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Im
Jahr 2210 sind die natürlichen Ressourcen der Erde längst ausgeschöpft,
weshalb sich die Menschheit gezwungen sah, im Weltraum nach den notwendigen
Lebensbedingungen zu suchen. Blöderweise stieß man dabei neben einigen
ergiebigen Planeten auch auf eine neue, vampirische Lebensform, die
"Voorhees". Für diese ist die Menschheit nichts weiter als
Nahrung, weshalb in Form eines Vampirkillerteams entsprechende
Gegenmaßnahmen eingeleitet wurden. Angeführt wird die Crew um die
Halbvampirin Quintana (Natassia Malthe), den großmäuligen Roman (Aaron
Pearl) und die Chinesin Rosa (Leanne Adachi) dabei von dem
draufgängerischen Raumschiffkapitän Churchill (Joe Lando).
Als dieser allerdings bei einem waghalsigen und schlecht geplanten Einsatz
ums Leben kommt, wird dem Neuling Damian (Dominic Zamprogna) die Führung
übertragen, was innerhalb der Crew allerdings keineswegs auf Begeisterung
stößt. Diese wäre allerdings bitter von Nöten, denn als sich der
Voorhess-Führer Muco (Michael Ironside) mit der todbringenden Vampir-Rasse
der "Leatherface's" verbündet, stehen den Vampirjägern äußerst
düstere Zeiten bevor... |
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Dass
es eine vernichtende Mischung ist, Vampire in die Zukunft und gleichzeitig
in den Weltraum zu schicken, das hätte mich normalerweise zuletzt
"Dracula 3000" lehren sollen. Nun darf ich aber wohl von Glück
sprechen, dass mich diese Filmgurke nicht zu sehr abschreckte und ich mich
mit etwas Unbehagen doch noch an "Bloodsuckers" heranwagte, denn
was Matthew Hastings hier auf die Beine stellte, ist definitiv nicht die
schlechteste Wahl, um einen langweiligen Abend totzuschlagen. Dabei lässt
die bisherige Filmografie des Regisseurs eigentlich schon mal nicht das
Schlechteste erwarten, war Hastings doch schon bei dem anscheinend ganz
passablen "Todes-Date" auf dem Regiestuhl anzufinden.
Ich sage es immer wieder: Das Gute an B-Produktionen wie
"Bloodsuckers" ist oftmals, dass sie an kein größeres Studio
gekoppelt sind und den Regisseuren oftmals ihre eigene Vision gestattet ist.
Was daraus entsteht sind Filme von Fans für Fans und ganz ähnlich scheint
es auch hierbei der Fall zu sein. Wie lässt es sich ansonsten anders
erklären, dass die Vampirrassen mit "Voorhees" und
"Leatherface" Namen zwei der berühmtesten Serienkiller der
Filmgeschichte tragen? Außerdem, und das weiß zu gefallen, fährt sich
"Bloodsuckers" nicht auf einer Linie fest, sondern ist vielmehr
eine wilde Mischung aus Action, Science-Fiction, Splatter und Trashfilm. Die
Geschichte erinnert dabei an eine Mischung aus "John Carpenter's
Vampire" und "Ghosts of Mars". Ein Haufen Vampirjäger, der
sich im All mit allerlei durstigen Blutsaugern herumschlagen muss, das hört
sich nicht gerade nach Innovation an, will es aber auch gar nicht sein.
Die ersten 15 Minuten sind dabei wohl als kleine Appetitanregung gedacht,
denn ohne viel Umschweife kommt es nach einer Einleitung gleich zu einer
Splatterorgie, die sich sehen lassen kann. Zahlreiche zerrissene Körper
liegen in bester "Starship Troopers" Manier herum und es dauert
nicht lange, bis schon die ersten Vampire blutig getötet werden. Doch wie
dies so oft im Genre der Fall ist, bleibt dieser Blutfaktor nicht permanent
erhalten, ganz im Gegenteil. Für die folgenden 30 Minuten verlässt sich
"Bloodsuckers" erst einmal auf eine Charakterisierung der
Hauptfiguren. Die Figuren innerhalb der Vampirjäger-Crew sind allesamt
unterschiedlicher Natur und wie so oft entstehen schnell Spannungen und
Streitereien. Roman und Rosa passt es beispielsweise gar nicht, dass nach
dem Tod Churchill's die Führung in die Hände Damian's gelegt wird.
Quintana allerdings, der interessanteste Charakter, ist eine Halbvampirin
und Gedankenleserin zugleich und ist sehr lange nur äußerst schwer
einzustufen.
"Bloodsuckers" ist also sicherlich keine unaufhörliche
Blutspritzparty, wie es der Anfang des Filmes suggeriert, sondern
konzentriert sich im Mittelteil auch auf die Differenzen innerhalb der Crew,
was allerdings nicht langweilig anzuschauen ist. Horrorfans allerdings
sollten sich überlegen, ob sie den Film sehen möchten, denn klassischen
Horror bekommt man hier nicht geboten. "Bloodsuckers" ist vielmehr
ein teilweise trashiger Science-Fiction Film mit einigen blutigen Momenten,
der sich mehr auf seine Story und seine Charakterisierung, als auf seine
Spannungsmomente verlässt. Dennoch darf dem Streifen einiges positiv
angemerkt werden. Die Darstellung diverser Raumschiffe und des Weltraums hat
man in B-Movies schon wesentlich schlechter ertragen müssen und auch die
Goreszenen befinden sich allesamt auf erfreulichem Niveau. Eine weitere
kleine Überraschung stellt die Rasse der "Leatherface's" dar, die
dem Killer aus den bekannten "Texas Chainsaw Massacre" Filmen
tatsächlich sehr ähneln. Es ist einfach angenehm zu sehen, wenn man weiß,
woher ein Regisseur seine Inspirationen nimmt und er diese dann auch nicht
verheimlichen muss.
Die Schauspielerliste setzt sich überwiegend aus B-Stars zusammen, an
vorderster Front natürlich Michael Ironside, der schon mehr als genügend
Erfahrung mit dieser Filmart sammeln durfte. Allerdings hat der Gute eher
eine Nebenrolle abbekommen, im Vordergrund stehen Dominic Zamprogna, Aaron
Pearl, Natassia Malthe und Leanne Adachi als Vampirjäger. Hier ist von
allem etwas vertreten, vom sexy Vampirchick, über die unausstehliche
Rebellin, bis zum missverstandenen Helden, der sich den Respekt seiner neuen
Crew erst noch verdienen muss. Die Schauspielerleistungen sind allesamt
akzeptabel, da lässt sich keineswegs klagen.
"Bloodsuckers" eignet sich nicht zum Kauf, denn zum mehrmaligen
Sehen lädt der Streifen nicht gerade ein, doch für den Einweggebrauch an
einem langweiligen Abend ist Matthew Hastings' Mischung aus Science-Fiction,
Splatter und Trashfilm bestens zu empfehlen. Für ein B-Movie wurde hier das
meiste absolut überzeugend realisiert und auch die Story gerät nicht zu
sehr in der Hintergrund. Horrorfans allerdings, die Suspense und Atmosphäre
suchen, sind bei anderen Filmen besser aufgehoben. |