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Es ist eine kalte regnerische
Nacht als Jacob, Familienvater von einem Sohn und einer Tochter, von einem
mehrtägigen New York Aufenthalt nach Hause kommt. Seine beiden Kinder sind
grob geschätzt so zwischen 16 und 18 Jahre alt. Jacob hat aber etwas ganz
Besonders mitgebracht, was sein Heim in Zukunft verschönern soll. Es
handelt sich um eine alte Standuhr, die er sofort über den Kamin stellt.
Die Uhr stammt aus einem alten Haus, oder besser gesagt aus dem uns
bekannten Spukhaus in Amityville, das abgerissen werden soll. Was keiner der
Familie weiß, ist das die Uhr ein dämonisches Eigenleben führt.
Der Erste der von diesem
Eigenleben zu spüren bekommt ist der Sohn Rusty. Am selben Abend nämlich
geht dieser Spazieren und als er wieder nach Hause kommt steht auf einmal
der Nachbarshund im Wohnzimmer und bellt die Uhr an. Als Rusty das Licht
anmacht ist plötzlich das ganze Wohnzimmer zu einem anderen sehr alten Raum
geworden, der aber genauso schnell wieder verschwindet wie er aufgetaucht
ist. Rusty denkt er hätte sich das alles nur eingebildet und geht ins Bett.
Am nächsten Tag passiert ein weiteres Unglück. Vater Jacob geht Joggen,
wird aber unterwegs sehr schwer vom Nachbarshund angefallen, der ihm schier
das Bein abbeißt. Jacob kann sich gerade noch retten indem er mit einer
zerbrochenen Flasche dem Hund die Schnauze zertrümmert, muss aber sofort
ins Krankenhaus.
Daraufhin
geht Jacobs Freundin Andrea und Sohn Rusty zur Nachbarin, aber die weiß von
nichts und der Hund hat keinen einzigen Kratzer. Am selben Abend hat Rusty
dann wieder ein unerklärliches Erlebnis. Er sitzt mit Andrea und Schwester
Lisa am Abendtisch als es ist gerade sechs Uhr wird. Er steht auf um das
Telefonbuch zu holen, dass Andrea von ihm verlangt, bleibt aber unterwegs
neben der neuen Uhr stehen. Als er wenige Sekunden später wieder zum Tisch
zurück geht ist es auf einmal dunkel und drei Stunden später... Andrea
wundert sich wo er so lange war, aber Rusty weiß das er nur wenige Sekunden
weg war. Er kann sich das alles nicht erklären und ist der Meinung im Haus
spukt es, was ihm aber natürlich keiner glaubt. Er hat aber recht, denn in
der selber Nacht passiert das nächste unheimliche Phänomen, dass aber
diesmal Andrea und Lisa trifft. Das Grauen nimmt schließlich seinen Lauf,
wird Nacht für Nacht immer stärker und Vater Jacob benimmt sich immer
seltsamer. Als Rusty und Andrea dann herausfinden das alles an der Uhr
liegt, ist schon alles zu spät. Oder doch nicht? |
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Spukhausfilme gibt es wie Sand
am Meer, allerdings sind 70 Prozent davon Schrott, oder haben ein total
bescheuertes Ende obwohl der eigentliche Film gut war. Am meisten denke ich
hierbei an den Film „Ghost Ship“. Der ganze Film ist sehr spannend und
gut aufgebaut, hat aber wohl eines der bescheuertsten Filmenden aller
Zeiten. Zwei weitere Kandidaten auf die das zutrifft sind „Haunted Hill“
und „Das Geisterschloss“. Bei denen ist es zwar nicht ganz so extrem wie
bei „Ghost Ship“, aber sie haben dennoch ein total unbefriedigendes
Ende. Es gibt nicht viele Geisterhausfilme, die man als sehr gut bezeichnen
kann, aber wenn mich einer fragt welche Filme dieser Art ich am besten
finde, dann würde „Amityville - Face of Terror“ ganz sicher mit dabei
sein.
