-Fiction-Splatterkomödie unterhält gut. Gerade auch wegen dem Splatteranteil. Die vielen Spezialeffekte können sich sehen lassen. Sowohl der Härtegrad als auch die Umsetzung sind passabel.

Und wer nach dem Betrachten nicht die Faust in die Höhe reckt und der Schönheit den Kampf ansagt hat den Film entweder nicht verstanden, oder ist keine Freak...

Review by ThS

Der Autor

Splatter
Spannung
Story
Ekelfaktor
Atmosphäre
Gesamt

Ähnlicher Film:

Basket Case 2,
Mad Max,
Freaks

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