Zugegeben, der Film beginnt
etwas lahm, sodass man in der ersten halben Stunde nur wenig von der
verfluchten Uhr zu sehen bekommt. Das finde ich aber nicht weiter schlimm,
denn in der Zeit lernt man sehr gut die einzelnen Charaktere der Familie
kennen, die Anfangs eigentlich alle Recht sympathisch sind. Okay Rusty ist
vielleicht manchmal etwas seltsam, aber man muss bedenken das er den Tod
seiner Mutter hinter sich hat. Die Hautrollen sind Rusty und Jacobs
Exfreundin Andrea, was aber erst im Laufe der Zeit deutlich wird. Durch die
gute schauspielerische Leistung, man bedenke es handelt sich um einen
Horrorfilm, kann man sich sehr gut mit Rusty und Andrea identifizieren und
durch diese Tatsache bleibt der Film auch
immer interessant.
Nachdem Jacob dann von dem
Hund angefallen wurde und daheim verletzt im Bett liegt, geht der Film dann
richtig los. Die Uhr hat das Böse in Jacob geweckt was man nach und nach
immer deutlicher erkennen kann. Zudem passieren immer mehr dumme Sachen, die
jeden einzelnen betreffen. Räume verändern sich, die Zeit bleibt stehen,
Sachen bzw. Personen verschwinden und tauchen auf einmal wieder auf. Die Uhr
verändert, gegen alle Gesetzt der Logik, die Zeit. Dazu kommt noch das sich
Sachen von alleine bewegen oder seltsame Phänomene geschehen (mit anderen
Worten, der typische Amityville Horror). Die böse Macht in der Uhr schreckt
dabei auch nicht vor blutigen Zwischenfällen oder besser gesagt Morden
zurück.
Noch ehe man sich versieht
befinden wir uns im sehr interessanten Showndown, der von einem wirklich
genialen Ende, so wie ich es lange nicht mehr in einem Film dieses Genres
gesehen hab, endet. Was passiert verrate ich natürlich nicht, aber damit
rechnet wohl keiner.
„Face of Terror“ baut sehr
schnell eine dichte Atmosphäre auf, sogar am Anfang wo noch nicht so viel
passiert. Allein schon wenn man Nachts die Uhr sieht, wie sich die
Zahnräder bewegen und so und dabei eine horrorhafte Musik erklingt, ist
für Spannung gesorgt. Schon der Anfang, wenn die Namen kommen ist sehr gut
gemacht, so dass der Zuschauer schon im Vorfeld erahnen kann das dies ein
guter Film wird. Es gibt teilweise extrem spannende Szenen, in denen dann
nicht einmal was passiert und andere die mit einem Schock enden. Hierbei
denke ich besonders an die Spiegel und an die Badenwannenszene. Aber das
sind lange nicht die Einzigen. Auch die Darstellung des Modells das Jacob
den ganzen Film über baut und man erst ziemlich am Ende des Films zu sehen
bekommt, ist interessant und vor allem wie es sich auf die Realität
überträgt.
Tony Randel hat ohne Zweifel
mit diesem sechsten Teil der Reihe nicht einfach nur eine Kopie der alten
Teile fabriziert, sondern auch neue Elemente eingebaut. Die Böse Macht in
der Uhr wird nicht, wie üblich, damit erklärt, dass es so ist weil sie im
verfluchten Haus stand. Nein, die Erklärung ist diesmal viel origineller.
Auch bietet der Film eine andere Art von Spukhaushorror als bisher. Ich kann
zwar nicht genau sagen was, aber der Film unterscheidet sich einfach von den
Vorgängern.
Noch ein paar Worte zum
Splatter. Zu aller erst muss ich sagen, dass es diesmal wirklich seltsam
ist, wie ich auf diesen Film kam. Früher dachte ich es gäbe nur 3 „Amityville“
Teile, wobei ich den ersten mittelmäßig, den zweiten gut und den dritten
ebenfalls mittelmäßig finde. Irgendwann dann habe ich bei www.OFDB.de
etwas über diese Filme nachgeschaut und musste total überrascht
feststellen das es 8 Teile gibt. Alle sind ab 16 und 18 nur dieser Teil ist
indiziert. Die Indizierung des sechsten Teils, die im übrigen total
ungerechtfertigt ist, war praktisch der Auslöser das ich mir alle Teile
dieser Reihe, die mir zuvor relativ egal war, gekauft habe.
Aber genug erzählt,
interessiert sowieso keinen. Man kann mit recht behaupten das es sich bei
diesem Film um den blutigsten Teil der Reihe handelt. Die Szenen mit Jacobs
Bein sind beispielsweise wirklich eklig geworden. Am Anfang ist es noch ein
Fleischwunde, die aber im Verlaufe des Film immer größer wird und eitert
ohne Ende. Vergleichbar mit dem Geschwür der Meerjungfrau aus „Guinea Pig
6“, nur nicht in diesem Ausmaß. Dann gibt es da noch eine Szene in der
ein Junge im Boden versinkt und von einer widerlichen schleimigen
Flüssigkeit absorbiert wird (siehe Cover des Films). Sonst gibt es da noch
das ein oder andere blutige Detail im Film, dass das FSK 18 sicherlich
rechtfertigt und man unter 14 auch nicht unbedingt sehen braucht. Richtig
brutal und jugendgefährdend wird es aber nie und von daher halte ich die
Indizierung für totalen Blödsinn. Nebenbei bemerkt sind die Effekte ganz
gut gelungen und wirken keinesfalls künstlich.
Jetzt denken wahrscheinlich
viele von euch „Mann das muss ja ein cooler Horrorfilm sein, den muss ich
mir so schnell wie möglich holen“. Dabei wären wir schon bei
Hauptproblem des Films. Er ist total unbekannt und die Tatsache das es nur
eine deutsche Fassung gibt und zwar als VHS, die zu allem Überfluss auch
noch indiziert ist, machen die Sache nicht gerade besser. Wie soll ein Film
auch bekannt werden wenn es weder eine DVD noch eine Neuauflage auf VHS
gibt. Bisher hat noch nicht einmal ein Sender den Film im Fernsehen
ausgestrahlt, was für mich auch total unverständlich ist da die Teile
1,2,3 und 8 regelmäßig gezeigt werden. „Face of Terror“ wird wohl auf
ewig im Archiv der unbekannten Horrorfilm bleiben, obwohl er einer der
besten Filme seiner Art ist. Ich hoffe mal das dieser Bericht dies wenigsten
ein kleines bisschen ändert.
Wie schon gesagt, eine DVD von
dem Film gibt es nicht und wie es aussieht wird sich daran auch nichts
ändern.
Meine Meinung basiert auf der
deutschen VHS Fassung von Empire, die komplett ungeschnitten ist. Es ist die
einzige deutsche Fassung die es gibt und leider auch die einzige die bei
OFDB eingetragen ist. Die Bild und Tonqualität ist in Ordnung, sodass man
sich das Tape ohne bedenken kaufen kann. Es zu finden ist die nächste
Stufe, da es inzwischen sehr rar geworden ist. Ich hatte Glück und bekam es
in sehr gutem Zustand für 12 Euro. Seitdem aber habe ich es nirgendwo mehr
gesehen. Wenn ihr also Interesse an diesem Film habt müsst ihr euch unter
Umständen schon mit ewigen Suchen abplagen.
An dieser Stelle möchte ich
noch ein paar Worte zu den „Amityville“ Filmen allgemein sagen. Diese
Filme werden von den meisten Leuten unterschätzt oder belächelt. Okay, der
ein oder andere Teil ist wirklich mittelmäßig bis schlecht, aber es gibt
auch Folgen die man als gut bis sehr gut bezeichnen kann. Dabei denke ich an
die Teile 2, 4, 8 und diesen Teil 6 hier. Dieser Teil 6 ist sogar von allen
Teilen meine Lieblingsfolge. Offiziell gesehen ist dies übrigens der
fünfte Teil der Reihe. Inoffiziell aber wie ihr an meinem Bericht sehen
könnt der sechste, da im Zeitraum zwischen diesem Film und Teil 4 ein
weiterer Teil mit dem Namen „The Amityville Curse“ gedreht wurde, der
aber aus der Reihe fällt und deshalb von vielen nicht mitgezählt wird.
„Amityville
- Face of Terror“ ist in meinen Augen ein sehr guter Horrorfilm, den jeder
Horrorfan mal gesehen haben sollte. Versucht das Empire Tape zu bekommen,
denn es lohnt sich wirklich. Ich jedenfall bin froh, dass das Tape in meinem
Regal steht und ich möchte es auch nie mehr missen. |